weather-image
30°

»Waging ist ganz schön sportlich«

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Ein sehr gutes Ergebnis in der Sparte Zwei-Mann-Segeln erreichten Christian Rusitschka (Zweiter von links) und Max Reichert (Zweiter von rechts). Unter schwierigen Wetterbedingungen und harten Wettbewerben erzielten die beiden Herren die Plätze zwei und drei bei der Tempest-Weltmeisterschaft am Comer See. Dafür wurden sie von Wagings Bürgermeister Herbert Häusl (links) und Georg Seehuber, Vereinsreferent der Marktgemeinde Waging, nun bei der Sportlerehrung geehrt. (Fotos: Sojer)
Bildtext einblenden
Johann Schuller bekam die goldene Sportmedaille für herausragende Leistungen bei den »Special Olympics«.

34 Sportler aus dem Junioren-, Jugend- und Seniorenbereich und Teilnehmer an den »Special Olympics« in Inzell wurden nun vom Sportverein TSV Waging ausgezeichnet. Die Athleten, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, haben sich im vergangenen Jahr in ihren Disziplinen bei internationalen und nationalen Wettkämpfen auf den vorderen Rängen platziert.


Die Sportlandschaft in Waging ist bunt und vielfältig. Und die Waginger Sportler sind in vielen Bereichen erfolgreich – im Spitzensport als auch im Breitensport. »Wir freuen uns, dass wir die Sportler auszeichnen dürfen, die nicht nur losgelaufen sind, sondern auch als strahlende Gewinner ans Ziel gelangt sind«, betonte der Vereinsreferent der Marktgemeinde Waging, Georg Seehuber. Mit Disziplin, Können, Zielstrebigkeit und Leistungswillen haben es die Sportler zu ihren Erfolgen gebracht und dürfen stolz darauf sein. Aber nicht nur für sich selbst, denn diese Erfolge seien auch ein Aushängeschild für die Marktgemeinde Waging.

Anzeige

»Vereine sind das Rückgrat unserer Marktgemeinde«

Eine wichtige Vorbildfunktion tragen die Sportvereine von je her in der Integration von Behinderten. Eine neue und spannende Herausforderung für die Heimatvereine sei die zusätzliche Eingliederung von Asylbewerbern geworden, fuhr er fort. Im Sportverein DJK Otting seien zurzeit neun Flüchtlinge integriert, denen das Fußballspielen beigebracht werde. Die Trainer und Betreuer zeigen viel Engagement und Geduld mit ihren Schützlingen, deren Verständigung sich immer noch etwas schwierig gestaltet. »Ein jeder hilft mit in der Gemeinschaft – das ist der Schlüssel für gelebte Integration und für eine intakte Gemeinschaft«, betonte Seehuber. Sport verbinde eben, und mit Händen und Füßen werde auch hier fast jedes Problem gelöst, sagte er.

Zu sportlichen Leistungen gehöre eine grundlegende, positive Einstellung. Schule und Beruf mit dem Sport zu vereinbaren, sei nicht immer leicht. Dabei sei man sehr auf die moralische Unterstützung der Eltern und Angehörigen im Hintergrund angewiesen. Ebenso von den ehrenamtlichen Trainern und Übungsleitern erwarte man selbstverständlich gute Nerven und Einfühlsamkeit für ihre Schützlinge. Dies sei nicht immer an jedem Tag gleich.

Wagings Bürgermeister Herbert Häusl betonte: »Die Vereine sind das Rückgrat unserer Marktgemeinde, und wir haben in Waging davon 72, darunter Hilfsorganisationen wie fünf Feuerwehren und zwei Wasserwachten.« Viele kämpfen bei den anstehenden Wahlen um Mitglieder, die sich für die Vorstandschaft zur Verfügung stellen. Herbert Häusl gratulierte den Sportlern und wünschte sich weiterhin eine lebendige Gemeinde.

Frauenpower bei den Ehrungen

Bei den Ehrungen herrschte eindeutig Frauenpower. Urkunden für hervorragende Leistungen gingen an 23 junge Mädchen und Frauen in den Disziplinen Turnen, klassisches Ballett, Judo, Schwimmen, Rudern und Hürdenlauf. Bei den Herren wurden elf Sportler für besondere Verdienste in den Sparten Segeln, Schwimmen, Rudern Skilanglauf sowie eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike ausgezeichnet.

Eine Sonderehrung gab es für Werner Lorant und Co-Trainer Beppo Benkert. Mit der Überreichung von einer Flasche Wein und einem Buch über die Entstehung des Waginger Tourismus dankte man den beiden Fußballtrainern noch einmal für die Rettung des Fußballvereins. Die erste Mannschaft wäre nämlich beinahe aus der Bezirksliga abgestiegen. Bürgermeister Häusl lobte die beiden Trainer: »Es ist keine Selbstverständlichkeit, sich für dieses harte Unterfangen ehrenamtlich zu engagieren.« soj