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Waging nach einer 3:5-Pleite vor dem Abstieg

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Wagings Berni Mühlbacher (Mitte) ließ sich von Saaldorfs Johannes Hafner (links) und Felix Großschädl nicht aufhalten und traf zum 1:2. Das genügte den Wagingern am Ende aber nicht für einen Punkt. (Foto: Butzhammer)

Der TSV Waging kann allmählich für die Kreisliga planen, der SV Saaldorf dagegen wohl für eine zweite Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost. Dieses Fazit kann man nach der 3:5 (1:3)-Derby-Niederlage der »Seerosen« vor 300 Fans im Wilhelm-Scharnow-Stadion ziehen, die einen konsternierten TSV um seinen leidgeplagten Trainer Ali Gezer und einen jubelnden Aufsteiger zurückließ, der nach drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur gefunden hat.


Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit für die Mannen um Kapitän Johannes Hafner und den unermüdlichen Michael Schreyer, ehe der dreifache Punktgewinn – und damit auch der zweite Derby-Sieg in dieser Saison – unter Dach und Fach war. Denn die Gastgeber ließen sich auch durch einen 1:3-Pausenrückstand nicht verrückt machen, schafften gleich nach dem Seitenwechsel den Gleichstand und waren sogar nah dran an der 4:3-Führung. Am Ende schlugen jedoch noch zweimal die Saaldorfer zu und tüteten somit ihren achten Bezirksliga-Dreier ein.

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Auch der eine oder andere kuriose Treffer fiel in diesem abwechslungsreichen Spiel – wie das 1:0 für die Gäste in der 10. Minute: Felix Großschädls Freistoß, noch in der eigenen Hälfte getreten, fand nämlich den Weg ins Waginger Tor – klar, dass Torwart Alexander Pfab diese »Bude« auf seine Kappe nehmen muss, zumal das Leder lange in der Luft war.

Nur drei Minuten später legten die Schützlinge von »Xari« Butzhammer und Hias Rehrl das 2:0 nach: Stefan (»Steve«) Schreyer zog von der rechten Seite nach innen, setzte sich dabei gegen zwei »Seerosen«-Kicker durch und versenkte das Spielgerät mit dem linken Fuß in den Maschen.

Kurios war auch der Waginger 1:2-Anschluss in der 36. Minute, als ein abgefälschter Schuss von Berni Mühlbacher als Treffer gewertet wurde, »obwohl der Ball gar nicht hinter der Linie war – das wurde uns von mehreren Seiten bestätigt«, so Rehrl. SVS-Schlussmann Christian Streitwieser hatte die Kugel noch vor der Linie gebändigt, doch Schiedsrichter Christian Schuster (FC Alte Haide-DSC München) verließ sich auf das Signal seiner Assistentin Jacqueline Heß, die auf Tor entschied. Die heftigen Proteste der Gäste waren also letztlich vergeblich.

In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs stellten die Saaldorfer den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her: Nach einem Foul an Michael Schreyer war es Richard Kunz, der den fälligen Elfmeter ins linke Kreuzeck jagte – 3:1 aus Sicht des Kreisliga-II-Meisters (45.+1).

Waging gab gleich nach der Pause Gas, die Gäste – die bis dahin leichte Vorteile hatten und verdient führten – verloren hingegen etwas den Faden. Mit zwei »Standards« stellte der frühere Ottinger Wolfgang Gabler den Gleichstand her: Zunächst schlug er nach einem Freistoß per »Birne« zum 2:3 zu (49.), dann staubte er nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum 3:3 ab (54.). Waging war nun drauf und dran, sogar in Führung zu gehen, doch der eingewechselte Dennis Baumgartner – der viel Betrieb machte – und seine Kollegen ließen die eine oder andere Gelegenheit ungenutzt. »Da hatte ich das Gefühl, bei unseren Jungs ist der Akku leer«, gab Rehrl unumwunden zu.

Doch sie bekamen dann doch noch die Kurve, und in der 71. Minute war es Michael Schreyer, der einen Konter über Felix Großschädl und die König-Brüder Rudi und Paul zum 4:3 abschloss – sein Schuss, abgegeben aus halblinker Position, prallte vom Innenpfosten ins Netz. Den Schlusspunkt setzte Johannes Hafner in der 90. Minute: Sein Freistoß aus 22 Meter schlug halbhoch in Pfabs Gehäuse ein. cs

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