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Wintersport in der Sommerwärme

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Hoch hinaus: Das ist das Ziel der heimischen Skilangläufer, die an diesem Wochenende bei der Sommerleistungskontrolle gefordert sind.

Wintersport mitten im Sommer: Das ist an diesem Wochenende in Westfeld/Wunderthausen (Landkreis Siegen-Wittgenstein) beim Deutschlandpokal im Skilanglauf geboten. Dabei werden neben den erwachsenen Stars der Szene auch die Sportler aus dem heimischen Nachwuchsteam an den Start gehen. Am Samstag ab 9.30 Uhr steht ein Wettkampf im Skirollern, am Sonntag ab 9.30 Uhr ein Crosslauf im Rahmen der sogenannten Sommerleistungskontrolle (SLK) auf dem Programm.


Allerdings »werden wir hier nicht extra eine Leistungsspitze setzen. Das Training ist diesmal wichtiger als das reine Wettkampf-Ergebnis«, betont Janik Werner vom heimischen Trainerteam. »Unsere Konzentration liegt ganz klar auf der Vorbereitung für den Winter, auch wenn es am Wochenende um Punkte für den Deutschlandpokal geht.«

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Interne Wettkämpfe der Trainingsgruppe

Daher wird auch bei der Gestaltung der Einheiten derzeit noch möglichst viel Wert auf Abwechslung gelegt. So standen unter anderem Kajakfahren, Bergtouren, viele Einheiten auf dem Rad und Crossläufe auf dem Programm. Hinzu kamen auch interne Wettkämpfe der Trainingsgruppe im Skirollern. Aber: »Das Skirollern kommt im Herbst noch häufig genug, das muss man jetzt noch nicht übertreiben«, so Janik Werner, der mit seiner Gruppe in der ersten Woche der Sommerferien auch zu einem Lehrgang nach Obertilliach fahren wird.

Aus seiner erfolgreichen Mannschaft aus dem Vorjahr haben Florian Knopf (SLV Bernau) und Lena Bächle (SV Oberteisendorf) den Sprung in den C-Kader geschafft, Jonah Werner ist in den BSV-Kader aufgerückt. Dieses Trio rückt nun zwar – ebenso wie Anian Sossau (SC Eisenärzt) – grundsätzlich zu den von Stützpunkttrainer Bernd Raupach betreuten »Profis« auf. Doch Lena Bächle – die im nächsten Jahr mit dem Abitur »dran« ist – wird wegen der Schule vorwiegend bei Janik Werner und dessen Schützlingen die Saisonvorbereitung absolvieren.

Fest dabei als Trainer ist wieder Florian Heibler, ebenso – so weit zeitlich möglich – der ehemalige Weltcup-Gesamtsieger Tobi Angerer. »Und Erik Michels (Bundespolizei Bad Endorf, d. Red.) ist vor allem einmal in der Woche für das Krafttraining zuständig«, so Janik Werner.

Neben Florian Knopf und Jonah Werner hat auch Anja König (SC Ruhpolding) ihr Abitur geschafft. Jonah Werner und Anian Sossau sind ab August bei der Bundeswehr und Florian Knopf beginnt seine Ausbildung beim Zoll. Damit können sich alle drei jeweils vorwiegend auf den Sport konzentrieren, während Anja König (SC Ruhpolding/Ausbildung als Physiotherapeutin) in Janik Werners Gruppe versucht, trotz voller beruflicher Belastung ihren Sport weiter so intensiv wie möglich zu betreiben.

Das ist auch das Ziel von Lisa Mayer (SC Alzing). Diese beginnt als eine der ersten Sportlerinnen überhaupt das vom Bayerischen Skiverband geförderte Konzept der dualen Ausbildung (Sport und Beruf vereinbaren), das heißt, dass trotz ihrer Ausbildung (bei der Firma Brückner/Siegsdorf) so weit wie möglich auf die Belange des Sports Rücksicht genommen werden soll.

Junge Sportler sorgen für neue Impulse

Insgesamt umfasst Janik Werners Gruppe rund 25 Athleten. Es sind einige junge Sportler nachgerückt, die bereits für neue Impulse sorgen. Da einige »Routiniers« jetzt wegfallen, haben nun auch die »nächstälteren« begonnen, »ihre Führungsposition und neue Verantwortung zu übernehmen«, lobt der Trainer.

Gespannt ist er nun auf den Verlauf der Sommerleistungskontrolle (SLK). Grundsätzlich sieht er seine Sportler gut im Plan: »Wir haben ja den Inzeller Dorflauf als Trainingswettkampf genutzt, und da haben sie sich gut gezeigt.« Und »gut zeigen« sollen sie sich nun eben auch beim Deutschlandpokal ... who