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»Wer nicht trifft, wird halt bestraft«

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Allein Stefan Mauerkirchner (rechts) hätte mit seinen diversen Großchancen für ein Erfolgserlebnis des SB Chiemgau Traunstein sorgen können. (Foto: Weitz)

TuS Raubling: Krammer, Kolb, Lauthner, Sollinger, Fritsch (85. Martin), Buchner (85. Gökce), Tobias Ecker, Meixner (57. Kurz), Huber, Pichler, Reisner.


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Petzka (75. Wendlinger), Sebastian Mayer, Bauer, Tobias Berz, Schön, Mauerkirchner, Waritschlager, Daniel (65. Teetz), Marchl, Griesbeck (63. Schneider).

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Schiedsrichter: Christian Keck (FC Grünbach).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Kolb (54.).

Rote Karten: keine. – Gelb-Rote Karten: keine.

Nun hat der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Ost, der SB Chiemgau Traunstein auch auswärts Federn lassen müssen. Beim TuS Raubling gab es eine 0:1-Niederlage. Diese Schlappe haben sich die Mannen von Trainer Adam Gawron jedoch selbst zuzuschreiben, denn Torchancen wurden in Hülle und Fülle vergeben. »Wir haben heute vor dem Tor immer die falsche Entscheidung getroffen«, ärgerte sich Gawron über die äußerst unglückliche Niederlage.

»Wer die Tore macht, der gewinnt die Spiele – das ist von der Bundesliga bis zur C-Klasse gleich«, monierte der SBC-Trainer. Und das Tor des Tages erzielten die Raublinger in der 54. Minute. Ein langer Ball erreichte im halbrechten Strafraum des SBC den Rechtsverteidiger Martin Kolb, den einmal aufspringenden Ball nahm Kolb per Direktabnahme und das Leder schlug im Gehäuse von Issa Ndiaye ein. Dem Torhüter war kein Vorwurf zu machen, an einem Sahnetag wäre der Treffer aber zu verhindern gewesen.

»Wir haben eigentlich keine Chance gehabt, aber eben durch diesen Glücksschuss gewonnen«, freute sich TuS-Trainer Franz Pritzl, der in Jürgen-Klopp-Manier seine Truppe an der Linie antrieb. Aber Pritzl brachte das Spiel auf den Punkt: »Wenn wir unseren Torwart heute nicht gehabt hätten, wäre das Spiel 3:1 oder 4:1 für Traunstein ausgegangen.«

Der Spitzenreiter übernahm nach gut 20 Minuten das Spielgeschehen, nachdem die Platzherren zu Beginn der Begegnung zwei Möglichkeiten durch den wieder spielberechtigten Tobias Ecker (Rot in Amerang) hatten. »Aber trotzdem haben mir noch vier Mann gefehlt«, klagte Pritzl nach dem zweiten Erfolg en suite. Gawron schickte dagegen zum dritten Mal in Folge die selbe Elf auf den Rasen und sie drückten auf den Führungstreffer.

Es brannte lichterloh im Raublinger Strafraum: Florian Marchl wurde angespielt und scheiterte an Dominik Krammer, der Ball kam zu Stefan Mauerkirchner, der zum Kopfball auf das leere Tor ansetzte, doch Stefan Sollinger verhinderte mit einem Hechtsprung den Rückstand (23.). Die folgende Ecke kam zu Florian Griesbeck, er bediente mit einer langen Flanke von rechts Patrick Schön, der zog aus dem Hinterhalt ab, aber Krammer war trotz größter Mühe mit dem satten Flachschuss der Sieger in dieser Aktion.

Der Torwart der Raublinger erwischte einen Glanztag und war in der 33. Minute erneut der starke Rückhalt seiner Elf. Ein Abstoß kam postwendend zurück und Mauerkirchner steuerte alleine auf ihn zu: Krammer verließ mutig sein Gehäuse, wehrte den Schuss ab. »Diese Tore muss man einfach machen, dasselbe wie in Heimstetten. Wenn man dann ein Tor kassiert, läuft man dem Rückstand hinterher«, brachte es SBC-Pressesprecher Peter Mallmann auf den Punkt und er sollte im Verlauf des Spiels recht behalten.

Als nach Wiederbeginn Mauerkirchner in Krammer nach einem Drehschuss vom Fünfereck erneut seinen Meister fand, war es kurz darauf um den SBC geschehen. Kolb traf zum 1:0. Gawron stellte um und brachte Tony Schneider für Florian Griesbeck. Der brachte nochmals Schwung (62.). Kurz nach seiner Einwechslung rauschte er an einer Schön-Vorlage vorbei und in der 69. Minute hatten die Traunsteiner schon den Torschrei auf den Lippen. Mauerkirchner legte zurück und Schneider brachte das Leder aus fünf Meter nicht über die Linie – rechts vorbei.

In der Schlussoffensive wurde Mauerkirchner angespielt und setzte sich vehement durch, aber der Ball ging an den Pfosten. Das Leder kam zurück und mit einem Flugkopfball setzte der SBC-Angreifer den Ball endgültig neben das Tor. »Heute hatten wir das Pech am Fuß. Wer nicht trifft, wird halt bestraft«, bilanzierte Adam Gawron. Franz Pitzl war voll des Lobes für den Gegner: »Eine sehr kompakte Mannschaft, es fehlte lediglich am Torabschluss.« td