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»Zu Hause ungeschlagen bleiben«

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Er nimmt mit seiner Mannschaft wieder Anlauf auf einen Heimsieg: Kapitän Albert Eder (vorn); im Hintergrund Yasin Gürcan. (Foto: Butzhammer)

Gleich in doppelter Hinsicht vor einer schweren Aufgabe steht der SV Kirchanschöring an diesem Samstag um 16 Uhr: Da erwarten die Gelb-Schwarzen zum Duell der Fußball-Bayernliga Süd den FC Pipinsried. Die Hausherren haben Personalprobleme, zudem hat der FC Pipinsried aus der Marktgemeinde Altomünster im Landkreis Dachau derzeit mächtigen Rückenwind. Am vergangenen Sonntag siegte »Pipi« im Landkreis-Derby gegen den TSV Dachau mit 3:1, am Mittwoch gab es im Nachholspiel im Allgäu beim TSV Kottern einen 3:2-Sieg.


Beide Gegner, die Pipinsried bezwang, sind derzeit Spitzenmannschaften der Bayernliga, während »Pipi« sich aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet hat. In der Tabelle der fünfthöchsten Fußball-Liga in Deutschland trennt den einzigen Vertreter aus dem Fußballkreis Inn-Salzach, den SVK (9./11 Punkte) und »Pipi« (12./10) nur ein Zähler.

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Pipinsrieds Kult-Präsident, gleichzeitig Gründer des Vereins im Jahre 1967, Konrad Höß, hat in der Sommerpause das Team runderneuert. Den 23-jährigen Spielertrainer Fabian Hürzeler holte Höß von den Amateuren des TSV 1860 München. Hürzeler kickte zuvor in der Jugend des FC Bayern, wechselte später von den Bayern-Amateuren nach Hoffenheim, ehe er bei den Münchner Löwen landete.

Während sich die Gäste nach zwei Siegen in Folge im Aufwind befinden, musste beim SVK zuletzt sogar Stephan Schmidhuber in Heimstetten aushelfen. Derzeit fehlen den Gelb-Schwarzen drei, vier Stammkräfte, die einfach nicht gleichwertig zu ersetzen sind. Hoffnung machte allerdings zuletzt die ordentliche Leistung der Youngster, die sich in einem Testspiel am Montag gegen ein Profiteam aus den Emiraten ordentlich präsentiert hatten.

Schmidhuber half vergangenen Freitag, bei der knappen 1:2-Niederlage beim SV Heimstetten aus. Er bedauerte: »Schade, dass keine Punkte herausgesprungen sind.« Ob Schmidhuber am Samstag erneut aufläuft und das SVK-Gerüst an erfahrenen Spielern verstärkt, darüber hält sich Trainer Patrick Mölzl bedeckt.

Er gibt dennoch eine klare Marschroute gegen den FC Pipinsried vor: »Wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben«, fordert der Erfolgstrainer von seinen Schützlingen. Diese haben es bislang auf eine gute 2-2-0-Bilanz auf eigener Anlage gebracht. Denn trotz aller Ausfälle: Laut SVK-Vorstand Rudi Gaugler formt Mölzl gemeinsam mit Co-Trainer Dominik Hausner »immer noch einen Bayernligisten.«

Die Kirchanschöringer setzen dabei wieder auf die stimmgewaltige Unterstützung durch ihre vielen Zuschauer. Solche Kulissen sind die Pipinsrieder nur aus den Dachauer Landkreis-Derbys gewohnt. So erhoffen sich die SVK-Fußballer hier schon einmal einen Vorteil – und damit, dass sie im Stadion an der Laufener Straße in dieser Saison weiter ungeschlagen bleiben. mw

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