weather-image
15°

Was für ein verrücktes Spiel in Waging

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Wagings Kapitän Manuel Sternhuber (Mitte) erzielte in der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer für seine Elf. Die Pidinger Michael Unterreiner (links) und Stefan Beranek hatten in dieser Szene das Nachsehen. (Foto: Zucker)

War das eine verrückte Partie im Wilhelm-Scharnow-Stadion! Der ASV Piding hat im Gastspiel der Fußball-Kreisliga 2 beim TSV Waging schon wie der sichere Sieger ausgesehen, doch in der Nachspielzeit machten die Schützlinge von »Seerosen«-Trainer Sepp Aschauer aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3-Remis. Während sich die Pidinger fast vorkamen wie der FC Bayern im Champions-League-Finale 1999 gegen ManU, feierten die Gastgeber einen am Ende glücklichen Punkt. Und die Mannen von Coach Viktor Kastner bleiben weiterhin sieglos in der hinteren Tabellenregion kleben.


Nach anfänglichem Abtasten ging Waging früh in Führung: Bernhard Mühlbacher spielte quer zu Phil Parthum, dessen Schuss – noch abgefälscht von einem ASV-Akteur – unerreichbar für Tormann Daniel Miethsam zum 1:0 im Netz landete (12.).

Anzeige

Waging hätte nachlegen können, doch Parthum visierte Aluminium an, und Bernhard Mühlbacher – der sich dann ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzte (Diagnose steht noch aus) – vergab zwei gute Möglichkeiten. »Gar nicht mal unverdient hat Piding dann das Spiel gedreht, weil wir zu viele Fehler gemacht haben«, analysierte Aschauer. Er räumte ein, dass nach Mühlbachers Verletzung »bei uns ein Bruch im Spiel war – er ist ja auch ein wichtiger Mann«.

Noch vor der Pause scheiterte Hansi Freimanner nach einem schönen Konter am toll reagierenden TSV-Schlussmann Maxi Bösch (44.), doch im zweiten Durchgang klingelte es dann gleich dreimal im »Seerosen«-Gehäuse. Beim 1:1-Ausgleich profitierte Hansi Freimanner nach einem weiten ASV-Schlag von einem Missverständnis zwischen Bösch und Niklas Maier, umkurvte den Waginger Schlussmann und beförderte das Spielgerät über die Torlinie (52.). Dann schlossen Manuel Maske und wiederum Freimanner jeweils einen Konter zum 1:2 (65.) beziehungsweise 1:3 (69.) ab. Der erste Sieg seit dem Wiederaufstieg in die Kreisliga schien für Piding zum Greifen nah, doch Aschauers Umstellungen – er schob Sebastian Schilling nach vorne und wechselte auch noch Niko Maier ein – ließen den Druck aufs ASV-Tor immens werden.

Und in der Nachspielzeit passierte es dann doch noch – und das sogar doppelt: Andi Kamml war nach einer Flanke im Getümmel zur Stelle und drückte das Leder zum 2:3 ins Netz (91.), und TSV-Kapitän Manuel Sternhuber – schön freigespielt – besorgte aus etwa vier Metern den Rest und schob das Leder zum von den »Seerosen« enthusiastisch umjubelten 3:3-Endstand ins gegnerische Netz (92.). »Unser Anspruch wäre eigentlich schon, dass wir gegen Piding gewinnen. Doch unter diesen Umständen sind wir natürlich auch mit dem einen Punkt zufrieden«, so Aschauers Fazit. cs