weather-image
20°

Wagenbauer verpasst knapp das Podest

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Michael Wagenbauer von der LG Chiemgau-Süd/Ruhpolding freute sich über den vierten Platz im Speerwurf.

Bei den Deutschen Meisterschaften der U 16 an der Deutschen Sporthochschule in Köln zeigten die besten Nachwuchsathleten bei idealen Bedingungen hervorragende Leistungen. Mit dabei war auch Michael Wagenbauer vom SV Ruhpolding, der sich für den Diskuswurf und den Speerwurf qualifiziert hatte. Er blickte im Nachhinein mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die Meisterschaften zurück.


So zeigte er in seiner Paradedisziplin, dem Diskuswurf, nicht, was er zuvor in den Wettkämpfen und im Training bewiesen hatte. Bereits beim Aufwärmen merkte man, dass ein langer Reisetag hinter ihm lag und er nicht ganz locker an die Sache heranging. Mit dem Ziel, eine Medaille bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften zu holen, war er schon beim Einwerfen im Net-Cologne-Stadion zu verkrampft. Damit fehlte ihm einfach die Sicherheit für den Wettkampf.

Anzeige

Zudem musste er als erster Starter auch noch den Bewerb beginnen und er setzte gleich den ersten Wurf an das Gestänge. Im zweiten Versuch gelang ihm ein ansehnlicher Versuch, den er jedoch äußerst knapp vorne am Ring ungültig setzte. Auch der dritte Versuch missglückte und Wagenbauer war in seiner Spezialdisziplin bereits nach dem Vorkampf mit gerade mal 43 Meter ausgeschieden. Statt mit einer Medaille verließ er mit viel Frust das Stadion. Jetzt hieß es, möglichst schnell den Tag zu vergessen und sich auf den nächsten Bewerb zu konzentrieren.

Nach einer guten Nacht in Wuppertal zeigte er sich bereits beim Frühstück locker und selbstbewusst. Er wollte der Konkurrenz zeigen, dass immer mit ihm zu rechnen ist. So bewegte er sich viel lockerer, da er im Speerwurf nichts zu verlieren hatte. Er startete gleich mit guten 51 Meter in den Wettkampf und steigerte sich im dritten Durchgang auf 53,41 Meter. Damit hatte er als Fünfter den Endkampf erreicht. Bereits früh war klar, dass der Deutsche Meister Luka Mazzei aus Schorndorf heißen würde. Denn dieser warf den Speer auf unglaubliche 64,76 Meter.

Doch die Medaillenplätze waren auch noch für Wagenbauer in Sichtweite. Im vierten Durchgang verbesserte er sich auf 54,58 Meter und erzielte damit eine neue Bestleistung, die er schließlich im fünften Versuch noch auf 55,12 Meter steigerte. Doch bei ihm schwanden nun mehr und mehr die Kräfte und sein lädierter Ellenbogen machte sich bemerkbar. Somit belegte er am Ende mit neuer Bestleistung einen starken vierten Platz. RG