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»Wir können das als Team noch besser machen«

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Im Pulk lieferte er seinen Konkurrenten einen starken Kampf: Markus Reiterberger (vorn). Rechts ist Superbike-Neuling Stefan Bradl (Nr. 6) zu sehen. (Foto: BMW Althea)

Einen passablen Start in die Saison erwischte Markus Reiterberger beim Start der Superbike-Weltmeisterschaft. Auf dem Kurs in Phillip Island wurde der Obinger Motorradrennfahrer einmal Zwölfter und einmal Dreizehnter.


Das war zwar noch nicht ganz das erhoffte Ergebnis, aber zum Beginn der Saison geht es ja auch noch darum, überhaupt die richtige Einstellung der Maschine zu finden. Das geht Schritt für Schritt, und das Team BMW Althea Racing sowie die Piloten Reiterberger und Jordi Torres (Spanien) schafften hier schon gute Fortschritte.

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Zwölfer Startplatz für Markus Reiterberger

Von Startplatz 12 aus verlor der 22-Jährige mit seiner Startautomatik zunächst etwas Boden und kam auf Rang 14 aus der ersten Runde, direkt hinter Jordi Torres. Beide lagen zu diesem Zeitpunkt hinter dem Umsteiger aus dem Grand Prix, Stefan Bradl (Zahling) vom Red Bull Honda World Superbike Team.

Torres kam relativ schnell an Bradl vorbei, Reiterberger brauchte bis zur 10. Runde. Da war die vorausfahrende Gruppe schon enteilt, und mehr als der 12. Platz war nicht mehr drin, zumal bereits die Reifen stark nachließen.

»Ein Top-Ten-Platz wäre dringewesen, wenn ich nicht so lange in die Zweikämpfe verwickelt gewesen wäre«, bedauert der Obinger. Und kann dann doch schon wieder lachen: »Im Vergleich zum vergangenen Jahr bin ich immerhin 400 Meter weiter gekommen – da bin ich wegen eines Reifenschadens in der letzten Kurve abgeflogen ...«

Zum zweiten Lauf war die Startautomatik verbessert worden. Prompt klappte der Start gut, Reiterberger war sogar nach der ersten Runde Neunter. Doch da es noch wärmer als im ersten Lauf war, musste der Obinger reifenschonend fahren und konnte so nicht das Tempo der Spitzengruppe mitgehen.

In seiner Fünfergruppe gab es zahlreiche Führungswechsel, letztlich lag aber Reiterberger vorn auf Rang 11. Doch dann hatte er in der Schlussrunde einen kleinen Rutscher, und Joshua Brookes Australien/Yamaha) und Alex de Angelis (San Marino/Kawasaki) konnte noch vorbeifahren. So fiel der Obinger hauchdünn geschlagen auf Rang 13 zurück, was ihm noch 3 WM-Punkte einbrachte. Doch diese Szene kurz vor Rennende »ärgert mich gscheit« gibt er offen zu.

Beide Rennen gewann Kawasaki-Pilot Jonathan Rea. Im ersten Lauf setzte er sich knapp vor Chaz Davies (Aruba.it.Racing - Ducati/+ 0,042 Sekunden), Tom Sykes (Kawasaki/+ 1,050), Adrian Lowes (Yamaha Werksteam/+ 1,082) sowie Leon Camier (alle Großbritannien/MV Augusta/ + 3,002) durch. Jordi Torres (BMW Althea Racing) belegte den 7. Platz.

Tags darauf lag Rea noch knapper (+ 0,025) vor Chaz Davies, auch Marco Melandri (Italien/beide Ducati/+0,249) folgte dicht dahinter. Vierter wurde Lowes (+ 0,956) vor Xavier Fores (Spanien/Barni Racing Ducati/+ 2,320). Torres schied hier aus.

Stefan Bradl in beiden Rennen auf Rang 15

Stefan Bradl kam in beiden Rennen auf den 15. Platz. Mit der neuen Honda war der 27-Jährige schon am ersten Trainingstag in seiner schnellsten Runde eine Sekunde flotter unterwegs als bei den Testfahrten an gleicher Stelle zum Anfang dieser Woche. Sein routinierter Teamkollege Nicky Hayden (USA) kam einmal auf den 11. Platz, einmal schied er aus.

Markus Reiterberger belegt nun mit 7 WM-Punkten den 13. Rang. Das nächste WM-Rennwochenende findet vom 10. bis 12. März auf dem Chang International Circuit in Thailand statt. Und für dieses Rennen ist der 22-Jährige »zuversichtlich, dass wir das als Team noch besser machen können.« Denn eines stellte er schon nach dem ersten Lauf klar: »Platz 12 ist nicht das Ziel eines Rennfahrers ...« who