Wird die Hinrunde überhaupt gestartet?

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SBC-Tormann Richard Engel bereitet sich derzeit mit seinem Team auf die neue Spielzeit vor. Ob und wann die Handballer aber loslegen dürfen, steht noch in den Sternen. (Foto: Seidl)

Die Handballer des SB Chiemgau Traunstein befinden sich seit Mitte Juli bereits in der Vorbereitung auf die neue Saison. Doch noch ist unklar, ob diese überhaupt stattfinden kann.


Momentan lässt Trainer Martin Brunner hauptsächlich im Freien auf Hartplätzen trainieren. Seit August geht es aber auch einmal in der Woche in die Halle der Ludwig-Thoma-Schule zum Training. Die großen Sporthallen in Traunstein (CHG, AKG, Landkreishalle) sind nach wie vor gesperrt.

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Seitens der Politik gibt es auch noch immer keine Freigabe des Wettkampfbetriebs für Hallensportarten. Aufgrund der derzeitigen Lage mit vielen Corona-Neuinfektionen verdichten sich auch immer mehr die Anzeichen, dass sich das auch in den nächsten Wochen nicht ändern wird.

Das bedeutet, dass der Starttermin mit dem 3./4. Oktober stark gefährdet ist. Das erste Pflichtspiel in der Bezirksoberliga für den SBC ist aktuell für den 3. Oktober angesetzt. Der Aufsteiger würde dann daheim gegen den SV München-Laim antreten.

Zurzeit werden in den Handball-Landesverbänden gerade zwei Alternativen diskutiert, wenn man nicht wie geplant starten kann. Zum einen könnte der Start um zwei Wochen nach hinten verschoben werden und die zwei ausgefallenen Spiele zum Saisonende nachgeholt werden. Zum anderen könnte die komplette Vorrunde gestrichen werden und man würde nur noch die Rückrunde in 2021 spielen.

Wenn die Wettkampffreigabe nicht spätestens Mitte September erfolgt, wird aus Sicht des Bayerischen Handballverbands eine Verschiebung der Meisterschaft um nur zwei Wochen außer einem weiteren organisatorischen Mehraufwand nichts bringen. Daher würde es der Verband eher begrüßen, nur eine Einfachrunde zu spielen.

Die Vereine hätten dann genügend Zeit, wieder in ihren regelmäßigen Trainingsbetrieb überzugehen. Zudem könnten sie in den reservierten Hallenzeiten dann auch erst einmal Testspiele, wenn diese wieder erlaubt sind, unter den vom Halleneigner vorgegebenen Hygienerichtlinien durchführen. Konkret würde das für den SB Chiemgau dann bedeuten, dass man erst am 16. Januar in Grafing zu einem Pflichtspiel antreten müsste und insgesamt nur noch 13 Spiele auszutragen hätte.

Alles in allem sind das freilich keine guten Nachrichten für den Handballsport und alle anderen Hallensportarten. Eine Abwicklung der Spiele ohne Publikum, welches bei der Handball-Bundesliga durchaus in Erwägung gezogen wird, ist für den Amateursport ebenfalls keine Option.

Die Traunsteiner Handballer werden zunächst jetzt einmal weiter trainieren und es gilt abzuwarten, wie es weitergeht. Beim SBC spielt man in diesem Jahr übrigens auch wieder mit dem Gedanken eine Zweite Mannschaft an den Start zu bringen, denn einige Spieler sind aktuell im Studium und können deshalb nur sehr sporadisch an den Trainings teilnehmen. Zumindest bleibt der Spielerkader zusammen und alle Leistungsträger sind weiterhin an Bord. sn

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