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»Wir sind zu dumm, um zu gewinnen«

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Er erzielte in Oberstdorf zwei Tore, dennoch verlor der DEC: Thomas Plenk. (Foto: Wukits)

Für den DEC Inzell bleibt es weiter eng im Kampf um den Klassenerhalt in der Eishockey Landesliga. Aus dem geplanten Befreiungsschlag am Wochenende mit den Spielen in Burgau und Oberstdorf ist es nichts geworden. Vor allem beim 5:6 nach Penaltyschießen beim EC Oberstdorf ließen die Inzeller zwei Punkte liegen. Zuvor setzte es in Burgau eine deftige 3:8-Niederlage.


»Wir sind zu dumm, um zu gewinnen«, polterte DEC-Trainer Thomas Schwabl nach dem Spiel beim Tabellenletzten in Oberstdorf. Mit 3:0, 4:1 und 5:3 lagen seine Puckjäger in Führung. Eine Minute vor Schluss war Schwabl endgültig auf der Palme. In Überzahl wurde die Scheibe vertändelt und die Hausherren nutzten das Geschenk zum Ausgleich. Bereits zuvor luden die DEC-Akteure ihren Gegner immer wieder zum Toreschießen ein und vergaben ihrerseits zahlreiche Chancen.

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4:1-Vorsprung noch keine Vorentscheidung

Im ersten Drittel waren es Sebastian Schwabl, Matthias Meyer und Thomas Plenk, die ihren DEC bei einem Gegentreffer mit 3:1 in Führung brachten. Als im zweiten Drittel erneut Plenk traf und zum 4:1 erhöhte, schien die Partie entschieden.

Der Knackpunkt folgte kurz danach, Thomas Plenk konnte einen Penalty nicht verwandeln. »Das kommt vor«, nahm Schwabl seinen Spieler in Schutz. Nachdem Oberstdorf in der Folge auf 3:4 herankam, war es Martin Zahora, der auf 5:3 erhöhte. Doch der DEC ließ sich in der Schlussphase doch noch die Butter vom Brot nehmen und kassierte noch den 5:5-Ausgleich. Im anschließenden Penaltyschießen trafen Andi Wieser und Matthias Schwabl. Ausgerechnet Martin Zahora versiebte gleich zwei Strafschüsse, und so wurde es nichts mit dem Zusatzpunkt. »Bei uns ist an jedem Spieltag Weihnachten«, schimpfte Schwabl angesichts der Geschenke seiner Mannschaft an den Gegner.

Grund zum Schimpfen hatte er bereits nach dem Spiel in Burgau bei der 3:8-Niederlage. »Wir bekommen nur depperte Tore«, so die Aussage des Trainers. Nach einem ersten Drittel, in dem die Gäste von allen guten Geistern verlassen waren, führten die Hausherren schnell mit 4:0. Nach einer Kabinenpredigt kam der DEC besser ins Spiel und konnte durch ein Tor von Martin Zahora verkürzen. Binnen 60 Sekunden schoss Burgau die nächsten beiden Tore zum 6:1. »Beim 0:1 haben wir die große Chance und fangen einen Konter. Dann merken wir im zweiten Drittel, dass doch was gehen könnte, und wir fangen uns wieder überflüssige Gegentore ein«, ärgert sich Schwabl. Was ihn noch störte, waren die vielen überflüssigen Strafzeiten. »Auf der Strafbank gewinnst du kein Spiel«, zitiert er eine alte Eishockeyweisheit.

Unrühmlicher Höhepunkt war die Spieldauer-Disziplinarstrafe für Julian Meyer nach einer harten Attacke. Auf dem Weg in die Kabine soll er von vier Fans des ESV Burgau angegriffen worden sein. Ordner sollen laut Inzeller Sicht erst viel zu spät eingegriffen haben. Die Verantwortlichen des ESV Burgau sahen die Situation anders und sprachen von einem Zuschauer und einem schnellen Einschreiten der Ordner.

Jetzt kommen die Endspiele gegen Kempten

Einziger positiver Aspekt an diesem Wochenende: Auch die Mitkonkurrenten Kempten und Forst kassierten Niederlagen. Nun stehen für die Inzeller noch zwei Spiele auf dem Programm und die haben es in sich. Es geht zweimal gegen Mitkonkurrent Kempten. Zunächst am Sonntag (18 Uhr) in der heimischen Max-Aicher-Arena. »Das sind genau die zwei Endspiele, die ich nicht haben wollte«, meinte Schwabl abschließend.

ESV Burgau - DEC Inzell 8:3 (4:0/3:3/1:0): Tore: 1:0 (2.) Maximilian Rieß, 2:0 (14.) Tobias Zweckbronner, 3:0 (17.) Vladimir Zvornik, 4:0 (18.) Pavel Mojtek, 4:1 (21.) Martin Zahora, 5:1/6:1 (22./23.) Maximilian Rosenbaum, 6:2 (32.) Thomas Plenk, 7:2 (36.) Patrick Hau, 7:3 (37.) Martin Zahora, 8:3 (50.) Maximilian Rosenbaum. – Strafen: ESV (23+20) - DEC (29+20 Spieldauer für Julian Meyer). – Zuschauer: 170.

EC Oberstdorf - DEC Inzell 6:5 (1:3/2:1/2:1/1:0): Tore: 0:1 (3.) Sebastian Schwabl, 0:2 (10.) Matthias Meyer, 0:3 (11.) Thomas Plenk, 1:3 (19.) Florian Umbreit, 1:4 (24.) Thomas Plenk, 2:4 (31.) Markus Bauer, 3:4 (36.) Tobias Waibel, 3:5 (44.) Martin Zahora, 4:5 (53.) Christian Engler, 5:5 (58.) Christian Sauer. – Strafen: ECO (16) – DEC (12). – Zuschauer: 150. – Besondere Vorkommnisse: Thomas Plenk vergibt Penalty in der 32. Minute. Beim abschließenden Penaltyschießen vergibt Martin Zahora beide, Andi Wieser und Matthias Schwabl treffen für Inzell. SHu