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Zahlreiche Ehrungen für treue Mitglieder

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Seit 50 Jahren Mitglied bei der ZSG Grabenstätt sind (von links) Rosemarie Knerr, Egid Kotzinger und Burgi Purzeller. (Foto: M. Müller)

Zahlreiche Ehrungen gab es in der Jahreshauptversammlung der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Grabenstätt. Für ihre 50-jährige Treue zum Verein ehrten Schützenmeister Alois Binder und Zweiter Schützenmeister Herbert Pawlitschek die Mitglieder Rosemarie Knerr, Burgi Purzeller und Egid Kotzinger.


Vor 25 Jahren beigetreten sind Deniz Juretsche, Jakob Gruber, Andreas Lampersberger, Andrea Huber, Max Simbeck und Vera Simbeck. Ehrennadeln des Präsidenten für ihre langjährige Teilnahme am Rundenwettkampf erhielten Martin Gärtner und Thorsten Schamberger in Gold (beide 25 Jahre), Stefan Knuppertz in Silber (20 Jahre), Beate Parzinger in Bronze (15 Jahre) und Hans Parzinger in Grün (zehn Jahre).

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Ausgezeichnet wurden auch die Vereinsmeister. Bei Luftgewehr Herren/Damen I-II gewann Stefan Knuppertz, bei Herren/Damen III-V Alois Binder, bei den Schülern Jeremie Sachsenweger. Bei Luftpistole Herren/Damen I-II lag Thorsten Schamberger vorn, bei Herren/Damen III-V Max Simbeck, bei Luftgewehr Auflage I-III Josef Heiß, bei Auflage IV-V Harald Koschik.

»Man muss kämpfen, wenn es gegen uns Schützen geht, leider vermisse ich oft den richtigen Biss in unserem Landesschützenmeistersamt«, ärgerte sich Schützenmeister Alois Binder hinsichtlich des im Raum stehenden Verbots von Bleigeschossen. Dass die Internationalen Schießsportverbände dies unterstützen, sei »schier unglaublich«, so Binder.

Er blickte auch auf die letztjährigen Neuwahlen zurück. Eine »große Aufgabe und Herausforderung« sei für das neue Gremium die Umsetzung der seit 25. Mai vergangenen Jahres geltenden EU-Datenschutzgrundverordnung gewesen. Ein Höhepunkt war das traditionelle Sebastianischießen in Grabenstätt mit 113 Schützen. Wegen des großen Andrangs sei man beim Herbstmarkt am eigenen Bewirtungsstand an die Grenzen gestoßen, so Binder. Man beteiligte sich an vielen kirchlichen Festtagen und Veranstaltungen der Ortsvereine und der Vereinsausflug führte zu den Bavaria Filmstudios in München.

»Wir hatten 28 Schießabende mit 713 Teilnehmern, was einem Durchschnitt von 25,46 Schützen entspricht«, so Schriftführer Stefan Brandner. Helena Nikolic sei an allen Schießabenden anwesend gewesen. An den vier Luftgewehrschießen für Gäste beteiligten sich 103 Personen. Gut organisiert habe man den Gauschützenball in Übersee, so Brandner. Zudem hat man eine 300-Euro-Spende (Erlös aus der Grill-Water-Challenge) an den Förderverein der Grundschule übergeben.

Sportwart Thorsten Schamberger strich die sportlichen Erfolge heraus. Bei der Gaumeisterschaft gewann Rosemarie Knerr (Damen V) mit dem Luftgewehr, Herbert Pawlitschek wurde Zweiter (Luftgewehr Herren IV) und Martin Gärtner Achter (Luftgewehr Herren I). Mit der Luftpistole war Johannes Danzer (Junioren I) erfolgreich. Pistolenschütze Max Simbeck wurde Zweiter vor Mathias Fritz (beide Herren III). Bei den Zimmerstutzen wurde Alois Binder (Herren III) Vierter und Stefan Knuppertz (Körperbehindertenklasse) Dritter. In der Rundenwettkampfsaison starteten eine Luftgewehr- und zwei Luftpistolenmannschaften, die alle den Klassenerhalt schafften.

Erfreuliche Zahlen vermeldete Kassiererin Monika Schommer, trotz der Investition in die neuen elektronischen Schießanlagen 2017. »Wir haben aktuell an die 100 Schützen«, freute sich Bogensportleiter Harry Langemak über einen neuen Rekord. Beim 4. Liga-Bogenschießen in Grabenstätt belegte man den ersten Platz (Bezirksklasse Süd Oberbayern). Den Aufstieg in die Bezirksliga verpasste man als Gesamtzweiter (höchste Ringzahl) knapp. »Wir probieren es wieder«, so Langemak. Höhepunkte waren auch der zehnte Platz von Claudia Bährle bei der Deutschen Meisterschaft und ihr dritter Platz bei der Bayerischen Meisterschaft. Überzeugen konnten auch Roman Heigenhauser (7. bei der »Bayerischen«) und Robert Zieglgängsberger als Zweiter bei der Bezirksmeisterschaft.

»Die Böllergruppe verfügt über 14 Böllerschützen und zwei Marketenderinnen«, so Schussmeister Thorsten Schamberger.

»Für die Zukunft wünsche ich mir wieder mehr Jugendliche«, so Jugendsportwart Max Simbeck. Nur vier Schüler schießen aktuell regelmäßig. Besondere Erwähnung fand der dritte Platz von Simon Obpacher beim Gaujugendpokal. Im Sommer werde durchtrainiert und auf freies Schießen umgestellt, kündigte Simbeck an. Als scheidender Gaujugendsportleiter bedankte er sich bei der ZSG für die Unterstützung und die Bereitstellung der Schießstände bei der Gaumeisterschaft und der Bezirksjugendscheibe.

Bürgermeister Georg Schützinger und Gauschützenmeister Klaus Daiber lobten das Engagement der ZSG. Ein wichtiger Termin ist für die ZSG am 25. August der Gedenkgottesdienst auf der Kampenwand für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus, den man gemeinsam mit der Gemeinde ausrichtet. Zudem bedankte sich Binder bei seinen Vorstandskollegen, den Abteilungen und allen, die den Schützenverein immer unterstützen. mmü