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Corbinian Klotz bei einer Trainingsfahrt nach Berchtesgaden: Der 18-Jährige hat vor kurzem bei den Maloja Pushbikers einen Profivertrag unterschrieben. (Foto: Klotz)

Weiter ans Limit gehen

Das Jahr endete für Corbinian Klotz mit einem großen Coup: Der 18-Jährige aus Grabenstätt hat einen Profivertrag bei den Maloja Pushbikers aus Holzkirchen unterschrieben. Das Erstaunliche daran ist: Der junge Sportler hat erst vor zwei Jahren mit dem Radfahren begonnen und ist jetzt schnurstracks auf dem Weg in Richtung Profikarriere. In einem Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der Grabenstätter unter anderem, was er sich für das kommende Jahr vorgenommen hat und welches große Ziel er erreichen möchte. 


Lässig nach vorne gebeugt sitzt Corbinian Klotz bei einem Fotostopp während einer Trainingsfahrt mit seinem Coach Alexander Schnerrow auf seinem Rad (unser Foto) – fast so als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Dass er erst vor knapp zwei Jahren seine »Liebe zum Radsport« entdeckte, verdankt der 18-Jährige ein bisschen dem Zufall und vor allem einem Freund, der ihm sein Rennrad geliehen hatte. Nach einigen Testfahrten hat Corbinian Klotz das Radfahren so gut gefallen, dass er sich gleich ein eigenes Rad gekauft hat. Er ist dann dem RSV Traunstein beigetreten und bereits nach einem Jahr zum RSV Irschenberg und somit zum Team der Maloja Pushbikers Future Stars gewechselt. Jetzt – nach einem weiteren Jahr – bekam er bereits die Chance, in das U-23-Continental-Team der Pushbikers einzusteigen. »Ein Freund hat mich vermittelt, weil er Potenzial in mir gesehen hat«, erzählt er stolz. Dieser Freund war der 37-jährige Helmut Trettwer, der bereits für die Maloja Pushbikers startet.

Für Corbinian Klotz, der in Traunstein die FOS besucht, ist das sportlich gesehen, die bisher größte Chance, die er jetzt unbedingt nutzen will. Aber auch eine Herausforderung, die der junge Sportler als das Angebot kam, ohne zu Zögern annahm. Ohne die Unterstützung seiner Freunde und Eltern sowie seiner Radsport-Kollegen – allen voran Franz Winzenbacher und Paolo Generali, hätte er das aber alles nicht geschafft, betont er.

Seine neuen Trainingspläne fordern den jungen Sportler nun ziemlich, denn sie sind zeitintensiv. Viel Zeit, um seine Freunde zu treffen, hat er deshalb nicht mehr. Und auch andere Sportarten, die er gerne macht, bleiben auf der Strecke. »Ich hatte zuletzt tatsächlich wenig Kontakt zu Leuten außerhalb des Radsports«, erzählt der Schüler und schmunzelt. Doch das nimmt er für seinen Traum von einer Profikarriere gerne in Kauf. Bei seiner neuen Trainingsgruppe sieht er die Chance, sich sportlich weiter voranzubringen. Er möchte seinen Körper »noch mehr ans Limit bringen«, aber auch neue Strategien und Verhalten bei Rennen lernen – einfach in den Tagesablauf eines »Vollprofis schnuppern«, erzählt er.

Für das kommende Jahr hat sich Klotz vorgenommen, so gut es geht, seine Kollegen zu unterstützen. Der Grabenstätter will außerdem so viele Rennen wie möglich fahren und alle Aufgaben und Herausforderungen, die ihn sein Team stellt, meistern.

Denn für die kommenden Jahre hat der 18-Jährige seine Ziele hochgesteckt: Spätestens 2023 will er an der Oberösterreich-Rundfahrt, die zu den wichtigsten Rennen in Österreich zählt, teilnehmen. Außerdem möchte es der junge Sportler zu Deutschlands wichtigstem Etappenrennen der Männer-Elite schaffen, der Deutschland-Tour.

aha

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