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Waging mit taktischer Disziplin und Spielfreude

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Er wird seiner Mannschaft längerfristig fehlen: Wagings Stammtorhüter Michael Endlmaier. (Foto: Weitz)

Rein in die neue Bezirksliga-Saison! Die Kicker des TSV Waging erwarten am heutigen Samstag (16 Uhr/Wilhelm-Scharnow-Stadion) mit dem TSV Ottobrunn gleich einen vermutlich sehr starken Gegner, auch wenn die Münchner Vorstädter während der Sommerpause einige Leistungsträger ziehen ließen.


Auf Ottobrunner Seite dürfte vor allem der Weggang der Leistungsträger Timo Aumayer (FC Deisenhofen/Landesliga), Mehmet Irmak und Arben Plana (beide zum Süd-Bezirksligisten FC Phönix München) Lücken hinterlassen haben, die nur schwer zu schließen sind. Das sieht auch Gäste-Funktionär Semir Cerovac so, der vorerst »nur« den Klassenerhalt als Saisonziel angegeben hat. Wer aber die technische Eleganz des Ottobrunner Fußballs kennt, der weiß, dass die Mannschaft deshalb keineswegs leicht zu knacken sein wird.

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Zwei »enge« Spiele

In der vergangenen Saison gewannen die »Seerosen« das Heimspiel mit 1:0, zogen aber am Haidgraben mit 0:2 den Kürzeren. Beide Matches waren ziemlich »eng«. Nun peilen die Schützlinge von Trainer Bernhard Zeif den zweiten Dreier in der Vereinsgeschichte gegen Ottobrunn an, damit sie nicht gleich mit einer schweren Hypothek in den Auswärts-Derby-Doppelpack (Dienstag beim ESV Freilassing, Freitag beim SB Chiemgau Traunstein) gehen müssen.

Die Vorbereitung der Waginger war nur durchwachsen, da die Pause kurz war und zudem einige Spieler urlaubsbedingt gefehlt haben. Nur selten stand der komplette Kader auf dem Trainingsplatz. »Aufgrund der Personalsituation haben diese Vorbereitungsspiele nur begrenzte Aussagekraft«, so Co-Trainer Patrick Quast. Im einzelnen gab es ein 0:3 gegen Kirchanschöring, ein 2:1 in Dorfen, ein 4:1 gegen Bürmoos und ein 5:1 gegen Teisendorf. Die Bilanz ist also mit drei Siegen und nur einer Niederlage durchaus positiv.

Zwei Talente fest dabei

Wie es sich bereits gegen Ende der vergangenen Saison angedeutet hatte, haben sich die beiden Youngster Berni Mühlbacher und Timon Schmidt im Kader der »Ersten« festgesetzt. Neu dazugekommen ist Andi Kamml aus der »Reserve«, der sich in der Vorbereitung aufgedrängt hat.

»Bitter ist, dass Torhüter Michi Endlmaier und Manuel Karlstetter wegen Knieverletzungen für unbestimmte Zeit ausfallen«, klagt Quast, der gespannt ist, »wie die Ottobrunner nach ihrem Umbruch auftreten werden.« Auf alle Fälle ist der Waginger Co-Trainer davon überzeugt, »dass Trainer Tarkan Kocatepe (seit etwa eineinhalb Jahren bei den Gästen im Amt, d. Red.) sein Team mit Sicherheit so einstellen wird, dass es diszipliniert und aus einer guten Ordnung heraus agiert.«

Kocatepes Team versucht ja stets – darauf legt der Trainer einen Schwerpunkt in den Übungseinheiten – Angriffe zu fahren, die binnen weniger Sekunden zum Torabschluss führen. Das ist zwar manchmal leichter gesagt als getan, aber dennoch ein Markenzeichen der Münchner Vorstädter, die in der vergangenen Saison mehr Tore erzielten als etwa Meister FC Töging oder Vize TSV Ebersberg.

Ziel der Gastgeber ist es, an die Leistungen aus der Bezirksliga-Premierensaison anzuknüpfen »und uns mit dem vorhandenen Spielermaterial weiterzuentwickeln«, sagt Quast. Dies sei auch der Grund dafür, dass man keine Neuzugänge geholt hat. Die Vorfreude im Lager der »Seerosen« sei enorm – »jetzt gilt es mit taktischer Disziplin und Spielfreude diese Auftakthürde zu meistern«, meint Quast. cs