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Weber wieder mit starken Fahrten

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So könnte es auch bei den WM-Tagen von Inzell aussehen: Vier russische Fahrer bestreiten das Finale. Im GP 6 in Berlin führte im Endlauf zunächst noch Daniil Iwanow (Nr. 333) vor Dinar Walejew (rechts/Nr. 114), Dimitri Khomisewitsch (919/hinten links) sowie Dimitri Koltakow (Nr. 106). Letztlich aber gewann Walejew vor Iwanow, Koltakow und Khomisewitsch. (Foto: T. Horn)

Über ein herausragendes Ergebnis und Erlebnis durfte sich Hans Weber beim Eisspeedway-Grand-Prix in Berlin freuen: Der 34-Jährige erreichte am ersten Tag sogar das Finale und am zweiten Tag das Halbfinale. In der WM-Gesamtwertung rückte er als Gesamtsechster auf die Position des besten Westeuropäers vor.


Erwartungsgemäß schwer tat sich an beiden Tagen der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher, der im GP 5 und 6 nur je zwei Läufe bestreiten und daher nicht viele Punkte holen konnte. Die Probleme mit seinem linken Unterarm – verursacht durch einen eingeklemmten Nerv – ließen sich in der Kürze der Zeit noch nicht beheben.

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Max Niedermaier (Edling) von der gastgebenden Eisspeedwayunion Berlin tat sich am ersten Tag (3 Punkte) noch etwas schwer, steigerte sich aber im Grand Prix 6 auf fünf Punkte. So dürfen die heimischen Fans auch bei ihm auf einen guten Auftritt hoffen, wenn es am Wochenende vom 15. bis 17. März in der Inzeller Max-Aicher-Arena beim Grand Prix 7 und 8 um weitere WM-Zähler geht.

Für Inzell ist Markus Jell (Altfraunhofen) als Reservefahrer gemeldet. Und Jell, der wie Weber dem Inn-Isar-Racing-Team des MSC Teisendorf angehört, bewies im GP 6, dass er derzeit gut in Form ist. Drei Tage nach seinem Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft war er nämlich am zweiten Wettkampftag in Berlin in allen fünf Läufen am Start – und holte immerhin vier Punkte.

Zwar hatte Weber am ersten Tag beim Einzug ins Finale auch das Glück des Tüchtigen, als in seinem Halbfinale sowohl Daniil Iwanow (Russland) als auch Martin Haarahiltunen (Schweden) ausfielen – doch seine Punktezahlen an beiden Tagen (10 und 12) zeigen seine Stärke. Er holte im GP 6 sogar drei Siege und einen zweiten Platz in den Vorläufen.

Für Stefan Pletschacher blieb es an beiden Tagen bei je zwei Einsätzen. »Aber jetzt habe ich fast zwei Wochen Zeit für physiotherapeutische Behandlungen am Arm, dann müsste ich in Inzell wieder voll mitmischen können«, hatte der 40-Jährige schon nach der Deutschen Meisterschaft gehofft.

An der Spitze dominierten wie üblich die russischen Piloten. Da Daniil Iwanow am ersten Tag durch seinen Ausfall im Halbfinale nur 13 Punkte sammeln konnte, fiel er in der WM-Gesamtwertung zunächst zurück, punkte aber am zweiten Tag trotz des Tagessieges von Dinar Walejew am besten. Nunmehr bilden Dimitri Koltakow, Iwanow sowie Walejew mit je 97 Punkten die WM-Spitze, dahinter folgt Dimitri Khomisewitsch (93). Daher dürfte es auch in Inzell wieder packende »inner-russische« Duelle geben, doch die Deutschen wollen bei ihrem »Heimspiel« natürlich auch gut mitmischen. who