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Er muss noch hart um seine Olympia-Chance kämpfen: DEC-Eisschnellläufer Hubert Hirschbichler. (Foto: Wukits)

Für das Inzeller Eisschnelllauf-Team und seinen Trainer Danny Leger steht mit dem Weltcup in Calgary ein Rennen auf sehr schnellem Eis bevor. Dank der Höhenlage bietet die Bahn in Kanada beste Voraussetzungen für schnelle Zeiten.


Diese brauchen vor allem Gabi und Hubert Hirschbichler. Sie müssen sich noch für die Olympischen Spiele 2018 qualifizieren. »Die Stimmung bei uns im Team ist super, wir haben uns schon gut angepasst«, sagt Gabi Hirschbichler. Sie hofft, dass es in Calgary besser läuft als zuletzt. »Mir hat der Infekt mehr geschadet, als ich geglaubt habe. Eine Qualifikation für eine Einzelstrecke in Korea wird schwierig. Ich hoffe auf das Team, da sind die Chancen besser.«

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Noch schwieriger wird es für Hubert Hirschbichler. »Es ist bisher nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt und gewünscht habe. Nachdem die Quali für Olympia fast gelaufen ist, kann ich aber befreit ans Werk gehen.« Auf alle Fälle freuen sich die Hirschbichlers, dass die Geschwister Dufter und Moritz Geisreiter das Olympia-Ticket bereits in der Tasche haben. »Die Fahrkarte nach Korea haben wir, deswegen heben wir aber nicht ab«, sagt Joel Dufter, der sich auf das schnelle Eis in Kanada freut. »Jetzt fangen wir mit dem Feinschliff an. Ich suche noch nach einem runden Lauf. Mal passt die erste Runde nicht und manchmal fuchst es in der zweiten Runde.« Nun hofft er auf einen perfekten Lauf über seine Lieblingsdistanz, die 1000 Meter.

Selbst beim Feueralarm bleibt Geisreiter ruhig

Seine Schwester Roxanne Dufter gibt zu, dass sie sich über die schnelle Qualifikation riesig gefreut hat. »Ich habe mir einen Traum erfüllen können. Ich habe das alles erst einen Tag danach realisiert. Jetzt bin ich gelöster, da der Druck abgefallen ist.« Nun will sie den Fokus verstärkt auf das Team richten.

Auf die Bahnen in Calgary und eine Woche später in Salt Lake City freut sie sich. »Die Spannung ist nach wie vor da und ich fühle mich gut«, meint sie.

Gut fühlt sich auch Langstreckenspezialist Moritz Geisreiter. Nicht einmal ein Feueralarm mitten in der Nacht im Hotel brachte ihn aus der Ruhe. »Ich habe das fast ein wenig unterschätzt und war kein großes Vorbild. Zunächst bin ich im Bett liegen geblieben. Ich bin von einem Fehlalarm ausgegangen, im Nachhinein war das ein wenig fahrlässig«, gibt er zu. Zum Glück stellte sich dann wirklich alles als ein Fehlalarm heraus.

Die Qualifikation für das olympische Rennen über 5000 Meter hat er bereits sicher. Über die 10 000 Meter steht das halbe Limit. »Das ist ein komplizierter Vorgang«, sagt er. Letztendlich umfasst das Teilnehmerfeld in Korea zwölf Sportler.

Ein Konkurrent hat sich mittlerweile selbst disqualifiziert. Der Russe Alexander Rumyantsew ist vom IOC wegen Dopings für Olympia gesperrt. Auf seiner Facebookseite lässt Geisreiter kein gutes Haar an dem Russen und spricht von Betrug. Doch auch der Internationale Eisschnelllauf-Weltverband ISU bekommt sein Fett weg. »Mich wundert, dass ihn die ISU hier starten lässt und (noch) nicht gesperrt hat.«

Sportlich ist Geisreiter voll motiviert. Nach überstandenem Jetlag hat er viele Trainingseinheiten absolviert, um sich an das Eis zu gewöhnen. »Es ist ein weiches und trotzdem schnelles Eis«, beschreibt er dieses und freut sich über die kurzen Wege in Calgary. Das Team-Hotel befindet sich direkt neben der Eishalle. »Jetzt soll es nur noch am Wochenende richtig schnallen«, hofft er. SHu

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