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War das schon das Aus im Aufstiegsrennen?

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Sebastian Mayer (am Ball) hatte in der ersten Halbzeit zwei klare Einschussmöglichkeiten für den SB Chiemgau Traunstein; doch etwas Zählbares wollte nicht dabei herausspringen. (Foto: Weitz)

1. FC Miesbach: Zimmerhakl, Nowotny, Christian Hofmann, Haimerl, Scherer, Mack (89. Hörterer), Rosenberger (46. Altenburg), Breiherr, Schwinghammer, Florian Hofmann, Heid (90.+1 Feldner).


SB Chiemgau Traunstein: Frost, Bauer, Thudt, Sebastian Mayer, Berz, Schön, Probst, Waritschlager, Wittmann (75. Defta), Dengel (46. Petzka), Marchl (88. Wendlinger).

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Schiedsrichter: Schkarlat (SV Weidenbach).

Zuschauer: 80.

Tor: 1:0 (80.) Christian Haimerl.

Rote Karten: keine. – Gelb-Rote Karten: keine.

War das schon das Aus für den SB Chiemgau Traunstein im Kampf um den vorderen Relegationsplatz der Fußball-Bezirksliga Ost? Nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Miesbach sieht es fast danach aus, denn drei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand der Chiemgauer auf den aktuellen Zweiten TSV Ebersberg satte fünf Punkte – und die wird man nur noch durch ein kleines Fußballwunder wettmachen können.

Das Restprogramm wäre zwar machbar, denn die Schützlinge von Trainer Franz Gruber haben noch zwei Heimspiele (gegen Baldham-Vaterstetten und Heimstetten II) und nur noch eine Auswärtspartie (bei Fixabsteiger 1860 Rosenheim II) zu bestreiten, doch viele Fans der Traunsteiner wollen jetzt nicht mehr so recht an den Landesliga-Aufstieg glauben. Daran ändert auch die kämpferische Aussage von Gruber (»Wir geben noch nicht auf«) nicht viel.

Der Traunsteiner Übungsleiter trauerte in Miesbach drei dicken Möglichkeiten nach, die seine Truppe in einer ausgeglichenen Begegnung jeweils beim Stand von 0:0 ausließ. Eine Doppelchance bot sich im ersten Durchgang Sebastian Mayer, der das Leder zweimal aus kurzer Entfernung nicht im Kasten des starken Stefan Zimmerhakl unterbrachte. Zudem hatten die Platzherren bei einer Linienrettung großes Glück.

Die beste SBC-Gelegenheit bot sich jedoch Patrick Schön eine Viertelstunde vor dem Abpfiff: Zimmerhakl war bereits geschlagen, als der Traunsteiner Mittelfeldmann den Ball sehenswert in Richtung Kasten beförderte, ehe ein Miesbacher Abwehrspieler per Kopf auf der Linie klären konnte. »Das hat der Patrick wirklich wunderbar gemacht, doch uns hat einfach auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt«, meinte Franz Gruber.

Die Miesbacher ihrerseits – übrigens heuer noch ungeschlagen – hatten dagegen dieses bisschen Fortune: Einen 20-Meter-Schuss lenkte SBC-Schlussmann Cameron Frost an die Latte, und beim zurückspringenden Ball reagierte FCM- Torjäger Christian Haimerl am schnellsten und markierte zehn Minuten vor dem Abpfiff das »Tor des Tages«.

Nach diesem Treffer machten die Kicker von Trainer Bernd Weiß »die Schotten dicht« und ihr Sieg geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. »Es war ein Kampfspiel, das sicher auf keinem allzu hohem Bezirksliga-Niveau stand«, bilanzierte Gruber, »aber wir haben vorher gewusst, dass es hier schwer werden würde und uns entsprechend darauf eingestellt.«

Umso mehr ärgerte er sich darüber, »dass wir irrsinnig viele Fehlpässe beim Spiel aus dem Mittelfeld nach vorne gemacht haben.« Darunter litt vor allem Offensivmann Maxi Probst, der somit immer wieder in der Luft hing.

Auffällig ist allemal, dass es für den SB Chiemgau Traunstein – im Gegensatz zu den Heimspielen – in der Fremde (Bilanz: 4-4-6) alles andere als rund läuft. »Leider weiß ich auch nicht, woran das liegt – sonst hätten wir dieses Problem längst abgestellt«, betont Gruber, »mit unseren schnellen Leuten müsste uns das Kontern eigentlich entgegenkommen. Aber die Gegner laufen uns halt auch nur ungern ins offene Messer und spielen gegen uns auch zu Hause nicht unbedingt offensiv.« cs

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