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»Wir wollen unseren Vorsprung vergrößern«

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So will er mit seinen Teamkollegen den Gegner versetzen: Fridolfings Johannes Wagner, der dem TSV nun wieder zur Verfügung steht. (Foto: Butzhammer)

Kann sich der SB Chiemgau Traunstein II an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisklasse IV weiter absetzen? Dies ist die Frage vor dem 22. Spieltag der Liga. Denn Verfolger SC Inzell (2./40 Punkte) ist diesmal spielfrei, der SV Oberteisendorf (3./37) steht am heutigen Freitag in Piding bereits vor einer hohen Hürde.


Denn die ASV-Fußballer haben in neun Heimspielen schon 19 Zähler geholt. Zudem sind sie durch das Hinspiel besonders motiviert: Da gab es eine bittere 0:5-Pleite bei den Schützlingen von Andreas Horner. Horner musste zuletzt mit dem SVO beim 2:2 gegen Fridolfing in der 93. Minute noch den Ausgleich hinnehmen. Daher wäre nun für den SVO ein Auswärtssieg wichtig, um zumindest im Rennen um Rang 2 zu bleiben. Schließlich hat man nach der Partie in Piding nur noch drei Möglichkeiten, Punkte zu holen (Laufen/H; Bad Reichenhall/A und SBC II/H), weil man am nächsten Wochenende spielfrei ist.

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Der SB Chiemgau Traunstein II (1./42) hat jedoch nicht nur zum Saisonfinale beim SVO, sondern auch am 19. Mai in Inzell zwei Auswärtspartien bei direkten Konkurrenten vor sich. So gilt es, den Vorsprung nicht leichtfertig in den drei noch ausstehenden Heimspielen gegen den ASV Grassau (Samstag, 15 Uhr), SV Kirchanschöring (11. Mai) und Berchtesgaden (26. Mai) zu gefährden.

Das sieht auch Trainer Gerry Straßhofer so: »Wir haben das mit Abstand schwierigste Restprogramm«, mahnt er – und stellt zugleich klar: »Wir scheuen das aber nicht.«

»Grassau vor allem bei Standards gefährlich«

Vor Gegner Grassau »sind wir gewarnt, die sind vor allem bei Standards gefährlich. Aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir wollen natürlich einen Sieg, aber wir werden dafür viel arbeiten müssen«, weiß er. Doch seine Spieler hätten »in dieser Woche im Training richtig Gas gegeben«, und da auch der Kader praktisch vollzählig sei, seien die Voraussetzungen gut. Lediglich Außenverteidiger Andreas Stankov (zurück nach Bulgarien) stehe nun nicht mehr zur Verfügung. Dafür konnte Michael Reis in dieser Woche schon im Mannschaftstraining mitmischen, wird diesmal aber noch nicht von Beginn an auflaufen. Dass der SC Inzell diesmal spielfrei sei, »wollen wir natürlich ausnutzen, um unseren Vorsprung zu vergrößern. Denn die Inzeller sind heiß darauf, uns noch einzuholen. Ich freue mich schon auf den Showdown in Inzell«, so Straßhofer.

Zwei weitere Partien stehen am morgigen Samstag ebenfalls ab 15 Uhr auf dem Programm. Der TSV Fridolfing empfängt den noch nicht ganz gesicherten SC Anger, der SV Laufen hat den SV Kirchanschöring II zu Gast.

Fridolfing (5./28) knöpfte ja zuletzt dem SBC I und dem SV Oberteisendorf insgesamt vier Zähler ab. »Das ist eine erfreuliche Bilanz, aber wir dürfen den SC Anger nicht auf die leichte Schulter nehmen«, mahnt Trainer Bernhard Zeif. Der zuletzt beim SVO verletzt ausgewechselte Christian Heinrich (Oberschenkel) – der bereits 13. Saisontore markiert hat – fällt definitiv aus. Ein dickes Fragezeichen stehe noch hinter dem Einsatz von Alex Deubzer (Leiste), so Zeif, »dafür sind Johannes Wagner und Lucas Aicher im Vergleich zur Vorwoche wieder dabei.« Ziel der Fridolfinger sei es, »konzentriert an die letzten Aufgaben heranzugehen.«

Das wird gegen den SC Anger (9./22) auch nötig sein, der sich im Nachholspiel mit einem 5:3-Erfolg über den TSV Bad Reichenhall etwas von der Abstiegszone abgesetzt hat. Zwar haben die Angerer auswärts (0-4-5) noch nicht viel erreicht, »aber sie werden sicherlich etwas Zählbares mitnehmen wollen, um sich weiter vom Relegationsplatz zu entfernen«, so Zeif.

Sogar einen Zähler hinter dem Relegationsplatz liegt derzeit der SV Kirchanschöring II (12./15), der beim SV Laufen (4./30) zu Gast ist. Im »kleinen Derby« wird Trainerfuchs Hermann Lindner »für den SV Laufen nicht nur die richtige Aufstellung, sondern auch die richtige Einstellung finden müssen«, weiß SVL-Pressesprecher Christian Schmidbauer. Im Hinblick auf die vergangenen Auftritte des SVK II mahnt er: »Es ist augenscheinlich, dass der SV Kirchanschöring um jedes Tor und jeden Punkt kämpfen und dem SV Laufen sicherlich einiges abverlangen wird.«

Zwei Abstiegskandidaten haben am Sonntag Heimrecht. Um 14 Uhr versucht der auf dem Relegationsplatz angesiedelte SV Leobendorf (11./16), im neunten Heimspiel endlich den zweiten Dreier vor eigenem Publikum einzufahren. Gleichzeitig möchte man sich gegen den fast schon gesicherten TSV Berchtesgaden (8./23) auch für die 2:5-Pleite im Hinspiel revanchieren.

Heimstärke und Moral lassen Gastgeber hoffen

Nicht nur der Revanche wegen (1:4 im Hinspiel) will der TSV Bad Reichenhall (13./15) dann am Sonntag um 17 Uhr einen Dreier gegen den FC Bischofswiesen (7./25) einfahren. Gerade nach den zwei Auswärtsniederlagen innerhalb weniger Tage bei den direkten Konkurrenten Grassau und Anger brauchen die Kurstädter dringend Punktezuwachs. Hoffnung auf den ersten Sieg in der Rückrunde macht die passable Heimbilanz (3-4-2). Ein Sieg wäre auch deshalb wichtig, weil die letzten zwei Heimspiele (gegen Inzell und SVO) gegen absolute Topteams ausgetragne werden und die Auswärtsschwäche (0-2-8) auch auf Siege in Berchtesgaden und Piding kaum Hoffnung macht. Fehlen wird auf jeden Fall Georg Hocheder, der beim 3:5 in Anger schon in der 11. Minute mit Rot vom Feld musste. Dass man dennoch nach einem 0:4-Rückstand in Unterzahl noch herankam, beweist aber die Moral der Bad Reichenhaller – das könnte eine Trumpfkarte im Abstiegskampf sein. who