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»Wir haben keine Heimphobie«

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Er nimmt mit dem SV Kirchanschöring gegen den TSV Kornburg den ersten Heimsieg ins Visier: SVK-Angreifer Manuel Jung, hier beim Schuss. (Foto: Butzhammer)

Mit bislang drei Punkten ist die Englische Woche der Fußball-Bayernliga Süd für den SV Kirchanschöring mittelprächtig bis gut verlaufen. Denn: Mit dem TSV Kottern (aktuell Fünfter) und TSV Schwaben Augsburg (Siebter) bekamen die Gelb-Schwarzen zwei richtig starke Gegner vorgesetzt.


Das in puncto Tabelle leichteste Spiel dieser Woche folgt zum Abschluss am morgigen Samstag um 14 Uhr im Stadion an der Laufener Straße, wenn der TSV Kornburg seine Visitenkarte bei der Crew von Spielertrainer Yunus Karayün abgibt. Die Mittelfranken – betreut vom Ex-Profi Herbert Heidenreich – belegen den 18. und vorletzten Rang.

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Keiner nimmt den Gegner auf die leichte Schulter

Trotzdem wird keiner im Kirchanschöringer Lager auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, die Kornburger auf die leichte Schulter zu nehmen. Einerseits deshalb, weil der SVK selbst noch ohne Heimdreier ist und zu Hause erst einmal seine Bayernliga-Tauglichkeit bestätigen muss. Andererseits, weil die TSV-Kicker ihre letzten beiden Auswärtsspiele für sich entschieden.

Faustdicke Überraschung beim TuS Holzkirchen

Lässt sich das 1:0 beim Kellerduell in Traunstein noch in die Kategorie »normales Ergebnis« einordnen, so war der Kornburger 3:1-Sieg beim aktuellen Tabellenachten TuS Holzkirchen schon eine dicke Überraschung, zumal er nach einem 0:1-Rückstand zustande kam. Als Torschütze in beiden Partien trat dabei Dominik Rohracker in Erscheinung.

Der 28-Jährige – geboren im Landkreis Altötting – spielte schon für vier verschiedene Vereine in der III. Liga (unter anderem SpVgg Unterhaching), bringt also jede Menge Profi-Erfahrung mit. »Gegen uns war er der mit Abstand beste Mann«, sagte beispielsweise Traunsteins Stadionsprecher Peter Mallmann über Rohracker.

Doch auch die Kirchanschöringer haben Respekt vor dem torgefährlichen TSV-Regisseur. Teammanager Michael Wengler: »Rohracker ist jedem Fußballfan ein Begriff. Trotzdem haben unsere Jungs nach dem Sieg in Augsburg keinen Grund, sich zu verstecken.« Das sieht auch Yunus Karayün so, wenngleich auch er warnend den Zeigefinger hebt: »Das wird kein einfaches Spiel für uns, wichtig wird sein, dass wir diesen Tabellennachbarn auf Abstand halten.«

Er und seine Jungs wollen die Begegnung auf alle Fälle »positiv gestalten«, um dann »vernünftig ins spielfreie Wochenende zu gehen«, so der SVK-Spielertrainer. »Wir wollen das genießen und aus der Ferne beobachten, wie die anderen spielen.«

Auch er freut sich auf die Partie gegen Rohracker und Co. »Es ist immer schön, wenn man auf gute Spieler aus anderen Teams trifft«, meint der SVK-Trainer, »genau das wollen und brauchen wir Fußballer!«

Neben Kapitän Albert Eder musste Karayün zuletzt in Augsburg auch noch Maximilian Vogl, Martin Söll und vor allem Stammtorhüter Lu Hoyer ersetzen, der vom Ex-Rosenheimer Dominic Zmugg gut vertreten wurde. Dass es dennoch zu einem Dreier reichte, ist auch der Tatsache zuzuschreiben, dass es in der Mannschaft stimmt.

»Dafür tun wir auch viel«, verrät Wengler, »nach dem Sieg bei den Schwaben hat zum Beispiel Fredy Plank die Jungs mit einer super Lasagne verwöhnt – das sind alles Dinge, die den Zusammenhalt innerhalb des Teams stärken.« Er sei übrigens überzeugt davon, »dass wir keine Heimphobie haben und auch nicht mit schlotternden Knien auflaufen werden.« Auch wenn es auswärts derzeit eben weitaus besser läuft: Der SVK ist Zweiter der Bayernliga-Auswärtstabelle. cs

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