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Waginger See-Pokal ist wieder zurück

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Zum 41. Mal wird ab morgen auf den Anlagen des Tennisclubs Waging am Waginger See aufgeschlagen. Drei Generationen Kleißl sind dabei: Marcus (links) hat das Amt des Turnierdirektors von seinem Vater Ludwig übernommen – und der kleinste Kleißl-Spross assistiert bereits eifrig. (Foto: Kas)

Der Waginger See-Pokal ist zurück. Nach zweijähriger Pause haben sich die Verantwortlichen beim Tennisclub Waging dazu entschieden, das beliebte Großereignis wieder aufleben zu lassen. Zum 41. Mal wird ab dem morgigen Mittwoch (10 Uhr) auf den Anlagen des Clubs in Angerpoint ganz in der Nähe des Strandkurhauses am Waginger See aufgeschlagen. Es geht um insgesamt 5000 Euro, wobei allein der Sieger 1400 Euro erhält. Und es geht um wertvolle Punkte für die deutsche Herren-Rangliste, denn der Wettbewerb gehört zur German-Masters-Serie, die dem Deutschen Tennisbund untersteht.


«Wir sind gerüstet und freuen uns, wieder Spitzenspieler in Waging begrüßen zu können. Die Akteure schätzen bei uns vor allem das Ambiente und die familiäre Atmosphäre«, sagt Turnierdirektor Marcus Kleißl, der das Amt von seinem Vater Ludwig Kleißl übernommen hat und zusammen mit Hubert Häcker das Turnier leitet. Schirmherr ist Wagings 1. Bürgermeister Herbert Häusl. »Schön, dass die lange Tradition des See-Pokals heuer fortgesetzt wird. Es ist ein ordentliches Preisgeld ausgelobt, dies macht die Veranstaltung zu einem der führenden Tennis-Ereignissen im südostbayerischen Raum«, sagt der Schirmherr. Er weist schon auf das große Sommernachtsfest am Samstag hin. »Das Rahmenprogramm hat in Waging immer gepasst«, so Häusl.

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»Ich freue mich, dass uns mit diesem Turnier erneut eine großartige sportliche Veranstaltung in Oberbayern ins Haus steht«, schreibt Helmut Schmidbauer, der Präsident des Bayerischen Tennisverbandes in seinem Grußwort in der Turnierbroschüre. Und er drückt dem Nachwuchs wieder die Daumen: »Mein ganz besonderes Augenmerk gilt natürlich den bayerischen Talenten, die sich bei solchen Turnieren ihre ersten Sporen im internationalen Tennissport verdienen können.«

Kohlschreiber und Mayer mit 16 im Finale von Waging

Erinnert sei bei diesen Worten an das Jahr 2000. Damals standen zwei 16-Jährige im Waginger Finale: Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Florian Mayer (Bayreuth). Beide haben danach Tennisgeschichte geschrieben, spielten Daviscup, gewannen ATP-Turniere und sind heute noch aktiv. Kohlschreiber ist aktuell Deutschlands Nummer eins, steht in der Weltrangliste an Position 28 und hat über acht Millionen Dollar allein an ATP-Preisgeldern eingespielt. Mayer war im Juni 2011 die Nummer 18 der Welt, ist nach langer Verletzungspause zurückgefallen, jetzt aber wieder auf dem Weg nach oben.

Kohlschreiber hatte damals die Serie ausländischer Sieger beim Seepokal beendet, denn von 1995 bis 1999 triumphierten Stefan Eriksson (Schweden), Rolandas Murashka (Litauen), Dimitri Poljakov (Ukraine), Zbynek Novak (Tschechien) und Mariano Delfino (Argentinien).

Nach Kohlschreiber war dann aber wieder bis 2006 die ausländische Konkurrenz am Zug mit Richard Drazny (Tschechien), Andreas Fasching (Österreich), Razvan Itu (Rumänien), Jernej Karner (Slowenien), nochmals Drazny und Tomas Jecminek (Tschechien).

Mit Dennis Blömke (Luitpoldpark München) gewann 2007 dann wieder ein DTB-Spieler und nach Andreas Kauntz (Nürnberg/2008) ist Christian Hupt aus Dresden im Jahr 2011 der vorerst letzte deutsche See-Pokal-Sieger. Die letzten ausländischen Waging-Gewinner heißen Christian Magg (Österreich/2012), Andrey Plotniy (Russland/2010) und Tomas Jecminek (Tschechien/2009).

Der Zeitplan

Mittwoch, 10 Uhr: Auslosung, anschließend Qualifikation. – Donnerstag, 13 Uhr: Hauptfeld. – Freitag, 11 Uhr: Achtel- und Viertelfinale. – Samstag, 11 Uhr: Halbfinale. – Sonntag, 13 Uhr: Finale. kk