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Was für ein Pech kurz vor dem Ziel

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Julian Erhardt lag bei der Sprintdistanz in Mußbach lange Zeit auf Platz eins. Kurz vor dem Ziel musste sich der Überseer Profi-Triathlet dann aber übergeben und wurde noch überholt. (Foto: Erhardt)

Oh, wie ist das bitter! Julian Erhardt hat beim Auftaktrennen des Triathlon-Cups Rhein-Neckar in Mußbach schon wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch rund 100 m vor dem Ziel musste sich der Vorjahresgesamtsieger übergeben und so konnte Frederik Henes noch am Überseer Profi-Triathleten vorbeiziehen und den Sieg einfahren.


»Im ersten Moment war ich natürlich extrem enttäuscht«, sagte Julian Erhardt. »Aber unter diesen Umständen kann ich am Ende mit der abgerufenen Leistung eigentlich schon sehr zufrieden sein.«

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Erhardt spielte damit auf die Tatsache an, dass sein Start in Mußbach lange am seidenen Faden hing. Denn der Überseer stürzte ein paar Tage vor dem Wettkampf mit dem Rad schwer und zog sich dabei mehrere schmerzhafte Prellungen im Schulterbereich zu. »Ich hatte den Wettkampf eigentlich schon abgeschrieben«, sagte er. Weil es sich aber um eine Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) handelte, versuchte er doch sein Glück – und es lief zunächst.

Nach dem Schwimmen kam er als Zweiter aus dem Wasser. »Beim Radfahren ist es dann ziemlich rund gegangen«, berichtete er. Aber nach dem ersten Berg konnte sich Erhardt von der Konkurrenz absetzen und einen Vorsprung herausfahren. »Ich bin dann auch sehr optimistisch losgelaufen«, berichtete er. Und normalerweise lasse er sich so einen Vorsprung – es waren rund 45 Sekunden – auf 5 km auch nicht mehr nehmen. Doch rund 100 Meter vor dem Ziel passierte dann eben das Malheur. »Ich bin da auf Anschlag gewesen, zudem war es extrem heiß.« Cup-Neuling Henes zog vorbei und siegte überraschend in 59:26 Minuten, immerhin rettete Erhardt Platz zwei vor Malte Plappert.

Bereits an diesem Sonntag steht jetzt das zweite Rennen der Serie an. Dann fällt der Startschuss zum Maxdorfer Triathlon, der von der TSG Maxdorf alle zwei Jahre veranstaltet wird. Dabei geht's auf die Mitteldistanz (2 Kilometer Schwimmen, 85 Kilometer Radfahren, 20 Kilometer Laufen). Julian Erhardt will am Sonntag auf jeden Fall starten.

»Mir geht es jetzt von Tag zu Tag besser«, versicherte er. Und die Vorfreude auf den Wettkampf ist bereits groß. »Das wird sicherlich wieder ein interessantes Rennen werden.« Und dabei werden auch Henes und Plappert erneut am Start sein – spannende Duelle sind also erneut vorprogrammiert und diesmal hofft Julian Erhardt auf das bessere Ende für sich. SB