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WM-Qualifikation als Farce

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Er beendete seinen Einsatz in Schweden vorzeitig: Günther Bauer, Deutschlands Aushängeschild im Eisspeedway. (Foto: Weitz)

Zu einer Farce wurde das entscheidende Qualifikationsrennen zur Weltmeisterschaft im Eisspeedway: Bei der WM-Challenge in Strömsund (Schweden) waren die Lichtverhältnisse so miserabel, dass ein fairer Wettbewerb nicht gewährleistet war. Gefahren wurde trotzdem, schließlich wollte – fast – kein Fahrer auf seine WM-Chance verzichten.


Einer aber zog die Konsequenzen: Günther Bauer. Der Schlechinger, seit gut 25 Jahren in diesem faszinierenden Motorsport aktiv, bezeichnet das Geschehen in Strömsund als »das Lächerlichste, was ich in 25 Jahren gesehen habe« – beziehungsweise: was er eben nicht sehen konnte.

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Denn bei der Abendveranstaltung »hat man in der Kurve noch höchstens einen der drei anderen Fahrer gesehen. Ich habe den Verantwortlichen schon beim Training gesagt, dass das Licht zu schwach ist. Aber die haben ja nicht mal die kaputten Birnen ausgetauscht – angeblich, weil es dafür keinen Ersatz mehr gibt« schimpft der 43-Jährige.

Daher beendete er bereits nach seinem ersten Lauf seinen Auftritt und kam mit 0 Punkten auf Rang 17 der WM-Challenge. Damit muss er darauf hoffen, dass der Weltverband FIM ihm eine permanente WM-Wildcard gibt. Ob dies für den seit Jahren erfolgreichsten deutschen Piloten auch klappt, ist noch offen.

Gute Hoffnungen darf sich in dieser Hinsicht Stefan Pletschacher vom MSC Ruhpolding machen: Er erkämpfte den 14. Platz. Da die Piloten bis Platz 9 bereits einen WM-Startplatz sicher haben, ist er immerhin der fünftbeste Kandidat in der Hoffnung auf einen der sechs Wildcard-Plätze.

Einen ausführlichen Bericht zur WM-Qualifikation in Strömsund finden Sie in der Montagsausgabe des Traunsteiner Tagblatts. who