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»Wir werden wieder volle Pulle spielen«

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Er gehört zu den SVK-Spielern, die in dieser Saison eine hohe Anzahl an Einsätzen aufweisen: Özgur Kart (rechts), den hier der Dachauer Franz Hübl mit unfairen Mitteln zu bremsen versucht. (Foto: Butzhammer)

Bis vor einer Woche war der ASV Neumarkt in der Fußball-Bayernliga Süd noch ungeschlagen, ehe ein 0:2 im Oberpfalz-Derby bei der DJK Vilzing folgte. Nun darf man gespannt sein, ob diese Niederlage die Truppe von Trainer Dominik Haußner – nicht zu verwechseln mit dem Kirchanschöringer Ex-Coach Dominik Hausner – verunsichert hat. Das könnte den Gelb-Schwarzen nämlich nur recht sein, denn sie müssen am morgigen Samstag (14 Uhr/Sportanlage am Deininger Weg) beim ASV Farbe bekennen.


Nach vier Punkten aus den jüngsten beiden Auftritten (2:0 beim FC Ismaning, 1:1 gegen TSV Dachau) wollen die Kirchanschöringer ihren kleinen Lauf fortsetzen und auch beim Tabellenvierten bestehen. Das dürfte jedoch nicht ganz leicht werden, denn die Neumarkter weisen mit nur zehn Gegentreffern in neun Spielen gemeinsam mit dem Regionalliga-Zwangsabsteiger TSV 1860 München II die stabilste Hintermannschaft der Liga auf.

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Zum Vergleich: SVK-Schlussmann Lu Hoyer musste das Leder in 10 Partien 20 Mal aus seinem Netz holen. Nicht nur deshalb zeigt Gäste-Spielertrainer Yunus Karayün großen Respekt vor dem ASV. Er spricht nicht nur von einer »langen Auswärtsfahrt«, sondern vor allem auch von einem »sehr gut gestarteten Bayernligisten«. Die Punkteausbeute der Gastgeber zeuge von Stabilität und Qualität, betont Karayün. »Das wird ein sehr, sehr schwieriges Auswärtsspiel«, fügt er hinzu. Trotzdem werde der SVK wie in den vergangenen Wochen »wieder versuchen zu punkten«, meint der Spielertrainer. Was dann letztlich herausspringe, »müssen wir natürlich abwarten, zumal bei uns leider viele Spieler angeschlagen oder länger verletzt sind.« Er könne dennoch eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen bringen, sagt er, »und wir werden wieder volle Pulle spielen.«

Im bisherigen Saisonverlauf brachte Karayün bereits 18 Mann zum Einsatz, wobei nur Schlussmann Hoyer und Florian Hofmann alle zehn Begegnungen absolviert haben. Mit jeweils neun Einsätzen folgen Tobi Schild, Yasin Gürcan, Maximilian Vogl sowie die beiden Neuzugänge »Özi« Kart und Tobias Sandner.

Immerhin achtmal waren Kapitän Albert Eder, Bernd Eimannsberger und Maximilian Sturm im Einsatz. Doch nicht nur diese »Vielspieler«, sondern auch die weiteren Akteure des Aufgebots sind für den Verein sehr wertvoll, zumal eine Mammut-Herbstrunde mit noch unheimlich vielen Spielen und einem dichten Programm absolviert werden muss.

Trotz der Reisebelastung, die der SVK-Tross morgen wieder auf sich nehmen muss: »Diese weiten Fahrten haben auch etwas Kultiges, stärken immer wieder das Zusammengehörigkeitsgefühl«, betont der Kirchanschöringer Teammanager Michael Wengler. Er verweist darauf, dass Fans im großen Bus kostenlos dabei sein können (Treffpunkt um 9 Uhr am Vereinsheim in Kirchanschöring). Und auf der Heimreise wird dann – auch das hat schon eine gewisse Tradition – wieder das Radio aufgedreht, wenn in »Heute im Stadion« auf Bayern 1 die Endergebnisse der Bayernliga Süd verkündet werden. Sollte dann auch noch ein SVK-Sieg vermeldet werden, dann würde der Jubel im Mannschaftsbus wohl kaum zu übertreffen sein ... cs