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Wieder ein Sieg mit Streckenrekord

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Hannes Namberger gewann den »Mayrhofen Ultraks«. Der Extrem-Bergläufer aus Ruhpolding legte die 51 Kilometer lange Strecke mit 3000 Höhenmetern in neuer Rekordzeit zurück. (Fotos: Philipp Reiter)
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Keine Zeit, um die schöne Aussicht zu genießen: Hannes Namberger war beim »Mayrhofen Ultraks« schnell unterwegs und hängte die Konkurrenz am Ende deutlich ab.

Die Titelverteidigung ist geglückt – und wie! Der Ruhpoldinger Hannes Namberger hat den »Mayrhofen Ultraks« im Zillertal erneut gewonnen – und dabei über die 51 Kilometer mit 3000 Höhenmetern in 5:03:29 Stunden auch einen neuen Streckenrekord aufgestellt. »Damit habe ich meinen alten Rekord vom Vorjahr um 17 Minuten verbessert, was mich selbst extrem überrascht hat«, erzählt Namberger nach seiner starken und beeindruckenden Vorstellung.


Der Extrem-Bergläufer vom Team Dynafit verwies die anderen Sieganwärter auf die Plätze. Andreas Reiterer landete auf dem zweiten Rang. Florian Reichert und Markus Kröll belegten zusammen den 3. Platz.

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Der Wettkampf war von Beginn an ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Namberger und Reiterer. »Wir liefen ständig am Limit«, berichtet der Bundespolizist. »Somit konnten wir eine größere Lücke zu unseren Verfolgern Reichert und Kröll herauslaufen.«

Erst im Downhill – etwa zur Hälfte des Rennens – konnte sich Namberger von Reiterer absetzen. »Den Abstand habe ich bis zum Schluss nicht mehr verschenkt.« Namberger ergänzt: »Der Downhill ist momentan meine große Stärke, daher wusste ich genau, hier muss ich angreifen.« Im Ziel hatte er dann 4:30 Minuten Vorsprung auf den Südtiroler Reiterer, der momentan der beste Läufer seiner Region ist.

»Ein wenig Hilfe hatte ich unterwegs aber auch, indem meine Familie an einigen Punkten der Strecke stand und mich verpflegte, was am Ende ein entscheidender Faktor gewesen ist«, freut sich Namberger und dankt seiner Freundin, seinen Eltern, seinem Stiefvater und seinem besten Freund. »Alle waren dabei!«

Jetzt geht es für Namberger übrigens gleich weiter. »Jetzt habe ich nächste Woche noch einen Wettkampf, aber der wird im Team gelaufen und fällt deshalb in eine andere Kategorie.« Namberger startet dabei beim Dynafit Trail Run 3. Dabei sind die Teams drei Tage mit insgesamt lockeren 75 Kilometern unterwegs. »Es ist ein Partnerrennen, bei dem an jedem Tag ein anderes Format gelaufen wird«, erklärt der Ruhpoldinger.

Danach geht es für den Sportler in die wettkampf-freie Zeit. Allerdings steht auch da »viel Training für die kommende Saison an«, sagt Namberger. »Solange es keinen Schnee gibt, werde ich weiter laufen«, sagt er, »sobald dies dann nicht mehr möglich ist, geht es weiter mit Skibergsteigen.« Namberger ergänzt: »Eine richtige Pause mache ich nicht, da ich einfach Lust habe, in den Bergen unterwegs zu sein.« Hannes Namberger zog deshalb auch bereits jetzt ein Saison-Fazit – und das fällt für dieses »ganz spezielle Jahr« doch positiv aus. Wenige Tage hielt der Ruhpoldinger den Rekord bei der Watzmann-Überschreitung, dann gewann er in einer neuen Rekordzeit den Pitz-Alpine-Glacier-Trail über 106 Kilometer und nun glückte ihm eben der Sieg im Zillertal. »Mit den zwei Siegen war's doch eine recht erfolgreiche Saison«, freut er sich.

Für 2021 wünscht sich Hannes Namberger aber »wieder normale Wettkämpfe, so wie ich es gewohnt bin – mit großem Teilnehmerfeld und vielen Zuschauern.« Sein Wettkampfkalender steht auch bereits zum großen Teil fest: Höhepunkt werden der Start beim Ultra Trail Mont Blanc (UTMB) in Chamonix mit 170 Kilometern sowie der Zugspitz Ultra Trail in Garmisch-Partenkirchen sein. »Dazu kommen natürlich noch ein paar andere Wettkämpfe.« SB

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