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Wird der Eisspeedway-Weltmeister 2021 in Inzell gekürt?

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Begeisternde Rennen vor großer Kulisse – wie hier im Jahr 2019 – erhofft sich die LG Südbayern auch für 2021 wieder in der Inzeller Max-Aicher-Arena. (Foto: Weitz)

Ein harter Schlag war für die Landesgruppe Südbayern des DMV die kurzfristige Absage der Eisspeedway-Rennen in Inzell Mitte März – doch nun herrscht wieder vorsichtiger Optimismus. Zumindest steht schon der Termin für die nächsten Eisspeedway-Veranstaltungen in Inzell: Vom 12. bis 14. März 2021 soll es in der Max-Aicher-Arena wieder rund gehen.


Dabei soll – wie in diesem Jahr geplant – das Legenden-Rennen zu Ehren von Günther Bauer am Freitag das Geschehen auf dem Eis bestimmen. An den folgenden beiden Tagen sollen dann Läufe der Einzel-Weltmeisterschaft ausgefahren – und im Idealfall in Inzell schon der Weltmeister gekürt werden.

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Unter dem Motto »Bahnsportfamilie – gemeinsam in die Zukunft« hatte die Landesgruppe – eine Vereinigung zahlreicher heimischer Motorsportclubs, die ihren Sitz in Inzell hat – die Fans darum gebeten, »Schadensbegrenzung« zu betreiben.

Dies klappte. Denn das Angebot der Landesgruppe, die für 2020 erworbenen Karten gegen Tickets von 2021 zu tauschen, wurde »von gut zwei Drittel der Beteiligten wahrgenommen«, bestätigt Kai Schmiedeknecht, der Vorstandsvorsitzende der LG. »Wir haben ein großes Stammpublikum, und von den Sitzplatzkarten wurden nur wenige zurückgegeben«, berichtet er. Schließlich seien diese Karten sehr begehrt. Wenn der Vorverkauf (meist ab August) starte, seien diese Plätze »meist innerhalb eines Monats praktisch ausverkauft.« Eher seien Rückgaben durch Busunternehmen erfolgt, die die weiter entfernt wohnenden Fans nach Inzell bringen – und daher häufig pauschale Reservierungen vornehmen.

So fielen »nur« für gut ein Drittel der verkauften Karten Rückzahlungen an. Hätte man dagegen für alle Karten sofort das erhaltene Geld zurückgeben müssen, wäre das heikel geworden. Zumal ja auch schon Geld für Organisation und erste Aufbauten ausgegeben worden war. Nun hat man einen guten Teil des eingenommenen Geldes zunächst einmal zur Verfügung – muss damit aber gut haushalten. Denn im nächsten Jahr kann man nur noch Erlöse aus den dann noch verfügbaren Tickets erzielen.

Die Absage habe »schon ein Loch gerissen. Schließlich hatten wir schon gewisse Einnahmen für unsere anderen Aufgaben eingerechnet«, erläutert Schmiedeknecht. Er weiß: »Wir müssen jetzt sparen. Aber wenn wir 2021 ähnlich viele Zuschauer haben, wie das bisher der Fall war, dann ist das ganz positiv«, hofft er.

Dann könne man für den Zeitraum dieser zwei Jahre ungefähr mit einem ausgeglichenen Ergebnis aus der Sache herauskommen. Und das Motto der »Bahnsportfamilie« hätten auch die Vereine verinnerlicht: »Viele helfen uns derzeit so gut wie möglich, damit wir das gemeinsam stemmen können.«

Die Landesgruppe zeigt sich übrigens auch fanfreundlich: Da nicht alle Kartenbesitzer (Sitzplätze) - bzw. -Reservierer (Stehplätze) sich zur gesetzten Frist gemeldet hatten, wurde die Frist von der LG etwas verlängert.

Derzeit arbeitet man in der Landesgruppe vor allem mit Videokonferenzen und per Mail. Dabei geht es auch darum, ob noch Veranstaltungen der LG in diesem Jahr möglich sind. Das EM-Finale (Speedway-Seitenwagen), das im September stattfinden sollte, sei noch »ziemlich offen«. Vor allem aber hofft man in der Landesgruppe noch, die Kartveranstaltungen für den Nachwuchs zumindest teilweise noch anbieten zu können. Schließlich sitzen hier die Teilnehmer ja einzeln in ihren Fahrzeugen, es gibt keine internationalen Teilnehmer und die Läufe sind regional begrenzt.

Da das Eisspeedway ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung der LG ist, stehen nun natürlich auch schon die Planungen für 2021 an. Erfreulich: »Die meisten Fahrer, die heuer für das Legenden-Rennen zugesagt hatten, haben auch jetzt schon eingeplant, im nächsten Jahr zu kommen.« Dann hoffen die Veranstalter, »dass wir auch wieder Rennen der Einzel-WM anbieten können.« Denn diese seien den Fans lieber als beispielsweise die Team-WM, »auch wenn es für uns als Veranstalter trotzdem ordentlich lief, weil da ja nicht für jeden Tag Extra-Preisgelder anfallen«, erinnert er sich an die Titelkämpfe 2017 in Inzell.

So spekuliert man sogar darauf, dass die Mannschafts-WM 2021 zum Saisonfinale Ende März/Anfang April in Heerenveen (Niederlande) stattfinden könnte. In diesem Jahr hatten sich in Berlin Hans Weber (Schliersee), Max Niedermaier (Edling) und der für den MSC Teisendorf fahrende Markus Jell (Altfraunhofen) ja WM-Bronze geholt.

»Wir haben da schon Gespräche mit anderen Veranstaltern geführt – die Niederländer haben sich bisher in Sachen Team-WM immer herausgehalten«, weiß der LG-Vorsitzende. Aber nun sollten diese auch einmal die Mannschafts-Wettkämpfe veranstalten. Mit einem klaren Vorteil für Inzell: Dann wären die GP-Rennen in der Max-Aicher-Arena die letzten der Saison – das heißt, der Weltmeister würde hier gekürt. Das wäre ein zusätzlicher Anreiz für die Fans. Und auch ein besonderer Lohn für die Anstrengungen aller Beteiligten in der Landesgruppe ... who

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