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Waging gibt Lebenszeichen

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Der akut abstiegsbedrohte Fußball-Bezirksligist TSV Waging hat seine Durststrecke beendet und am gestrigen Sonntag einen 2:1 (1:0)-Sieg beim TSV Ottobrunn gefeiert. Die Truppe von Trainer Ali Gezer hatte zuvor neunmal in Folge nicht gewinnen können. »Ein verdienter Erfolg, weil meine Jungs eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt haben«, resümierte der Gästetrainer, »das Chancenverhältnis war ausgeglichen, diesmal hatten wir halt endlich auch mal ein bisschen Glück.«


Vor nur 50 Zuschauern auf dem Naturrasen des Haidgraben-Stadions – Ottobrunner Heimspiele finden oftmals »unter Ausschluss der Öffentlichkeit« statt – wurde die abwechslungsreiche Begegnung kurz vor der Pause so richtig interessant: Zunächst faustete Gästeschlussmann Alexander Pfab einen Freistoß von Florian Maier aus dem Strafraum (40.), dann verzog Ottobrunns Top-Torjäger Timo Aumayer knapp (42.).

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Trainer Gezer zufrieden »mit allen Spielern«

Weitere zwei Minuten später gingen die »Seerosen« in Führung, als sich Veit Gröbner ein Herz fasste, einen Ottobrunner Kicker 20 Meter vor dem Kasten ausspielte und das Leder fulminant unter die Latte schickte – 1:0 für das Schlusslicht. Ali Gezer, der Sascha Leuendorf als »Sechser« und Andreas Siegel als Rechtsverteidiger neu in die Startformation beordert hatte, konnte zur Pause zufrieden sein – »nicht nur mit den beiden, sondern auch mit allen anderen Spielern.«

Geradezu beruhigt war Gezer nach einer Stunde Spielzeit – zu diesem Zeitpunkt hatten die Waginger nämlich ihren Vorsprung bereits ausgebaut: Manuel Sternhuber schloss in der 59. Minute einen sehenswerten Spielzug über Berni Mühlbacher und Wolfgang Gabler schnell und direkt zum 2:0 ab.

Gastgeber vergeben umstrittenen Elfmeter

Wer nun dachte, die ebenfalls abstiegsgefährdeten Ottobrunner würden klein beigeben, der sah sich getäuscht. Gut zehn Minuten später visierte Joseph Bukenya die Latte an. Nach 75 Minuten bot sich den Hausherren die Riesenchance zum Anschlusstreffer, als Referee Philip Donath (SpVgg Hebertshausen) nach einer Attacke von Stefan Hinterreiter an Adrian Knöpfler auf Elfmeter entschied – »dabei war das Foul außerhalb des Strafraums«, klagte Gezer. Ausgleichende Gerechtigkeit also insofern, dass Aumayer den Elfmeter an den Pfosten setzte.

Zwei Minuten später klingelte es dann trotzdem im Kasten von Pfab, als Marius Flecke im Anschluss an einen Freistoß auf 1:2 aus Ottobrunner Sicht verkürzte (77.). Jetzt witterten die Mannen von Trainer Tarkan Kocatepe ihre Chance, wenigstens einen Zähler im Haidgraben zu behalten. Doch die »Seerosen« hielten prächtig dagegen und brachten den knappen Erfolg über die Bühne.

Nun wäre es natürlich optimal für sie, wenn sie am kommenden Samstag (14.30 Uhr) im letzten Spiel des Kalenderjahres 2016 – zu Hause gegen den TSV Ampfing – einen weiteren Dreier nachlegen könnten. Dann wäre der Anschluss zumindest insoweit wieder hergestellt, dass der Klassenerhalt nicht mehr völlige Utopie ist. cs

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