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Wer wird Meister in der II. Bundesliga?

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Er soll Punkte für einen Angerer Gesamtsieg im   Aufstiegskampf gegen Nürnberg   holen:   Simon Öllinger (blaues Trikot). (Foto: Wittenzellner)

Der Ligabetrieb in den Ringer-Mannschaftsbewerben ist weitgehend zu Ende. Nur die Bundesligisten haben noch ein Ligaduell vor sich, ehe dann über das Halbfinale in drei Finalkämpfen der Deutsche Meister ermittelt wird.


Im kommenden Jahr wird es dann weitreichende Veränderungen geben. Nach dem Plan des Deutschen Ringer-Bundes werden die I. und II. Liga zusammengeführt und je nach Vereinsanzahl mehrere Gruppen gebildet. Daneben schwebt einigen Großvereinen aber noch eine ganz andere Idee vor: Die Vorstellung einer Deutschen Ringerliga, in der die Macht der DRB-Funktionäre beschnitten werden und der Ligabetrieb selbst vermarktet werden soll. Ein kräftiger, seit Monaten schwelender Konflikt scheint vorprogrammiert, der Ausgang ist ungewiss. Der DRB hat jedenfalls eine mächtige Drohkulisse für die Vereine aufgebaut, die sich nicht bis zum 19. Dezember für den Ligabetrieb unter der Verbandsriege angemeldet haben. Der Verband will Ringer, die in den neuen Wettkampfbetrieb wechseln mit Sanktionen belegen.

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Hochklassige Begegnungen sind vorprogrammiert

Am Samstag steht aber unabhängig des weiteren Fortgangs und der Struktur der künftigen Bundesliga in der II. Liga Süd der Kampf des Jahres an: Muss doch Tabellenführer und Titelverteidiger SV Wacker Burghausen zum schärfsten Verfolger SV Siegfried Hallbergmoos. Mit nur einem Punkt Vorsprung fahren die Salzachstädter nach Hallbergmoos, der gegen den SVW unbedingt gewinnen will. 17:16 stand es nach neun Kämpfen in der Hinrunde für den SVW.

Hochklassige Begegnungen können erwartet werden, wie beispielsweise das Mattenduell zwischen Burghausens Eugen Ponomartschuk und dem zigfachen EM- und WM-Teilnehmer Laimutis Adomaitis aus Litauen, den das Burghauser Kraftpaket im Hinkampf knapp besiegen konnte. Hallbergmoos muss wohl seine Kämpfe unter anderem in 66 kg Freistil, 86 kg Freistil und den schweren Klassen gewinnen. Die beiden Weltergewichtler Matthias Maasch (gegen Michael Prill) und Nikolay Kurtev (gegen Andreas Walter) scheinen dagegen fest für die Gäste gebucht zu sein. Unabhängig des Ausgangs der Meisterschaft wird erwartet, dass beide Mannschaften auch im kommenden Jahr in der Bundesliga ringen werden.

Der SC Anger beschließt seine Bundesligasaison mit einem Auswärtskampf beim Tabellendritten SV Triberg, dem man bereits in der Hinrunde in eigener Halle unterlegen war. Auch am Samstag scheinen die Gastgeber favorisiert. Für Anger geht es theoretisch noch um eine Ergebnisverbesserung in der Tabelle. Erwartet werden darf aber, dass der SCA die Liga auf Platz 7 abschließt.

Souverän sind beide Mannschaften durch die Landesligen marschiert: Nord-Meister SC Nürnberg 04 leistete sich in den 14 Kampftagen nur einen Ausrutscher und wurde mit großem Vorsprung Meister. Im Süden tat es ihm der SC Anger II gleich und beherrschte die Liga praktisch nach Belieben musste aber zum Ende zwei Mal eine Niederlage einstecken – einmal davon aufgrund eines Aufstellungsfehlers.

Der sollte in Nürnberg nicht passieren, zu ausgeglichen sind beide Mannschaften, wenngleich die Vorteile leicht beim SC Anger II liegen dürften, der bedingt aus dem Fundus der Zweitligaringer schöpfen kann. Der erste Kampf findet in Nürnberg statt. Für die Nürnberger scheint das Weiterkommen festzustehen, spricht man doch nur noch von zwei Siegen bis zum Aufstieg. awi