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»Wir wollen rauf – das ist völlig klar«

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Mit 4:3 hat der ESV Freilassing in der Verlängerung das Relegationsspiel zur Fußball-Landesliga beim SV Schalding-Heining II gewonnen. Bereits ein Remis hätte den Grenzstädtern aufgrund der Auswärtstore-Regel zum Aufrücken gereicht. Andi Brandl, Schütze des vierten Freilassinger Treffers in der letzten Minute der Verlängerung und Pressesprecher der »Eisenbahner«, stand der Sportredaktion vor der entscheidenden Runde gegen den TuS Pfarrkirchen (Hinspiel heute um 18.30 Uhr in Niederbayern/Rückspiel am Donnerstag in Freilassing, 18.30 Uhr) Rede und Antwort.


Andi, schildere uns doch kurz deinen Treffer gegen Schalding?

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Albert Deiter ist auf den letzten Verteidiger zugelaufen, als Schalding total aufgemacht hat. Dann hat er den Ball schön rübergelegt und ich hab’ ihn allein vor dem Torwart nur noch halbhoch ins Netz lupfen müssen. Dann war sofort Schluss, und man kann sich vorstellen, was los war.

Jetzt seid ihr nur noch zwei Spiele von der Landesliga entfernt.

Und wir wollen auch rauf – das ist völlig klar. Auch wenn wir keinen Druck haben, dass wir aufsteigen müssen. Wir sind jetzt aber so nah dran, dass wir alles geben werden, um es zu schaffen. Die Schaldinger Seite haben zugegeben, dass wir aufgrund der Mehrzahl an Torchancen in Hin- und Rückspiel verdient weitergekommen sind.

Die Pfarrkirchner werden sicher eine harte Nuss. Sie haben immerhin den Landesliga-Qualifikanten FC Vilshofen ausgeschaltet. Ihr Topstürmer Felix Würzinger hat in 20 Einsätzen 27 Tore gemacht.

Vor Würzinger haben uns auch die Schaldinger eindringlich gewarnt. Aber wir haben den Schaldinger Sebastian List auch sehr gut eingebremst, und der hat auch 27 Saisontreffer erzielt. Unsere Defensivleute haben ihre Sache hervorragend gemacht. Ich denke, die werden auch gegen Würzinger nicht schlecht aussehen.

Nach nur knapp zwei Tagen Pause müsst ihr jetzt in Pfarrkirchen gegen eine ausgeruhte Mannschaft ran – ist das noch ein fairer Wettbewerb?

Die Pfarrkirchner können nichts fürs Hochwasser – insofern nehmen wir es wie es kommt. Jammern nützt nichts. Wir werden auf alle Fälle versuchen, mindestens ein Auswärtstor zu erzielen, dann können wir unseren Fans und den Zuschauern in der Region hoffentlich ein interessantes Rückspiel bieten.

Wie schaut’s personell aus?

Unser Kader ist unverändert. Es fehlt Petrit Nika, der im Urlaub weilt. Ich hoffe, dass Martin Poschner, der zuletzt verletzt raus musste, wieder fit wird.

Stehen schon Zu- oder Abgänge für die neue Saison fest?

Es wird sich in beide Richtungen etwas tun. Aber Namen möchten wir erst nennen, wenn die Relegation gelaufen ist, damit keine unnötige Unruhe reinkommt.

Letzte Frage: Hat man bei eurem Gastspiel in Schalding – das ist ein Passauer Stadtteil – die Folgen der Hochwasser-Katastrophe gespürt?

Fast gar nicht. Ein Teil des Geldes, das die Schaldinger für Speisen und Getränke eingenommen haben, fließt den Flutopfern zu. Ansonsten war alles ganz normal – außer, dass der Rasen des Stadions nicht ganz den Ansprüchen eines Regionalliga-Aufsteigers entspricht. Der war verdammt hart. cs