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Wind- und Wetterdaten auf einen Blick

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Spektakulärer Sport: das Kiteboarding. (Foto: dpa)

»Wie ist jetzt das Wetter zum Kiten?« Eine Antwort auf diese Frage werden die rund 300 Kiter rund um den Chiemsee künftig mit einem Blick auf ihr Handy bekommen. Für die entsprechende Einrichtung hat der Verein »Kiteboarding Chiemsee« in seiner Jahresversammlung einstimmig grünes Licht gegeben. Bei den Neuwahlen löste Philipp Ripke den nicht mehr kandidierenden Florian Wöhrer als Vereinsleitung ab.


Für den nicht mehr kandidierenden Florian Wöhrer stellten sich Philipp Ripke und Manuel Tettke zur Wahl. Das Ergebnis fiel knapp für Ripke aus. Einstimmig wurden stellvertretender Vorstand und Kassier Martin Stöger in seinem Amt bestätigt und Caro Fischer als Schriftführerin neu in den Vorstand gewählt.

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Bei der Rückschau auf das Jahr 2013 sprach der scheidende Vorstand von einer »guten Saison«, und der Kassier konstatierte bei Ausgaben von rund 7000 Euro einen kleinen dreistelligen Gewinn.

Um den Mehrwert und die Attraktivität des Vereins zu erhöhen, hatten die Verantwortungsträger das Projekt »Wetterstation und mobile Internetseite« zur Diskussion gestellt. Hintergrund der Überlegungen waren die ständig steigenden Zugriffszahlen auf die Internetseite des Vereins. Die Zugriffe hatten sich pro Jahr von etwa 3800 auf zuletzt 17 500 nahezu verfünffacht. Davon entfielen mehr als 4500 Besuche auf mobile Zugriffe via Smartphone oder Tablet-PC.

Künftig sollen nun auf der Internetseite unter der Rubrik »Webcam & Wetter« auf dem Webcam-Bild umfassende und für die Kiter wichtige Informationen der Wetterstation zu finden sein, wie beispielsweise Windstärke und -richtung, Lufttemperatur und Regenmenge. Diese Informationen werden alle 30 Sekunden neu geladen, sodass der Kiter jederzeit eine zeitnahe Auskunft über die Wind- und Wettersituation erhält.

Für eine Übertragung auf ein mobiles Endgerät wollen die Kiter eine umgestaltete und vereinfachte mobile Version ihrer Internetseite anbieten. »Ziel ist es, mit einem Blick aufs Handy entscheiden zu können, ob's Kiten geht oder nicht«, brachte Martin Stöger die Situation auf den Punkt. Übereinstimmend sprach sich die Versammlung für das neue Projekt aus: »Wir wollen mit dem Trend gehen und eine schnelle, einfache und schöne Lösung anbieten«, lautete der Tenor.

Nach den Worten von Kassier Wöhrer wird die Neuerung in rund sechs Wochen realisierbar sein und etwa 2350 Euro kosten, was einen Großteil der Vereinsrücklagen und Sponsorengelder verschlingen dürfte. In zwei bis drei Jahren könnte man allerdings die Verluste wieder ausgeglichen haben. In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, alle Surfer, Segler und sonstige Wassersportler rund um den See zwecks finanzieller Beteiligung anzuschreiben, da auch dieser Personenkreis von den Neuerungen profitieren wird.

Ein weiterer Vorschlag in der Diskussion zielte auf die Einrichtung eines Beirates ab, um Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen und den Vorstand zu entlasten. Der Vorschlag soll weiter verfolgt werden.

Abschließend warnte die Vorstandschaft davor, nahe der Autobahn in Bernau zu kiten. Dies sei nicht nur unerwünscht, sondern auch extrem gefährlich. bvd