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Wenige Wechsel und große Ungewissheit

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Michael Wirth, Trainer des SB Chiemgau Traunstein II, steht in regelmäßigem Kontakt mit seinen Spielern. (Foto: Weitz)

Wann und ob in der Fußball-Kreisklasse der Spielbetrieb wieder anläuft, ist momentan völlig offen. Den 15. Spieltag hatten die Mannschaften im November noch absolviert, zwischen 13 und 15 Partien haben die Teams damit bereits hinter sich. Die Vorbereitung auf die Rückrunde hat der Ausbruch der Corona-Epidemie nun erst mal gestoppt, der Trainingsbetrieb ruht. Neuigkeiten gibt es aber trotzdem.


Beim Tabellenführer DJK Otting (1. Platz/32 Punkte/15 Spiele) bleibt die Mannschaft aus der Hinrunde zusammen. Weil das Team ihr erstes Pflichtspiel nach der Winterpause erst am 13. April gespielt hätte, war die Vorbereitung bislang nur sehr kurz.

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Die Spieler von Trainer Andreas Horner sollen sich nun selbstständig fit halten. Das sei »bei den Spielern der Ersten Mannschaft, die grundsätzlich eine gute Einstellung haben, eigentlich selbstverständlich«, betont Horner und erklärt: »Ich denke, dass die Rückrunde nicht mehr gespielt wird. Deshalb habe ich auch keine Trainingspläne an die Spieler gegeben.«

Eine baldige Rückkehr auf den Fußballplatz kann sich der DJK-Trainer momentan nicht vorstellen: »Ich glaube, das ist erst der Anfang vom Coronavirus und wir müssen uns noch lange gedulden, bis der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.«

Mehrere Spieler stehen nicht mehr zur Verfügung

Ähnlich sieht das Raphael Omelanowsky, der 2. Abteilungsleiter beim SV Oberteisendorf (5./21/14): »Ich persönlich gehe davon aus, dass die Saison abgebrochen wird und im August mit der gleichen Ligaeinteilung wieder neu beginnt.« Sollte es doch noch eine Rückrunde geben, stehen dem SV Oberteisendorf gleich mehrere Spieler nicht mehr zur Verfügung: Alex Hofmann hängt seine Fußballschuhe an den Nagel, nachdem er in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen gebremst worden war. Für die Rückrunde fehlt auch Tim Quentin, er absolviert ein Auslandssemester. Verletzungsbedingt fällt Michael Hiebl aus, der sich einer geplanten Operation unterzogen hat und bis zum Sommer pausiert. Beruflich schwer einzuplanen seien Philipp Mader und Robin Mayer, weil bei ihnen Prüfungen bevorstehen.

Als Winterneuzugang ist Felix Kern von der DJK Weildorf nach Oberteisendorf gewechselt. »Ein talentierter, junger Spieler«, freut sich Raphael Omelanowsky über die Verstärkung.

»Ihm trauen wir den Sprung in die Erste Mannschaft definitiv zu.« Weil einige Spieler noch verletzt und krank oder nicht mehr dabei sind, sei die Kreisklassen-Mannschaft insgesamt »relativ knapp aufgestellt«, gibt der 2. Vorsitzende zu. Immerhin sei aber die Vorbereitung bis zum Abbruch gut verlaufen.

Die Spieler des SB Chiemgau Traunstein II (8./18/14) hatten zusammen mit der A-Jugend ihre Vorbereitung schon in der zweiten Januarwoche aufgenommen, wie Traunsteins Trainer Michael Wirth erklärt. Personelle Veränderungen im Kader gab es nicht. »Wir haben individuelle Pläne verteilt und haben ein bisschen einen Überblick«, berichtet Michael Wirth.

Durch die Daten und Videos, die die Spieler von ihren Übungen schicken, »wissen wir, was sie machen«, erklärt der Trainer. »Zwei, drei oder vier Wochen kann man das so machen, aber dann fehlt das Taktische einfach.« Zudem liege für den Verein der Fokus momentan auch auf anderen Dingen: »Natürlich wollen wir wissen, wie es den Jungs geht, auch familiär. Das ist eine Situation, für die keiner geschult ist. Aber gerade in einem großen Verein wie dem SBC ist es ein Muss, dass wir auch auf das Soziale schauen.«

Klar ist für den Traunsteiner Trainer nämlich auch: »Im Moment gibt es wichtigere Dinge als die schönste Nebensache der Welt. Der Sport verbindet und jetzt müssen wir schauen, dass wir da alle miteinander gut rauskommen.«

Vachendorfer Mannschaft bleibt unverändert

Beim SC Vachendorf (4./26/15) bleibt die Mannschaft unverändert, auch wenn in der Vorbereitung bereits einige A-Jugendliche mittrainiert haben: Johannes Einsiedl, Dominik Maier und Tommy Ortner absolvierten die Einheiten zusammen mit der Ersten Mannschaft. Trainer Martin Meier war nicht nur mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden, sondern freut sich auch darüber, dass die Jugendspieler dabei sehr gut mitgezogen haben.

Verstärkt hat sich der punktgleiche Konkurrent SV Linde Tacherting (3./26/14): Abgänge hat die Mannschaft von Trainer Christian Fleißner nicht zu verzeichnen, Stefan Unterhitzenberger (vom FC Kirchweidach) und Gorjat Malloko (FA Trostberg) gehören neu zum Team. »Die Vorbereitung ist bis zu dem Abbruch eigentlich gut gelaufen«, sagt der Tachertinger Trainer. »Wir haben uns alle auf den Rückrundenstart gefreut. Momentan haben wir – wie alle anderen – keine andere Möglichkeit, als dass die Spieler eigenverantwortlich ein bisschen was für die Fitness machen.«

Besonders zuversichtlich ist Christian Fleißner mit Blick auf die restlichen Partien aber nicht: »Ich befürchte auch, dass wir die Rückrunde gar nicht mehr spielen werden und wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich froh, wenn wir überhaupt mit der neuen Saison starten können.«

Personelle Veränderungen gab es beim abstiegsbedrohten SV Ruhpolding (12./11/13) nicht. Kurz nach dem Beginn der Vorbereitung war für die Spieler auch schon wieder Schluss: Das geplante Trainingslager in Prachatice (Tschechien) musste aufgrund des Coronavirus abgesagt werden, der Trainings- und Spielbetrieb wurde mindestens bis zum 19. April eingestellt.

Die Spieler sind angehalten, sich in Eigenverantwortung fit zu halten. Dabei hat der Verein in einer Pressemitteilung noch einmal eindringlich an die Spieler appelliert, einzeln zu trainieren und keine Lauftreffs zu verabreden.

Für das Tabellenschlusslicht TSV Fridolfing (13./10/14) hatte die Vorbereitung vielversprechend begonnen: Trainer Bernhard Zeif lobt die gute Trainingsbeteiligung, zudem gewann die Mannschaft ihre Testspiele gegen den Kreisklassisten FC Kirchweidach mit 4:2 und gegen den Kreisligisten FC Hammerau mit 2:0.

Drei Neuzugänge vermeldet hingegen der SV Laufen: Michael Müller von der DJK Ast wurde mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, Luis Pachlatko kam aus Ainring und Antonio Nicola aus Rumänien zum SVL. jom

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