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Zahlreiche Erfolge der heimischen Sportler in der Chiemgau-Arena

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Er ließ in der Altersklasse der Junioren seine Konkurrenten im Massenstart hinter sich und wurde Zweiter des Sprints: Dominic Reiter vom SC Ruhpolding. (Foto: Wukits)

Knapp 200 Teilnehmer fanden beim Biathlon-Deutschlandpokal in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena beste Bedingungen vor. Während im Ort bereits Frühlingsblumen zu sehen sind, liegt wenige Kilometer weiter reichlich Schnee. Dementsprechend gut waren auch die Leistungen.


Stützpunkttrainer Kristian Mehringer konnte sich vor allem über die Ergebnisse von Theresa Straßberger, Dominik Reiter und Lucas Lechner, beide vom SC Ruhpolding freuen. Straßberger vom WSV Oberhof die am Stützpunkt trainiert und in Ruhpolding wohnt, gewann sowohl den Sprint als auch den Massenstart. Dominic Reiter holte sich nach dem zweiten Platz im Sprint den Sieg im Massenstart. Lucas Lechner siegte im Sprint und wurde im Massenstart Dritter.

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»Die Strapazen gut weggesteckt«

»Die Teilnehmer der Junioren-WM haben die Strapazen ganz gut weggesteckt«, lobte Mehringer die Leistungen von Dominic Reiter und Theresa Streitberger. Auch Marion Deigentesch vom SV Oberteisendorf konnte sich am zweiten Tag steigern und wurde Dritte. Nicht am Start von den JWM-Teilnehmern waren Marco Groß wegen Erkrankung und Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf. Die 18-Jährige hat die Saison beendet und will sich auf ihr Abitur konzentrieren.

Etwas Sorgen bereitet Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden. Sie beendete den Massenstart vorzeitig. Nach Worten von Mehringer schleppt sie wohl immer noch die Folgen einer Verletzung nach einem Sturz mit sich herum. Erfreulich ist laut Mehringer das gute Abschneiden von Lucas Lechner. »Er hat schon in der vergangenen Saison gezeigt, welches Potenzial er hat. Heuer ist er durch Krankheit und Schulstress etwas zäh in die Saison gekommen. Jetzt ist er aber gut dabei.«

Stockerlplätze gab es auch für Nina Slivensky vom WSV Kiefersfelden und Korbinian Raschke (SC Bergen) als jeweils Zweite. Dritte Plätze eroberten die Ruhpoldinger Bernhard Schmid und Christoph Müller, einen zweiten und dritten Platz erreichte der Schlechinger Dominic Schmuck. Ebenfalls aufs Stockerl kamen Marinus Veit (3.) vom heimischen Stützpunkt sowie Andreas Burgstaller (2.) vom WSV Bischofswiesen.

WM-Teilnehmerinnen Hinz und Hammerschmidt am Start

Dagegen haderte Mehringer mit den Ergebnissen am ersten Tag im Sprint. »Da haben wir am Schießstand einiges liegengelassen«, meinte der Trainer. Er hatte gleich die Erklärung dazu. »Der Heimvorteil war eher ein Nachteil. Meine jungen Sportler wollten es besonders gut machen, da schauen die Familie und Freunde zu und dann wird verkrampft.«

Zufriedener war er am zweiten Tag, nachdem an beiden Tagen das Laufen in Ordnung gewesen ist, klappte im Massenstart auch das Schießen besser. Ein besonderes Augenmerk lag natürlich bei den Damen auf den beiden WM-Fahrerinnen Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt. Beide belegten im Sprint und Massenstart jeweils den ersten und zweiten Platz.

Vor allem Staffel-Weltmeisterin Vanessa Hinz ließ der Konkurrenz keine Chance. »Es hat Spaß gemacht, hier an den Start zu gehen. Das war gut fürs Selbstvertrauen, weil ich sehr gut geschossen habe. Ob Deutschlandpokal oder Weltcup, Rennen ist Rennen und ich will immer mein Bestes geben«, so Hinz.

Auch Kristian Mehringer sah es als eine gute Entscheidung an, dass Hinz und Hammerschmidt wenige Wochen vor der Weltmeisterschaft in Norwegen die Weltcups in Nordamerika ausgelassen haben. »Viele Wege führen nach Rom, in diesem Fall nach Oslo. Die Trainer planen so was sehr lange und müssen den Sportlern dann vermitteln, dass sie im Weltcup nicht dabei sind. Im Nachhinein wahrscheinlich die beste Entscheidung, weil die Reisestrapazen in Amerika sehr groß waren. Ob das der richtige Weg war, wird sich aber erst bei der WM zeigen«, so Mehringer.

»Auf alle Fälle haben sie sehr gut trainieren können und gehen gut in die weitere Vorbereitung. Die Amerika-Fahrer müssen sich erst mal regenerieren.« Dem pflichtet auch Hinz bei: »Ich fühle mich gut und für die Weltmeisterschaft ist das Gefühl richtig gut.« SHu