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»Wir rechnen mit einem neuen Zuschauerrekord«

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Er freut sich auf den Biathlon-Weltcup im Januar 2019: Engelbert Schweiger, der Leiter der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. (Foto: Hohler)

Die Weltcup-Saison hat für die Biathleten bereits begonnen – und auch in Ruhpolding rüstet man sich wieder für den Weltcup in der Chiemgau-Arena (15. bis 20. Januar 2019). Trotz aller Anstrengungen: Die Vorfreude ist groß, denn es ist sogar ein neuer Zuschauerrekord zu erhoffen. »Wir liegen beim Vorverkauf in fast allen Bereichen um gut zehn Prozent besser als im Vorjahr«, freut sich Engelbert Schweiger. Der Leiter der Chiemgau-Arena ist zugleich Generalsekretär im Ruhpoldinger Weltcup-Organisationskomitee.


Im Vorjahr hatte man schon mit ca. 90 500 Besuchern nur knapp den bisherigen eigenen Rekord (92 000) verfehlt – heuer dürfte es mit einer neuen Bestmarke klappen, »sofern nicht kurzfristig das Wetter verrückt spielt oder andere Probleme auftauchen.«

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»Wir sind noch nicht ausverkauft«

Der Andrang ist besonders für die zwei Wochenendtage bei der Haupttribüne und der neuen Sonnentribüne sehr groß, »aber wir sind noch nicht ausverkauft«, macht Schweiger den Interessenten Mut. Zudem gibt es ja noch ausreichend Streckenkarten.

Dem großen Interesse trägt man entsprechend Rechnung: Zum einen durch einen weiter verbesserten Service für die Gäste, unter anderem bei Versorgung und sanitären Anlagen, zum zweiten durch eine erhöhte Stadionkapazität – es gibt insgesamt 27 500 statt bislang 25 000 Plätze. Davon bietet alleine die Haupttribüne 11 153 Plätze (ca. 1000 mehr als im Vorjahr), die neue Sonnentribüne noch einmal 1500 Stehplätze. Die höhere Stadionkapazität führt dazu, dass auch das Sicherheitskonzept angepasst werden musste – unter anderem in Bezug auf verbesserte Fluchtwege.

Auch die Vorverlegung des Eingangsbereiches ist Teil des Sicherheitskonzepts: Gleich nach der Unterführung der B 305 beginnt der Veranstaltungsbereich für die Zuschauer. Künftig sind also Festzelt, Langlauf-Hütte Plenk und Zirmberg-Alm ins Veranstaltungsgelände integriert – was zugleich »dazu führt, dass da mehr Platz ist, es wird alles einladender und freundlicher gestaltet.« Ein zusätzlicher Service für die Zuschauer sind auch tägliche Stadionführungen während des Weltcups.

Diese Führungen gehören zum Thema »Erschließung neuer Geschäftsfelder mit touristischen und sportlichen Angeboten.« Schließlich ist die Arena seit diesem Jahr im finanziellen Eigenbetrieb. Klar ist dabei: »Der Erfolg des Weltcups ist entscheidend für die Situation des Eigenbetriebs«, betont Schweiger, der als Stadionleiter nun »Werkleiter« des Eigenbetriebs ist. Mit dem Überschuss aus dem Weltcup 2018 hatte man zuletzt das Minus aus dem Trainingsbetrieb von Stützpunkt und Bundesleistungszentrum ausgleichen können, doch in den vorherigen Wintern war dies nicht möglich.

Für die Gäste des VIP-Zelts erfolgt der Eingang nun über das 1. Obergeschoss »und wird damit barrierefrei«, betont Schweiger. Und für die Anfahrt zur Arena gibt es – neben den bewährten Shuttlebus-Strecken – am Samstag, 19. Januar und Sonntag, 20. Januar eine zusätzliche Linie ab Siegsdorf. »Da stellt uns die Firma Brückner ihr Parkhaus zur Verfügung, das sind gut 600 Stellplätze.«

Natürlich hofft man auch auf spannende Wettkämpfe. Die Freude über das Programm mit den Sprints der Herren (Mittwoch, 16. Januar), der Damen (Donnerstag, 17. Januar), den Staffeln der Männer (Freitag, 18. Januar) und Frauen (Samstag, 19. Januar) sowie am Sonntag, 20. Januar mit den Massenstarts von Damen und Herren »ist wieder sehr attraktiv, wir sind sehr zufrieden«, so Schweiger.

Zum Rahmenprogramm gehört wieder die bewährte Eröffnungsfeier am Dienstag, 15. Januar, 19.30 Uhr im Champions-Park. Dort finden dann vom Mittwoch bis Samstag jeweils ab 19.30 Uhr auch die Siegerehrungen statt. Zudem spielt wie im vergangenen Januar die »Bayern-1-Band«.

Die Siegerehrungen und die Band sollen den Fans ebenso Freude bieten wie die sportlichen Darbietungen in der Chiemgau-Arena. »Nirgendwo ist die Nähe des Zuschauers zum Sport so gegeben wie in Ruhpolding – das macht auch die einzigartige Atmosphäre aus«, schwärmt Schweiger.

Ein Rekordergebnis beim Schneedepot

Freuen kann er sich auch darüber, dass bereits die Tribünen und das VIP-Zelt aufgebaut sind. Zudem wurden nun auch die Strecken schon mit Schnee belegt. Heuer hatte man sogar 13 121 Kubikmeter Schnee aus dem Depot des vorigen Winters zur Verfügung. »Das ist ein Rekordergebnis«, freut sich Schweiger. Und da in der kommenden Woche Kälte angesagt ist, kann man das Depot voraussichtlich durch den Einsatz der Schneekanonen – es stehen insgesamt 18 zur Verfügung – gleich wieder gut befüllen.

Denn es soll alles passen für den Weltcup im Januar. Dann darf man neben stimmungsvollen Wettkämpfen auch auf ein weiteres Rekordergebnis hoffen – nämlich bei den Zuschauerzahlen. who

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