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Waging spielt zunächst vor eigenem Anhang

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Der Waginger Johannes Maierhofer (rechts, hier im Duell mit Holger Ganss vom SV Seeon/Seebruck) hat heute mit seiner Mannschaft das erste Relegationsspiel vor sich. Zu Gast in Waging ist der TSV Emmering. (Foto: Weitz)

»Wir erhoffen uns 600 Zuschauer, unsere Gäste haben sich mit zwei Bussen angekündigt.« Stefan Hinterreiter, Abteilungsleiter des TSV Waging, gibt sich vor dem Relegations-Hinspiel (Runde 1) zur Fußball-Bezirksliga Ost gegen den TSV Emmering zuversichtlich, dass die Kulisse stimmen wird. Darauf, dass auch das Ergebnis stimmt, hofft jedoch nicht nur Wagings Coach Ali Gezer, sondern auch sein Emmeringer Kollege Christian Kramlinger, zumal im Vergleich der beiden Kreisliga-Zweiten Inn/Salzach ein Duell auf Augenhöhe erwartet wird.


Anstoß ist heute um 18.30 Uhr im Wilhelm-Scharnow-Stadion, geleitet wird das Match von Schiedsrichter Christian Babjar (TuS Garching). Das Rückspiel steigt dann am kommenden Samstag um 17 Uhr im Pfarrbachstadion.

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Mehr Punkte aufs Konto gebucht haben zwar in der abgelaufenen Saison die Emmeringer Kicker (53 Zähler in 26 Spielen; zum Vergleich: Waging 47). Doch die »Seerosen« weisen die längere Erfolgsserie auf (elf Spiele ungeschlagen, davon sieben Siege) und haben im Frühjahr 2019 noch keine einzige Begegnung vergeigt. Dagegen mussten Torjäger Michael Tuscher (23 Tore) und Co. heuer schon zwei Niederlagen einstecken (1:4 in Westerndorf und 0:3 in Edling). Vor Tuscher haben die Waginger übrigens höchsten Respekt. »Wer mit dem Bruckmühler Charly Kunze konkurrieren kann (beide teilen sich den Titel des Kreisliga-I-Torschützenkönigs, Anm. d. Red.), der muss schon sehr gefährlich sein«, meint Hinterreiter. »Wir haben die Emmeringer zwar bisher nicht gesehen, werden uns aber noch informieren. Vielleicht hat es ja auch seine Vorteile, wenn man nicht alles über den Gegner weiß.«

Die Chancen auf den Aufstieg in Runde zwei stehen laut Wagings Abteilungsleiter »etwa bei 50 zu 50 – grundsätzlich sind wir froh, überhaupt die Relegation erreicht zu haben, was uns ja erst am letzten Spieltag gelungen ist«. Die Emmeringer, die ohne Heimniederlage blieben und als drittbestes Auswärtsteam abschnitten, machten den Sack bereits in der Vorwoche mit einem 3:0 gegen den SV-DJK Kolbermoor zu. Ihr jüngster Auftritt, das 1:1 beim TuS Bad Aibling, war quasi ein Test für die Relegation.

»Auch wenn wir keinen Druck haben: Wir wollen jetzt natürlich das Maximale rausholen«, gibt sich Ali Gezer kämpferisch. Der Waginger Trainer könnte sich ebenso wie Kramlinger mit einem Riesenerfolg verabschieden, denn beide hören bekanntlich zum Saisonende auf. Für Gezer kommt Sepp Aschauer (früher unter anderem Cheftrainer beim ESV Freilassing in der Landesliga), für Kramlinger Hans Weiß, der ja schon in vielen Vereinen gezeigt hat, dass er ein exzellenter Fußballer war beziehungsweise ein akribischer Trainer ist.

Gezer hat in seiner Laufbahn erst einmal Relegation gespielt und dabei vor etwa zehn Jahren mit dem TSV Freilassing gegen die »Zweite« seines derzeitigen Vereins verloren. Nun hofft er, dass es diesmal besser läuft, auch wenn er heute auf Stammtormann Manfred Sommerauer (Urlaub/für ihn hält Maxi Bösch) verzichten muss. Angeschlagen sind auf »Seerosen«-Seite Andi Siegel, Phil Parthum und Dennis Baumgartner. Letzterer wurde beim Saisonfinale in Seeon komplett geschont. Auf den Einsatz dieses Trios hofft Gezer dennoch. cs