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WM-Qualifikation in St. Johann abgesagt

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Er freut sich auf die Saison in der Eisspeedway-WM und auf seine Teilnahme an den Europameisterschaften: Stefan Pletschacher aus Ruhpolding. (Foto: Annahütte/A. Hauch)

Was viele befürchtet haben, ist jetzt eingetreten: Die einzige WM-Qualifikation, die der Motorradsport-Weltverband FIM für die Eisspeedway-Grand-Prix-Serie angesetzt hatte, entfällt. Das Rennen wäre für Samstag, den 25. Januar, auf der Natureisbahn in St. Johann vorgesehen gewesen – doch es ist zu warm, die Veranstalter können nicht die notwendige Eisbahn aufbauen.


»Das ist noch einmal ein Rückschlag für den Eisspeedway-Sport. Aber so verrückt wie in diesem Winter war das Wetter auch noch nie«, so Deutschlands Spitzenfahrer Günther Bauer (Schleching).

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Wegen der Absage der Qualifikation muss die FIM nun die Piloten für die WM (Grand Prix) setzen. Die ersten Drei der vergangenen WM – neben Weltmeister Daniil Iwanow noch Dimitri Koltakow und Dimitri Khomisewitsch (alle Russland) – waren ja bereits zuvor als feste Teilnehmer für den Grand Prix nominiert worden. Nun vergibt die FIM zwölf weitere Plätze, hinzu kommt je eine Veranstalter-Wildcard für das Hauptfeld.

Auch wenn die offizielle Bestätigung noch aussteht: Zu erwarten ist, dass unter anderem zwei weitere russische, zwei schwedische, zwei deutsche und zwei österreichische Piloten von der FIM als fixe WM-Teilnehmer zugelassen werden.

In diesem Fall dürfte wiederum angesichts der Ergebnisse aus der Vorsaison feststehen: Für Deutschland müssten Günther Bauer (WM-Zehnter 2013) sowie Stefan Pletschacher (Ruhpolding/14.) benannt werden, für Österreich Franz Zorn (Saalfelden/WM-Sechster) und Harald Simon (Pfaffenschlag/8.).

Weil die WM-Qualifikation abgesagt wurde, will Günther Bauer am Sonntag »schnell noch« nach Ufa (Russland) fliegen, um dort drei Tage zu trainieren. Anschließend erfolgt der Rückflug nach München, die Heimfahrt in seinen Wohnort Reit im Winkl, »wo wir dann alles einladen«, und bereits am Freitag kommender Woche fährt er nach Polen. Dort geht er am 25./26. Januar beim Sanok-Cup an den Start.

»Ich muss ja vor der WM wenigstens noch einmal ein richtiges Rennen fahren, um das ganze Material noch einmal zu testen«, so der 42-Jährige. Denn bislang war er nur beim eintägigen Wettbewerb in Weißenbach (Österreich) am Start gewesen.

Ebenfalls beim Sanok-Cup mischt auch Stefan Pletschacher mit. Sein ursprünglicher Plan war es, am 25. die WM-Qualifikation und tags darauf in Polen zu fahren – jetzt kann er die Anreise etwas ruhiger angehen, denn er ist bereits für das Finale des Sanok-Cups am 26. Januar gesetzt. Ein vorheriges Training aber ist zum Bedauern des Ruhpoldingers nicht möglich. »Bei uns in der Firma ist so viel los, da kann ich nicht eher weg«, stellt er klar.

Bauer muss sich am 25. Januar erst einmal für den Finaltag in Sanok am 26. qualifizieren – was im Normalfall kein großes Problem darstellen sollte.

Eine Woche später ist dann der Auftakt des Grand Prix in Russland in Krasnogorsk (1./2. Februar). Es folgt am Wochenende 8./9. Februar die Team-WM in Togliatti, bei der neben Bauer und Pletschacher vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) Max Niedermaier (Edling/25 Jahre) als dritter Fahrer vorgesehen ist. Der nächste GP findet dann am 15./16. Februar in Blagowestschensk statt.

Damit sind die »Russland-Festspiele« für viele Piloten zunächst einmal beendet, nicht aber für Pletschacher und Niedermaier: Beide sind für die Europameisterschaft in Kamensk-Uralsky (22./23.Februar) nominiert.

Vorfreude auf die EM

Bei diesen Titelkämpfen, bei denen die an den zwei Tagen erreichten Punkte zählen, rechnet sich Pletschacher durchaus eine vordere Platzierung aus.

»Das ist eine coole Sache für mich, weil ich die Bahn hervorragend kenne«, freut er sich. »Vielleicht kann ich ja sogar einen Platz unter den besten Fünf erreichen«, hofft der 36-Jährige. Die Konkurrenz aber ist stark: Russland stellt drei Piloten, die sicherlich zu den Favoriten gehören, je zwei Fahrer sind aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Finnland und Schweden vorgesehen, dazu noch je ein Pilot aus Frankreich, der Schweiz und Norwegen.

GP-Finale in Inzell

Weiter geht es im Grand Prix am 8./9. März in Assen (Niederlande), ehe am 22./23. März in Inzell die letzten zwei GP-Wettbewerbe der Saison anstehen. Auf dieses »Heimspiel« freuen sich Bauer und Pletschacher natürlich besonders.

Da es zudem ja eine Veranstalter-Wildcard gibt, darf in der Max-Aicher-Arena damit gerechnet werden, dass noch ein weiterer deutscher Fahrer antreten darf. who