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»Wir wollen mit allen Mitteln Meister werden«

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Den Gegnern endgültig davonlaufen: Das wollen die Spieler des SV Seeon/Seebruck, die sich an diesem Sonntag vorzeitig den Meistertitel in der Kreisklasse Gruppe I sichern könnten. In dieser Szene versetzt Michael Gernhäuser seine Gegenspieler Sezer Sahintürk (links) und Mehmet Bolat vom Tabellenvierten SV Türkspor Rosenheim. (Foto: Weitz)

Schaffen gleich zwei heimische Mannschaften aus der Fußball-Kreisklasse Gruppe I den Aufstieg in die Kreisliga? Die Chancen stehen nicht schlecht: Am 25. und damit vorletzten Spieltag der Saison könnte sich der SV Seeon/Seebruck (1./51 Punkte) mit einem Sieg vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg sichern, der ASV Grassau (2./47) wäre im Falle eines Erfolges sicher Tabellenzweiter und damit in der Aufstiegsrelegation.


Ebenfalls auf die Relegation – allerdings im Kampf um den Klassenerhalt – muss der TSV Grabenstätt (12./18) hoffen: Der direkte Klassenerhalt ist bei fünf Zählern Rückstand auf den rettenden 10. Platz (ESV Rosenheim) eher utopisch, doch es droht noch der direkte Abstieg. Schlusslicht ASV Au II (13./17) ist schließlich nur einen Zähler hinter den Chiemseern angesiedelt.

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Daher brauchen die Grabenstätter in ihrer schweren Partie am Sonntag (15 Uhr) gegen den eminent starken SV Türkspor Rosenheim (4./41) möglichst einen Sieg, um ihre Chancen zu wahren. Schützenhilfe könnte den Grabenstättern der TSV Bernau (6./31) leisten, der am Sonntag im einzigen 13-Uhr-Spiel beim ASV Au II gastiert. Alle anderen Partien finden am Sonntag um 15 Uhr statt. Am letzten Spieltag müssen die Grabenstätter dann beim ESV Rosenheim (10./23) antreten, der ASV Au II ist in Grassau zu Gast.

Bereits an diesem Sonntag (15 Uhr) will der SV Seeon/Seebruck im eigenen Stadion mit einem Erfolg gegen den noch gefährdeten SC Frasdorf den Titelgewinn perfekt machen. »Wir wollen mit allen Mitteln Meister werden, die Frasdorfer allerdings brauchen noch Punkte, um den Abstieg zu vermeiden. Wir alle wissen, um was es geht – das ist genau das, was wir uns erarbeiten wollten«, so SVS-Trainer Ralf Rößler, der beim ersten »Matchball« für den SVS wieder auf seinen bewährten Kader bauen kann.

Ihm ist klar: Nach zwei überzeugenden Siegen sind seine Schützlinge diesmal natürlich Favorit. Insgesamt gab es zuletzt sogar vier Siege in Folge, das Hinspiel in Frasdorf wurde knapp aber verdient mit 1:0 gewonnen. Nach sieben Jahren in der Kreisklasse steht nun der Kreisliga-Aufstieg vor der Tür. »Für uns alle wäre dies nun der Wahnsinn«, so Pressesprecher Thomas Donhauser.

Vorfreude herrscht auch beim ASV Grassau: Die Schützlinge von Trainer Viktor Gruber haben vier Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten SV Riedering und wollen sich ihren zweiten Tabellenplatz nicht mehr nehmen lassen.

Allerdings wartet diesmal eine sehr schwere Auswärtsaufgabe auf die Grassauer: Am Sonntag um 15 Uhr treten sie beim ASV Eggstätt an. Der starke Aufsteiger rangiert auf einem gesicherten Mittelfeldplatz (7.) und zeigte sich bisher durchaus heimstark.

Aber für die Achentaler gilt: »Wir gehen schon mit einer besonderen Motivation in das Spiel« meinte Grassaus Mittelfeldstratege Tobias Hörterer.

Die Hausherren haben in Thomas Bienert (7 Tore) und Maximilian Jaworek (6) ihre gefährlichsten Offensivkräfte. Der ASV Grassau setzt auf seine besonderen Qualitäten im Offensivbereich. Das torgefährlichste Team der Liga baut hier wieder besonders auf Dajan Pajic, der bisher bereits 23 Saisontreffer erzielte. Aber auch wenn die schnellen Außen, Christian Kreuz und Sam Diokhane richtig in Szene gesetzt werden, kann es für den ASV Eggstätt extrem gefährlich werden. Grassaus Trainer Viktor Gruber wird dieses Mal versuchen, im Gegensatz zum 4:4 in Bernau seine Abwehrreihe wieder zu festigen. Aber einen Gregor Jell – wie ihn ja der TSV Bernau in seinen Reihen hat – hat ja nicht jedes Kreisklassenteam.

So geht Gruber zuversichtlich in die Partie, in der er notfalls auch mit einem Remis zufrieden wäre – dann könnte man sich am letzten Spieltag mit einem Heimsieg in jedem Fall den zweiten Platz und die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation sichern. who