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»Wir bekommen alle Wünsche erfüllt«

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Das große Talent und sein Trainer: Von Petr Paschenko (links) verspricht sich Ricco Groß sehr viel für die Zukunft. (Foto: Wukits)

Reger Betrieb herrscht in dieser Woche in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. Dominierende Sprache ist aktuell Russisch. Russlands Herren-Nationalmannschaft ist auf Lehrgang mit Cheftrainer Ricco Groß. Der 45-Jährige kann auf seiner Hausstrecke wieder auf beste Bedingungen zurückgreifen. »Wir bekommen alle Wünsche erfüllt und fühlen uns sehr wohl. Dankeschön dafür an die Stadionleitung«, so der neunfache Weltmeister, der momentan mitten in der Saisonvorbereitung steckt. Untergebracht sind die acht Sportler samt Betreuer im Kia-Topsport-Hotel in Inzell.


Die Vorbereitung findet überwiegend in Mitteleuropa statt und das hat auch seinen Grund: der ist die ständige Diskussion um das Thema Doping, das auch an den russischen Biathleten nicht spurlos vorübergeht. »In Deutschland, Österreich, Italien oder Norwegen sind wir für die Kontrolleure ständig erreichbar. Aus dem Ausland nach Russland zu kommen, ist offensichtlich schwierig«, erklärt Groß und fügt hinzu: »So sind wir jederzeit erreichbar.«

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Klare Linie gegen das Doping

Seiner Devise »wer dopt, der fliegt«, will er ebenfalls treu bleiben. Die Schlagzeilen über die Leichtathleten aus Russland sind natürlich auch Thema. »Das ist schon schlimm, so etwas zu hören. Aber es darf nicht in einen Generalverdacht ausarten.«

Der viermalige Olympiasieger ist nunmehr ein gutes Jahr Trainer der russischen Männer. Sein Ziel ist es nach wie vor, eine schlagkräftige Truppe für die Olympischen Spiele 2018 zu bilden. »Der Job macht viel Spaß, wir sind im Laufe der Zeit zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen«, freut er sich.

Im vergangenen Winter waren seine Schützlinge mit Top-Platzierungen in den Weltcup gestartet. Ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft in Oslo blieben die Medaillen aber aus. »Die Form im Laufen hat da auch gestimmt, aber die Scheiben sind nicht so gefallen, wie wir uns das vorgestellt haben. Da sind es halt keine Podiumsplätze geworden, sondern 'nur' gute Top-10-Plätze«, so Groß.

Berichte »hat man mir schon übersetzt«

Natürlich hat sich der Ruhpoldinger mit kritischen Presseberichten nach der WM befassen müssen. »Das ist nicht anders als in Deutschland auch, wenn die Medaillen ausbleiben«, weiß er und meint lachend auf die Frage, ob er denn alle russischen Berichte überhaupt lesen konnte: »Die hat man mir schon übersetzt.«

Das alles ist aber für den ehemaligen Weltklassesportler der berühmte »Schnee von gestern.« In diesem Winter steht eine lange Weltcupsaison mit der Weltmeisterschaft in Hochfilzen bevor. Es ist aber auch eine vorolympische Saison.

»Da kann man auf alle Fälle noch was ändern und verfeinern.« Besonders viel hält Groß von Petr Paschenko. Der 25-Jährige wurde in der vergangenen Saison Dritter in der Gesamtwertung des IBU-Cups. Die Sprintwertung gewann er sogar. »Ich denke, da haben wir einen richtig Guten für die Zukunft«, meint er mit seinem guten Gespür für Talente. SHu