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Zahlreiche Spitzenplätze für den RSV Traunstein

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Sie überzeugten beim Mondsee-Radmarathon: Johannes Berndl (2 von links) und Boris Halsner (rechts).

Zuletzt standen gleich drei Veranstaltungen auf dem Programm, an denen Sportler des RSV 1948 Traunstein erfolgreich teilnahmen. Beim Mondsee-Radmarathon siegte Johannes Berndl souverän, Boris Halsner belegte den 7. Platz.


Vereinsneuzugang Samuel Grill aus Inzell erreichte als 17-jähriger den Gesamtsieg beim harten Top-Race in Uttendorf und Robert Glaßl und Michi Englmaier belegten beim Kriterium in Prien den 1. und 2. Platz.

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»So macht es Spaß«

»So macht Radrennen fahren Spaß«, sagte Sieger Johannes Berndl nach seinem Sieg am Mondsee. Die beiden Traunsteiner Hannes Berndl und Boris Halsner vom Team Mailis.de gingen ambitioniert ins Rennen. Nach dem Erfolg beim Dreiländergiro eine Woche zuvor war Berndl natürlich heiß darauf, seine Siegesserie fortzusetzen. Der Kurs schien mit 140 Kilometer Streckenlänge und 1400 Höhenmeter als nicht allzu anspruchsvoll zu sein, aber das Stundenmittel von 41 km/h zeigt, dass hier richtig stark gefahren wurde.

Es war zwar am Start trocken, aber schon nach ein paar Kilometer war das Fahrerfeld komplett durchnässt und besonders Boris Halsner hatte mit den zusätzlich kühlen Temperaturen schwer zu kämpfen.

Attacke am zweiten Berg

Die Taktik war klar: Das große Fahrerfeld von ca. 600 Sportlern musste spätestens am zweiten Berg stark dezimiert werden. So geschah es dann auch und beide Traunsteiner Fahrer fanden sich nach dem etwa 500 Höhenmeter langen Anstieg in einer Spitzengruppe mit gut 20 Fahrern wieder, die mit sehr hohem Tempo dem Ziel entgegenfuhr.

Ein letzter »Hügel« wartete ca. 20 km vor dem Ziel. Hier verschärften die Konkurrenten das Tempo, konnten aber Hannes Berndl nicht in Verlegenheit bringen. Kurz vor Ende des letzten Anstiegs setzte er eine Attacke, der niemand folgen konnte. Die letzten 15 Kilometer absolvierte er alleine und hielt seinen Vorsprung bis ins Ziel auf 20 Sekunden vor einer Drei-Mann-Verfolgergruppe. Mit der nächsten kleineren Gruppe kam Boris Halsner als Siebter ins Ziel.

Zudem fand in Prien das traditionelle Kriterium statt. Bei einem Ausscheidungsfahren schied in jeder Runde der letzte Fahrer aus. Für das Team Mailis.de des RSV Traunstein fuhr der Inzeller Michael Englmaier und wurde Fünfter. Den Sieg holte sich hier der Traunsteiner Daniel Bichlmann vor Alexander Meier, Leif Lampater (Team Irschenberg) sowie Tobias Erler (Tittmoning). Im darauf folgenden Rundenrekordfahren über 650 Meter wurde Michi Englmaier sogar Zweiter hinter dem Tittmoninger Tobi Erler und vor dem Priener Robert Bickel.

Robert Glaßl komplettierte das gute Ergebnis in Prien mit einem Sieg im Jedermann-Kriterium. Er dominierte mit 43 (von 45 möglichen) Punkten vor Christian Weiß (Holzkirchen/23) und Franz Fembacher (Siegsdorf/11). Auch Frank Staller (Ruhpolding) mischte gut mit.

Für Glaßl und seine Kollegen geht es an diesem Wochenende mit der »langen Zeile« in Erding (Altstadtkriterium) am heutigen Freitag, einem Wettkampf in Altenkunstadt (Samstag) und der bayerischen Kriteriums-Meisterschaft in Strullendorf (Sonntag) weiter.

Zudem fand in Uttendorf das Top-Race der Triathleten statt. Mit dabei waren neben dem Inzeller Sami Grill viele bekannte Namen wie die beiden Österreichischen Weltcup-Teilnehmer Lukas Hollaus und Lukas Pertl, die beide in der Staffel als Schwimmer antraten. Die Favoriten der Einzelwertung waren der ehemalige MTM-Profi Thomas Frauenschuh und der Profitriathlet Gerrit Glomser.

Die 600-m-Schwimmstrecke ist noch ohne Probleme zu bewältigen, aber sofort danach ist die Mountainbikestrecke von 20 Kilometern Länge mit 730 Höhenmetern gespickt und der abschließende Berglauf mit 830 Höhenmetern auf 5,5 km Streckenlänge tut sein Übriges.

Samuel Grill stieg nach dem Schwimmen zusammen mit Lukas Hollaus und Lukas Pertl nach 600 m aus dem Wasser. Da diese beiden Staffelstarter waren, war Grill nun Führender der Einzelwertung.

Mit den Knien im Schnee

Mit der drittbesten Radzeit aller Teilnehmer blieb er vor der Laufstrecke im Einzel vorn. Sein Vorsprung schmolz jedoch. Nach 530 Höhenmetern ging die Laufstrecke in eine durchgehende Schneedecke über. Obwohl die Bergrettung Uttendorf die Wege einigermaßen freischaufelte, sank Grill immer wieder bis zu den Knien im Schnee ein. Mit letzter Kraft rettete er sich als Erster der Einzelwertung ins Ziel.