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Zahlreiche Podestplätze für die TVT-Ringer

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Traunsteins Artur Tatarinov (rechts) ließ gegen den mehrfachen österreichischen Meister Maximilian Ausserleitner keinen Zweifel daran aufkommen, wer in seiner Gewichtsklasse Chef auf der Matte ist. (Foto: Wittenzellner)

Die Traunsteiner Ringer knüpfen auch im neuen Jahr an die guten Leistungen an, die sie im vergangenen Jahr gezeigt haben: Bei den Internationalen Bezirksmeisterschaften im österreichischen Wals zeigten die TVT-Ringer gute Leistungen – in allen Altersklassen von den Jüngsten bis hinauf zu den Männern. Letztere (41 Starter) kämpften im freien Stil, während die Nachwuchsringer in beiden Stilarten auf die drei Matten in der Walserfeldhalle gingen, was rechnerisch rund 200 Teilnehmern entspricht.


Eine Reihe von jungen TVT-Ringern, hauptverantwortlich von Alexej Patalaschko betreut, holten in beiden Stilarten Medaillen: Herausragend präsentierten sich die Flemmer-Brüder Justin (31 kg, C-/D-Jugend) und Daniel Flemmer (38 kg, A-/B-Jugend), die mit zweimal Gold beziehungsweise einmal Gold und einmal Silber auf dem Treppchen standen.

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Katharina Will holt kampflos den Titel

Aber auch die weiteren Ringer Sabina von Ellerts, Tommy Dik, David Dik, Leonard Rube, Georg Rasumny, Maximilian Bach, Maximilian Minchev, Tobias Einsiedler und Andreas Dik holten mehrere Siege. Gleichzeitig war die Meisterschaft für manchen aufstrebenden jungen Ringer die Nagelprobe, die beispielsweise Jaroslaw Patalaschko (31 kg, C-/D-Jugend) mutig bestand. Katharina Will war »heiß« auf ihren ersten Wettkampf, musste sich aber mangels Kontrahentin mit dem kampflosen Titel zufriedengeben.

In zehn Gewichtsklassen kämpften die Männer um die zwar nicht unbedingt mit hoher Priorität angestrebten Bezirksmedaillen. Auf der Matte schenkten sich die Ringer aber nichts und kämpften verbissen um den Sieg. Manche Duelle waren Neuauflagen aus dem Ligabetrieb der vergangenen Saison. Aber auch die vielen ausländischen Gastringer aus Wien – vornehmlich iranischer Nationalität – und dem vorarlbergischen Klaus brachten Spannung und zusätzliche ringerische Qualität.

Die Traunsteiner Athleten traten in drei Gewichtsklassen an – und machten schnell klar, dass an ihnen kein Weg vorbeiführt: Ilja Vorobev beherrschte die Gewichtsklasse bis 70 kg, Artur Tatarinov machte in seinen Kämpfen den Anspruch auf den Meistertitel in der Gewichtsklasse bis 74 kg gleich zu Beginn erfolgreich geltend. Er erkämpfte sich auch – in fremder Stilart – souverän den Sieg gegen den Walser mehrfachen Europameisterschafts- und Weltmeisterschaftsteilnehmer Maximilian Ausserleitner. Eduard Tatarinov war in der Gewichtsklasse bis 79 kg erfolgreicher Platzhirsch und gewann alle seine Kämpfe deutlich.

Einziger Wermutstropfen war die Schlüsselbeinverletzung von Traunsteins Luca Zeiser (bis 70 kg) nach bis zu diesem Zeitpunkt gutem Kampfverlauf.

Cheftrainer Petar Stefanov ist »sehr zufrieden«

Traunsteins Cheftrainer Petar Stefanov zeigte sich mit dem Erfolg der TVT-Ringer sehr zufrieden: »Wenn man bedenkt, dass wir in den vergangenen zwei Monaten mehr mit dem Hallenumzug und der Renovierung unserer Übergangshalle beschäftigt waren, als uns intensiv auf die Meisterschaftssaison vorbereiten zu können, dann bin ich mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden«, erklärte der Trainer, der in der zehnstündigen Mammutveranstaltung fast pausenlos als Kampfrichter für die richtigen Entscheidungen auf der Matte sorgte.

Bei den regionalen, grenzüberschreitenden Titelkämpfen waren neben den Traunsteiner Ringern Athleten aus den bayerischen Vereinen aus Trostberg, Bad Reichenhall, Burghausen, Berchtesgaden und Anger am Start. Österreichische Ringer kamen aus den bezirksseitig verbundenen Vereinen aus Wals, Vigaun, Salzburg und Abtenau. Daneben waren aber auch eine Reihe von Athleten aus Klaus und Wien am Start, die das ansprechende Leistungsniveau der Meisterschaft noch etwas anhoben. awi