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»Wir haben hier sehr gute Leute«

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Biathletin Maren Hammerschmidt hat in dieser Saison den Durchbruch geschafft. Dabei wollte sie vor zwei Jahren schon beinahe mit dem Leistungssport aufhören. (Foto: Wukits)

»Wenn du nicht am Limit bist, dann bist du zu langsam«, das ist das Erfolgsgeheimnis von Biathletin Maren Hammerschmidt. Die 26-Jährige lebt seit knapp sechs Jahren in Ruhpolding, in dieser Saison hat sie den internationalen Durchbruch geschafft. Jeweils ein zweiter Platz im Sprint und der Verfolgung beim Weltcup in Hochfilzen brachte ihr die vorzeitige WM-Nominierung für Oslo ein. »Wenn mir das vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dann hätte ich das nicht geglaubt«, gibt sie lachend zu und meint: »Geliebäugelt habe ich schon immer damit.«


Dabei ist sie vor zwei Jahren nahe dran gewesen, mit dem Biathlon Schluss zu machen – so wie ihre Zwillingsschwester Janin. Letztendlich verlor Maren aber nie den Glauben an ihre Fähigkeiten. Die Wende zum Guten kam auch mit ihrem Trainer Tobias Reiter. »Er ist der fast perfekte Trainer. Vor einem Jahr haben wir geschaut, was kann ich, was kann er mir beibringen? In dem Schnupperjahr haben wir ausgelotet, was wir alles machen müssen.« Es scheint sich gelohnt zu haben.

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Gute Erinnerungen an die Chiemgau-Arena

Maren Hammerschmidt hat in diesem Winter bewiesen, dass sie ein fester Bestandteil des Weltcup-Teams ist. Bereits im Sommer hat sie gemerkt, dass sie besser drauf ist und mit der Trainingsgruppe am Stützpunkt Ruhpolding mithalten kann. »Wir haben hier sehr gute Leute und das hat mir ein gutes Gefühl gegeben.«

Angefangen hat sie mit dem Biathlon in Winterberg, dem größten Skigebiet im Sauerland. Irgendwann ist der Entschluss gereift, nach Ruhpolding zu ziehen. An die Chiemgau-Arena hat sie gute Erinnerungen, schließlich ist sie dort bei der Junioren-Weltmeisterschaft zweimal ganz oben auf dem Stockerl gelandet. »Ich habe mich schnell akklimatisiert und viele Freunde gefunden. Ruhpolding ist immer schon meine erste Wahl gewesen, ich mag Bayern.«

Was das Training betrifft, hat sich Maren Hammerschmidt umstellen müssen. Ihr damaliger Trainer in Winterberg hat immer alles ausführlich erklärt. »In Ruhpolding ist man nicht die einzige Athletin, da gilt die Linie des Trainers, sonst ist ein richtiges Training unmöglich.« Trotzdem hinterfragt sie Maßnahmen, wenn mal was nicht passt. »Ich will schon wissen, warum ich was mache. Aber da ist der Tobi Reiter ganz offen und entspannt«, verrät Hammerschmidt.

Die kommende WM Anfang März hat sie noch nicht so intensiv auf dem Schirm. Allerdings je näher die Abreise kommt, umso mehr kribbelt es. »Ich will da nicht nur hinfahren, sondern auch was erreichen. Warum soll es nicht klappen?«, meint sie selbstbewusst. Hammerschmidt denkt von Rennen zu Rennen und will sich schrittweise weiter verbessern. Trotzdem hat sie die Olympischen Spiele 2018 bereits ein wenig im Hinterkopf.

26-Jährige setzt sich für den Tierschutz ein

Neben dem Biathlon hat die Wahl-Ruhpoldingerin eine zweite Leidenschaft. Seit Jahren ist sie zusammen mit ihrer Schwester im Tierschutz aktiv. Nach der Saison will sie nach Rumänien fahren und will sich dort um die Streunerhunde kümmern. Diese Hunde werden in Rumänien gnadenlos getötet. Deswegen muss ein Urlaub mit Sonne, Strand und Meer erst einmal hinten anstehen. »Das ist mir und meiner Schwester sehr wichtig«, sagt sie. So hat sie zusammen mit Langläuferin Denis Hermann auch fünf kleine Wurfkatzen aufgezogen.

In der WG mit Biathletin Vanessa Hinz sucht man ein Haustier jedoch vergeblich. »Dafür sind wir zu viel unterwegs. Nach dem Sport werde ich mir aber mit Sicherheit Tiere zulegen«, verrät sie. Derzeit hat der Biathlon aber Vorrang und möglicherweise gilt es nach der Weltmeisterschaft in Oslo, die eine oder andere Medaille im Hause Hammerschmidt zu pflegen. SHu