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Ziel bei der WM-Premiere knapp verpasst

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Der Grassauer Junioren-Triathlet Frederic Funk war erstmals bei einer WM dabei. (Foto: DTU/Jo Kleindl)

Der junge Grassauer Frederic Funk erzielte bei seiner ersten Triathlon-WM den 25. Rang. Er verfehlte damit sein Ziel, die Top 20 zu erreichen.


Jetzt war es also soweit. Nach dem Junioren-Titel bei der Deutschen Meisterschaft ging es für Funk nach einem Vorbereitungslehrgang in Kienbaum zur Triathlon-Weltmeisterschaft nach Cozumel in Mexiko. Knapp 80 Junioren waren am Start. Sie stürzten sich nach dem Startschuss in das 30 Grad warme karibische Meer, um die 750 m lange Schwimmstrecke in Angriff zu nehmen.

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Aufgrund seiner hohen Startnummer musste Funk von links starten, was ihm einen weiten Weg zur ersten Boje bescherte. Nebenbei machten sich an den Wettkampftagen noch stark wechselnde Strömungen bemerkbar, die ein gleichberechtigtes Schwimmen innerhalb der Startgruppe nahezu unmöglich machten. Mit einem Rückstand von 30 Sekunden kam der Athlet als 56. aus dem Wasser. Dann warf er in der Hektik beim Wechsel die Schwimmbrille noch neben die Kiste, sodass der Grassauer noch einmal nachgreifen musste, um die Schwimmutensilien darin zu verstauen. Hätte er das nicht gemacht, hätte er eine Zeitstrafe von zehn Sekunden absitzen müssen.

Durch dieses Missgeschick verpasste Funk die erste Radgruppe. In der zweiten Gruppe wollte von den Konkurrenten keiner die Führungsarbeit über die 20 km mitübernehmen, sodass er auf sich allein gestellt, keine Chance hatte, nach vorne zu fahren. Die Briten und Norweger in der ersten Gruppe fuhren zu stark und zogen das Führungsfeld mit. Nach 20 km wies die Uhr einen Rückstand von 1:15 Minuten auf.

Bei 35 Grad Celsius, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit und der harten Arbeit auf dem Rad fiel das Loslaufen besonders schwer. Aber Funk fand schon nach kurzer Zeit seinen Rhythmus und konnte die fünf km konstant durchlaufen und Platz für Platz gut machen. Viele Junioren machte die Hitze zu schaffen, sie schleppten sich nur mühsam über die Strecke.

Frederic Funk erreichte mit der elftbesten Laufzeit immerhin noch den 25. Platz in einer Zeit von 56:12 Minuten. Es gewann Austin Hindman (USA) in 54:02 Minuten vor dem Kanadier Charles Paquet (54:12 Minuten) und dem Britten Ben Dijkstra (54:20). Es war für Funk zwar nicht die erhoffte Platzierung, aber der Triathlet kann darauf stolz sein, die Weltmeisterschaften bei diesen Bedingungen im ersten Drittel der 80 Teilnehmer gefinisht zu haben. fb