Wer wird Vorrunden-Meister in der Kreisliga II?

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Wer wird Vorrunden-Meister der Fußball-Kreisliga II: der aktuelle Spitzenreiter TSV Teisendorf, der auch den direkten Vergleich mit 3:0 gewonnen hat, oder der punktgleiche TuS Traunreut? Diese Frage wird am morgigen Samstag beantwortet – und stellt natürlich die übrigen fünf Begegnungen ein wenig in den Schatten. Die Teisendorfer »Rothosen« gastieren um 15 Uhr zum Top-Duell beim Lokalrivalen BSC Surheim, der TuS Traunreut hat bereits um 14 Uhr den Rangsechsten TuS Prien zu Gast.


Bereits am heutigen Freitag (19 Uhr) wird auf Rasenplatz 2 im Jakob-Schaumaier-Sportpark die 13. Runde eröffnet: Dazu begrüßt die Reserve des SB Chiemgau Traunstein (12./10 Punkte) den Tabellennachbarn TSV Peterskirchen (11./12). Bei den Hausherren muss Trainer Gerry Straßhofer zwar zwei Spiele auf Kapitän Tobias Berz (Urlaub) verzichten, doch mit Marc Sowa (nach Verletzungspause wieder dabei) und Youness Haberland (der nun fix aus der U 19 hochgezogen wurde) hat der SBC-Trainer durchaus Alternativen für die Startelf.

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»Wir haben unseren Kader jetzt gefunden«, erklärte Straßhofer, »ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel für dieses Spiel erreichen können: nicht verlieren. Wir haben ja auch letzte Woche in Teisendorf trotz langer Unterzahl nicht schlecht gespielt.« Die Peterskirchner kennt er natürlich bestens, und auch er weiß, dass sie oft unentschieden gespielt haben – nämlich sechsmal – und somit wohl etwas unter Wert dastehen.

Der TuS Traunreut möchte mit einem Heim-Dreier gegen Prien seine Chancen auf die Halbzeit-Meisterschaft wahren – wohl wissend, dass Teisendorf die besseren Karten in Händen hält. Die seit drei Partien unbesiegten Chiemseer hingegen wollen den Rückstand auf zumindest eines der beiden Top-Teams auf sieben Zähler verkürzen. Dann wäre mit ihnen vor allem in der Frühjahrsrunde – bei wohl deutlich besserer Personalsituation – möglicherweise wieder zu rechnen. Im Aufstiegskampf zur Bezirksliga sollte man die Elf von Trainer Maxi Nicu jedenfalls noch nicht völlig abschreiben.

Auf Traunreuter Seite muss Trainer Adrian Klein den beruflich verhinderten Patrick Wundersamer und den in Frankfurt weilenden Dominik Schneider vorgeben. Fraglich ist zudem der Einsatz von Stefan Pitzka (krank) und Max Michel (Zerrung). »Trotzdem möchten wir natürlich unsere tolle Serie unbedingt fortsetzen«, sagt Traunreuts Spartenboss Markus Tesche in Anbetracht von acht Spielen ohne Niederlage (sieben Siege, ein Unentschieden).

Spätestens seit dem vergangenen Spieltag ist die Surheimer Truppe um Coach Hubert Berger die Überraschungsmannschaft der bisherigen Spielzeit. War das bis dato Geleistete schon beachtlich, so war der jüngste 2:1-Sieg beim starken Aufsteiger in Inzell das Sahnehäubchen. Nun will der BSC (3./22) den Rückstand auf Tabellenführer TSV Teisendorf (1./27) mit einem Sieg auf zwei Zähler verringern. Die »Rothosen« haben freilich einen anderen Blick auf die morgige Partie: Sie könnten ihrerseits mit dem neunten Saison-Triumph gegenüber dem Tabellendritten ein Polster von acht Punkten schaffen.

Teisendorf kehrte zuletzt auf den Erfolgskurs zurück und bezwang den SBC II mit 2:1. »Dieser Sieg war wichtig für uns. Nach dem tollen Start haben wir dann aus zwei Spielen nur einen Punkt geholt. Der Dreier vor eigenem Publikum gegen Traunstein hat gut getan«, so TSV-Trainer Andi Brandl, der vor der Kompaktheit des BSC warnt.

Nach drei Partien ohne Niederlage möchte der TSV Waging den Tabellenletzten SV Seeon/Seebruck in die Schranken weisen. Anstoß im Wilhelm-Scharnow-Stadion ist morgen um 14.30 Uhr. Die gastgebende Mannschaft von Trainer Ali Gezer konnte zumindest schon mal den Abstand zur Abstiegszone vergrößern.

»Das 0:0 letzte Woche in Peterskirchen war jedoch nicht auf dem gewünschten spielerischen Niveau«, sagt TSV-Pressesprecher Andreas Siegel, »unser Goalie Alexander Pfab hat uns mit glänzenden Paraden das Unentschieden gerettet.« Gezer bereitet die derzeitige Personallage Kopfzerbrechen. Niklas und Bastian Maier fehlen aus privaten Gründen, Kapitän Manuel Sternhuber ist gesperrt, Siegel und Christoph Wastlhuber fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Dagegen werden Torhüter Manfred Sommerauer, Stürmer Dennis Baumgartner und Sebastian Schilling in den Kader zurückkehren.

Auch Seeons Pressemann Thomas Donhauser spricht von einem Aufwärtstrend. »Die Mannschaft hat sehr gut trainiert, der Kader ist wieder soweit vollständig, vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung.«

Morgen um 16 Uhr wird das Derby zwischen dem TSV Siegsdorf und dem SC Inzell angepfiffen. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg zur Seppi-Weiß-Truppe nach Punkten aufschließen – und das, obwohl die Siegsdorfer eine Partie weniger ausgetragen haben als der Liga-Neuling. Nach drei Unentschieden in Folge hätte TSV-Trainer Willi Aigner definitiv nichts dagegen, wenn seine Mannen tatsächlich mal wieder dreifach anschreiben könnten. Auch die Inzeller haben zuletzt zweimal nicht gewonnen, zuvor allerdings Teisendorf mit 5:1 zerlegt.

Auch mit dem Tabellenvorletzten SV Riedering (13./6) ist wieder zu rechnen, auch wenn die Crew von Heinz Köstler den jüngsten 5:1-Sieg in Altenmarkt nicht zu hoch hängen sollte, da die Gastgeber ersatzgeschwächt waren. Deutlich schwerer dürfte es für den SVR am Sonntag um 14 Uhr in der Heimvorstellung gegen den SV Kay (4./18) werden. Die Gäste sind bekanntlich das einzige Team, das – bei allerdings neun Remis – noch ungeschlagen ist.

Nachdem der FC Hammerau (10./13) zuletzt nicht über ein mageres 1:1 in Seeon hinauskam, will der »Club« nun am Sonntag (15 Uhr) auf eigenem Rasen gegen den TSV Altenmarkt (8./15) dreifach punkten. Doch der Aufsteiger stellt in Spielertrainer Sebastian Leitmeier (10 Tore) einen der gefährlichsten Torjäger der Liga. Allerdings fehlte »Leiti« zuletzt gegen Riedering verletzungsbedingt ebenso wie Thomas Held, Josef Öttl und Langzeitausfall Manuel Freutsmiedl. Man darf also schon mal gespannt sein, ob sich die Personallage beim TSV bis Sonntag wieder etwas entspannt. cs/sts

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