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Weltklasseläufer Petro Mamo am Start

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Vorfreude herrscht auf den Hochfelln-Berglauf, der am 29. September zum 40. Mal ausgetragen wird. (Foto: Weitz)

Neben den vielen Weltklasseläufern, die beim Hochfelln-Berglauf seit Jahren zum Stamm des Teilnehmerfeldes gehören, wird heuer auch erstmals der internationale Spitzenbergläufer Petro Mamo aus Eritrea sein großes Können zeigen.


Mamo ist amtierender Weltmeister in der Disziplin »Reinbergauf« und hat in dieser Saison viele namhafte Bergläufe gewonnen, und das fast immer mit Streckenrekord. So verbesserte er die Streckenrekorde des achtmaligen Hochfellnberglauf-Champions Jonathan Wyatt aus Neuseeland beim »Großglockner-Berglauf« und beim »Dolomitenmann« in Lienz/Osttirol. Einen Tag später gewann er mit vier Minuten Vorsprung vor Wyatt auch den italienischen Berglaufklassiker »Südtirol Drei-Zinnen-Alpine- Run«.

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Die Berglauf-Weltmeisterschaft in Polen »verweigerte« Mamo demonstrativ, da er, wie viele andere Top-Athleten auch, wegen der großen Verletzungsgefahr nicht bei Bergauf/Bergab-Rennen startet. Bei der WM 2014 in der Toskana, die turnusmäßig wieder in der Disziplin »Reinbergauf« ausgetragen wird, wolle er seinen Titel auf jeden Fall verteidigen, verspricht Mamo, der derzeit bei einer befreundeten Familie in Südtirol wohnt und sich dort auf den 40. Internationalen Hochfelln-Berglauf am 29. September vorbereitet. Dort gehört er zweifelsohne zu den Topfavoriten. Experten trauen Mamo sogar die Verbesserung des sensationellen 40:34,9 Minuten-Streckenrekordes zu, den 2002 der siebenfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt aufstellte.

Der Inn-Chiemgau-Wertung kommt in diesem Jahr als Rahmenwettbewerb des 40. Internationalen Hochfelln-Berglaufes wegen der Deutschen Meisterschaft besondere Aufmerksamkeit zu. Obwohl die Meldungen, die über den Landesverband an den Veranstalter Skiclub Bergen weitergeleitet werden, noch nicht vorliegen, wird damit gerechnet, dass alle namhaften Bergläufer des Inn/Chiemgaus an der Jubiläumsveranstaltung teilnehmen werden.

Da selbst die ambitionierteren Amateure in der Tageswertung gegenüber den Profis keine reele Chance haben, wird seit Jahren eine Gauwertung ausgeschrieben, die sich laut Georg »Bibi« Anfang, dem Macher des Hochfelln-Berglaufs, sehr bewährt hat. Favoriten für diese sogenannte »Inn-Chiemgau-Wertung« sind heuer bei den Männern der Angehörige des Berglaufkaders und Skiberglaufweltmeister Toni Palzer (SK Ramsau), John Mooney (PTSV Rosenheim), der in 45:53,0 Minuten auch den Inn-Chiemgau-Rekord hält, und die deutsche Triathlon-Nachwuchshoffnung Robert Wimmer (Bad Endorf).

Wimmer, der sich im Vorjahr schon den zehnten Gesamtrang erkämpfte, und dessen persönliche Bestzeit bei 46:57,6 Minuten liegt, hat sich läuferisch stark verbessert. Sein Trainer, der berglauferfahrene Manfred Jäger, glaubt fest daran, dass sein Schützling den Gaurekord gefährden kann.

Für die »Top-Fünf« kommen auch noch Ex-Triathlet Stefan Holzner und einige Chiemgauer Spitzenstraßenläufer in Frage, die selten an Bergläufen teilnehmen, heuer aber wegen der Deutschen Meisterschaft der Versuchung Hochfelln-Berglauf womöglich nicht widerstehen können.

Nicht in die Regionalwertung einbezogen werden kann Fabian Alraun, der unlängst in Polen an der WM teilnahm. Er ist zwar Brannenburger, startet aber für die »LG Telis Finanz Regensburg«. Alraun hat angeblich gegenüber Mannschaftskameraden angedeutet, bei der »Deutschen« wegen »zu starker Konkurrenz« nicht anzutreten. »Falls er taktiert oder eine Verletzung vorschützt, würde dies automatisch die Streichung der Kaderzugehörigkeit bedeuten«, ließ DLV-Berglauffachwart Wolfgang Münzel bereits verlauten.

Bei den Frauen werden Waltraud Berger (TG Salzachtal), Sabine Schneider (PTSV Rosenheim) und Berglaufkadermitglied Michelle Maier (PTSV Rosenheim) als Favoritinnen für die Gauwertung beim diesjährigen Hochfelln-Berglauf gehandelt. Aber auch hier könnte es Überraschungen geben. Anmeldungen sind noch bis Mittwoch, 25. September, per Internet unter www.hochfellnberglauf.de möglich. Dort finden sich auch alle weiteren Informationen. mmü