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»Wir müssen noch mehr Charakter zeigen als sonst«

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Benjamin Kindsvater (rechts) spielt seit 2017 beim TSV 1860 München. Der Vertrag des Traunreuters beim Fußball-Drittligisten läuft jetzt in diesem Sommer aus. Er hofft darauf, dass er bei den »Löwen« bleiben kann. (Foto: Uli Gamel/VIP-Fotodienst) Foto: kolbert-press

Benjamin Kindsvater kam die Zwangspause wegen der Coronavirus-Krise gar nicht so ungelegen. Der 27 Jahre alte Profifußballer von Drittligist TSV 1860 München nutzte die Zeit, um seine Verletzung auszukurieren.


Jetzt möchte der Mittelfeldspieler wieder angreifen, wie der Traunreuter im Interview mit unserer Sportredaktion verrät. Kindsvater, der seit 2017 das Trikot der »Löwen« trägt, hofft darauf, dass die Münchner ihre Serie in der 3. Liga ausbauen können.

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Sie haben früher beim TuS Traunreut und bei Wacker Burghausen gespielt. Verfolgen Sie ab und zu noch, wie es um Ihre früheren Vereine steht?

Natürlich verfolge ich noch meine Ex-Vereine und schaue auch ab und zu auf die Ergebnisse.

Bleibt Ihnen noch Zeit, auch mal ein Spiel in Traunreut anzuschauen?

Ein Spiel würde ich gerne mal wieder sehen aber meistens spielen wir dann auch zeitgleich am Samstagnachmittag oder haben am Sonntag Training. Dann wird das natürlich ein bisschen schwierig.

Zuletzt waren Sie auch beim TSV 1860 München nur Zuschauer. Verletzungsbedingt haben Sie seit November nicht mehr gespielt und auch das Wintertrainingslager verpasst. Haben Sie die Leistenprobleme inzwischen auskuriert?

Ja, leider konnte ich lange Zeit nur zuschauen. Mich haben Anfang November meine Leisten- bzw. Hüftprobleme kurzzeitig in die Knie gezwungen. Momentan trainiere ich aber wieder voll mit und habe bis jetzt keine Probleme mehr.

Ist die Corona-Pause ein Vorteil für Sie, weil Sie nun länger Zeit haben, um wieder fit zu werden?

Ja klar, das ist der einzige Vorteil an der ganzen Situation, ich habe länger Zeit um wieder vollkommen fit zu werden.

Wie halten Sie sich momentan fit?

Wir dürfen inzwischen wieder in Kleingruppen trainieren, hier bin ich voll integriert.

Sie haben Anfang November Ihr letztes Spiel absolviert – nach dem Trainerwechsel von Daniel Bierofka zu Michael Köllner standen Sie nicht mehr im Kader. Hat der Trainerwechsel die Situation für Sie schwieriger gemacht? Was hat sich für Sie dadurch verändert?

Ich war seit November außer Gefecht und konnte erst Anfang Februar langsam wieder ins Training einsteigen, daher hat der Trainerwechsel mit meiner persönlichen Situation nichts zu tun.

Wie verlief die bisherige Saison aus Ihrer Sicht?

Anfangs kamen wir etwas schwer in die Spielzeit hinein, vor der Pause lief es dann aber sehr gut. Wir waren 14 Spiele in Folge ungeschlagen, das ist eine überragende Serie.

Was haben Sie sich für eine mögliche Restsaison vorgenommen?

Wir wollen unsere Serie fortsetzen und setzen alles daran, am besten alle möglichen elf Spiele zu gewinnen.

1860 München lebt auch von der großen Unterstützung durch seine Fans. Wie sehen Sie die Überlegungen, die Saison mit Geisterspielen fortzusetzen?

Darauf haben wir keinen Einfluss. Aber natürlich waren die Fans immer eine große Stütze, haben uns teilweise getragen. Fällt diese Unterstützung weg, müssen wir noch mehr Charakter zeigen als sonst.

Ihr Vertrag bei den »Löwen« wäre eigentlich im Juni ausgelaufen. Unabhängig von der Corona-Krise: Gibt es schon Pläne, wie und wo es für Sie nach Vertragsende weitergeht?

Mein Vertrag läuft im Sommer aus, das ist richtig. Natürlich will ich gerne bei den »Löwen« bleiben. Durch die Krise weiß aber wahrscheinlich noch keiner, wie es danach weitergeht.

Gibt es etwas, das Ihnen hilft, die Corona-Krise zu überstehen?

Ich bin froh, dass ich den Sport habe. Dadurch bekomme ich Abwechslung in den Alltag.

Jonas Müller

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