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»Wir kämpfen um jeden Punkt«

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Er dürfte an diesem Samstag einen ganz schweren Stand haben: Alexej Patalaschko, Greco-Weltergewichtler des TV Traunstein im roten, heimischen Trikot. Allerdings zeigte er in den bisherigen Saisonkämpfen eine makellose Leistung. (Foto: Wittenzellner)

»Wir kämpfen um jeden Punkt!«: Kurz und knapp bringt Traunsteins Ringer-Abteilungsleiter Hartmut Hille die Situation auf den Punkt, wenn er an den heutigen Samstag denkt.


Dann wird um 19.30 Uhr mit dem SV Siegfried Hallbergmoos das Team in der Franz-Eyrich-Halle einlaufen, das wie Traunstein sechs Begegnungen in der Bayernliga gewonnen hat.

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Und während zu Saisonbeginn alle Ringerexperten damit gerechnet hatten, dass der Bundesliga-Aussteiger durch seinen Kader mit vielen bundesligaerfahrenen Ringern umgehend zum Durchmarsch in die Oberliga ansetzen würde, hatte man den TVT ganz anders eingeschätzt. »Ein Platz im Mittelfeld« war der allgemeine Tenor. Die jungen Ringer bräuchten noch Zeit, ältere hätten ihren Leistungszenit überschritten. »Weit gefehlt, wir haben einen Kader, der praktisch kaum eine 'Schwachstelle' hat«, betont Hille und weiß, dass der Erfolg der vergangenen Begegnungen viele Namen hat.

Trotzdem ist offensichtlich, dass die Gäste aus dem Münchner Umland, die noch im April über das Für und Wider eines Bundesligarückzugs in einer enormen Zerreißprobe standen, klar die Favoritenrolle tragen.

Seien es nun Zoheir El Quarraque (55 kg Freistil, 5. Platz Europameisterschaft der Männer) – vermutlich gegen Artur Tatarinov –, Thomas Kopp (66 kg Freistil, 5. Deutsche Meisterschaft der Männer) – wohl gegen Ilja Vorobev – , oder Aldas Lukosaitis (96 kg Freistil, Litauischer Vizemeister) – voraussichtlich gegen Borislav Dobrev – überall warten nationale und internationale Spitzenathleten auf die Traunsteiner Punktegaranten.

Die Liste ließe sich um türkische Medaillengewinner und Nachwuchsringer der vorderen deutschen Spitzenklasse verlängern. Vom Papier her ist Hallbergmoos mit Vorteilen ausgestattet, auch die sechs Bayernliga-Duelle wurden fast ausnahmslos mit einem sehr hohen Ergebnis gewonnen, während der TVT oft über den Kampf zum Erfolg kam.

Und hier sieht Hille die Chancen der Traunsteiner Ringer: »Wenn man den Kampf gegen Lichtenfels oder auch zuletzt gegen Aichach ansieht, dann waren unsere Athleten im entscheidenden Moment den Tick vorne dran, der nötig war, um solch schwere Mattenduelle zu entscheiden.« Die Aktiven waren konzentriert und motiviert zu Werke gegangen.

Daneben hoffen die Traunsteiner heute natürlich auf ein »volles Haus« und die Unterstützung der Traunsteiner Zuschauer. »Wir haben ein sehr fachkundiges Publikum, das im entscheidenden Moment auch den Ringern den nötigen Rückhalt gibt.«

Den wird die Mannschaft auch brauchen, obwohl sie ohne die Bürde des »Gewinnen-müssens« auf die Matte gehen wird. Auch aus der umliegenden Region hofft Hille auf Unterstützung durch weitere Zuschauer, hat doch der TSV Trostberg einen Auswärtskampf. »Wir müssen nicht gewinnen, aber unsere Ringer werden alles dafür tun, den Samstag zu einem ringerischen Leckerbissen zu machen – und dann schauen wir einmal, wie die Punkte am Ende verteilt werden«, gibt sich der Abteilungsleiter vorsichtig optimistisch. Bereits um 18.15 Uhr stehen sich in der Schüler-Grenzland-Liga der TV Traunstein und der TSV Trostberg gegenüber. Der TVT ist hier leicht favorisiert. awi

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