weather-image
22°

»Was bleibt, ist die hohe Wertschätzung«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Andreas Birnbacher bedankte sich bei seiner Verabschiedung bei seinen Fans. (Foto: Wunderlich)

Viele Weggefährten, Freunde und natürlich die Mitglieder des Andi-Birnbacher-Fanclubs kamen zahlreich auf den Dorfplatz, um Andi Birnbacher zu verabschieden. Er beendete ja seine Biathlon-Karriere.


Mit dem feierlichen Einzug der Musikkapelle Schleching wurde Andi Birnbacher mit Sohn Louis auf die Bühne im Musikpavillon geleitet. Bürgermeister Josef Loferer betonte, dass es schon eine Besonderheit sei, so einen Ausnahmesportler in der Heimat zu haben. Er begrüßte es, dass Birnbacher immer zu seiner Heimat stehe und hier in Schleching für seine Frau Anna und die beiden Söhne ein Haus gebaut habe.

Anzeige

Zum Abschied gab es ein Geschenk für den Garten des Hauses von der Gemeinde, das Loferer »en miniature« extra gebaut hat, um es überreichen zu können. Es wird eine Schaukel für zwei Kinder in den Garten gestellt. Ebenso überreichte er gemeinsam mit der Zweiten Bürgermeisterin Elfie Bachmann eine Ehrenurkunde für besondere Verdienste als Vertreter der Gemeinde Schleching als Sportler und Biathlet. Sohn Louis fand natürlich die Miniatur-Schaukel viel interessanter.

Auch Pfarrer Kreuzpointer blickt zurück

Die emotionalste Ansprache hielt Pfarrer Josef Kreuzpointer. Er hat den Lebensweg von Andi Birnbacher lange Zeit freundschaftlich begleitet und erinnerte sich gern an die Trauung von Andi und Anna Birnbacher und die vielen sportlich erfolgreichen Stationen. Die gemeinsam erlebte Zeit hat Josef Kreuzpointer in einer lyrischen Versform verfasst, die humorvoll die vielen Erfolge beschrieb, die besten Wünsche und den himmlischen Segen für die Zukunft und den Dank für die schöne Zeit beinhaltete.

Der Vorsitzende des Schlechinger Skiclubs, Konrad Rappl, bedankte sich ebenfalls bei Andi Birnbacher und wünschte ihm viel Glück für seine kommende Trainerzeit. Er erinnerte an sein Hobby – für das Birnbacher ja jetzt viel Zeit hätte – die Fischerei und schenkte eine Jahreskarte dafür und für Louis gab es eine Jahreskarte für den Steinrücken-Lift vom Skiclub Schleching.

Altbürgermeister Fritz Irlacher sprach für den Fanclub (es war sogar ein Mitglied aus Finnland zur Verabschiedung angereist). Irlacher beschrieb Birnbachers Lebensweg aus ganz persönlicher Sicht, zählte die verschiedenen Schlechinger Bürger auf, die ihn von Anfang an begleitet hatten und bedankte sich bei der »Fanclub-Mutter« Heidi Richter, die mit ihrem Gasthof Hubertus immer Anlaufpunkt für den Fanclub war. Zum Schluss sagte Fritz Irlacher: »Was bleibt, ist die hohe Wertschätzung nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch.«

Engelbert Schweiger, Präsidiumsmitglied im Bayerischen Skiverband, bedauerte, dass man mit Andi Birnbacher einen der besten Biathleten verliere. Aber er könne die Entscheidung auch verstehen und sei froh, dass Andi Birnbacher als Trainer erhalten bleibe. Als Anerkennung für seine Verdienste überreichte ihm Schweiger einen Kristall-Löwen vom Bayerischen Skiverband.

Vom Skiverband Chiemgau sprach Martin Hobmaier. Auch er betonte, dass es nicht nur sechs Weltcupsiege und 25 deutsche Meistertitel waren, die zählen, sondern auch die menschlichen Werte von Andi Birnbacher, die die Mannschaft geprägt haben. Er sei ein sportliches Vorbild gewesen. »Der ganze Chiemgau war bei den Wettkämpfen mit dem Herzen dabei und das wird uns fehlen«, betonte er.

Emil Huber, der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, überreichte Birnbacher ein Hufeisen, das ihm Glück bringen soll. Fritz Fischer, ein Trainer von Andi Birnbacher, fand sehr persönliche Worte. Auch sein letzter Trainer Andreas Stitzl sprach von viel Spaß bei der gemeinsamen Arbeit, die immer auf Augenhöhe stattfand.

Zum Schluss bedankte sich Andi Birnbacher für diesen tollen Empfang. Nach 17 Jahren im Profisport gehe diese gute Zeit zu Ende. Es zähle die gesamte Karriere und nicht nur die Siege. Er wollte immer seinem eigenen Anspruch gerecht werden und zu den Besten gehören und das hat er bis zu seiner letzten Saison geschafft. Dafür war eine kompromisslose Lebensführung nötig, die er jetzt seiner Familie nicht mehr zumuten wollte. Er bedankte sich bei allen Menschen, die ihn in seiner Sportler-Karriere unterstützt haben und besonders bei seiner Familie. wun