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Vorsprung geschmolzen

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Seit fünf Spielen ist der SVK ohne Sieg: Stürmer Albert Deiter möchte heute in Nördlingen dazu beitragen, dass diese Serie endlich zu Ende geht. (Foto: Butzhammer)

Sollte jemand auf der Suche nach einem Tipp fürs abschließende Herbstrunden-Spiel des SV Kirchanschöring in der Fußball-Bayernliga Süd beim TSV Nördlingen sein, so könnte man ihm vor allem eines empfehlen: auf ein Unentschieden zu setzen. Denn: Alle bisherigen Bayernliga-Duelle dieser beiden Teams, drei an der Zahl, endeten unentschieden.


In der vergangenen Saison gab’s zweimal ein 1:1, in der aktuellen Spielzeit mussten sich die Gelb-Schwarzen vor eigenem Publikum mit einem 0:0 begnügen. Und es gibt einen weiteren Aspekt, der für eine Punkteteilung am morgigen Samstag (14 Uhr, Rieser Sportpark) spricht: Vor drei Wochen spielte der SVK schon einmal bei einem Laternenträger, nämlich beim TSV Schwaben Augsburg – und auch damals gab’s ein Remis (2:2).

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Und auch ein dritter Aspekt lässt ja fast gar nichts anderes zu als dieses Unentschieden: Nach der SpVgg Hankofen-Hailing (acht Punkteteilungen) haben Nördlingen und Kirchanschöring bislang die meisten Unentschieden der Liga geschafft (je sieben).

Klar: Eine Katastrophe wäre ein Remis aus Sicht der Gäste auch diesmal nicht, obwohl der TSV seit fünf Spielen ohne Dreier ist. Doch nachdem der Vorsprung des SVK auf die Abstiegsrelegationszone – die vom Tabellen-14. Hankofen angeführt wird – auf zwei Punkte zusammengeschmolzen ist, sollten die Kicker von Seppi Weiß nochmals alles raushauen, um ihrem neuen Cheftrainer im vierten Anlauf den ersten Dreier zu schenken, quasi als Jahresabschluss- oder eben als vorgezogenes Weihnachtspräsent.

Das eine Pünktchen, das man bislang unter Weiß’ Regie ergatterte (2:2 in Augsburg), ist zu wenig, um von einem Trainereffekt sprechen zu können. Das weiß auch Tom Dengel aus dem Abteilungsleiterteam, der längerfristig mit dem ehemaligen Coach des TSV Altenmarkt und SC Inzell plant. Man habe sich auf eine Zusammenarbeit bis Sommer 2021 geeinigt, erklärte Dengel, der aber schon vor den jüngsten beiden Niederlagen klarstellte: »Genauso wie ich davon überzeugt bin, dass Seppi der Richtige für uns ist – er war auch mein Wunschkandidat – genauso ehrlich bin ich, dass ich nicht weiß, was passieren würde, wenn wir zehn Spiele verlieren.« Ganz offen gab Dengel zu, dass ein weiterer Co-Trainer gesucht wird – es könnte auch ein spielender sein, sozusagen ein verlängerter Arm von Weiß auf dem Feld.

Unabhängig vom Ausgang der morgigen Partie in Nördlingen stehen also interessante Wochen in »Anschöring« bevor. Man darf gespannt sein, wie die Besetzung der Trainerbank 2020 aussieht, und man darf auch neugierig sein, mit welchem Spielermaterial der SVK die Frühjahrsrunde seiner fünften Bayernliga-Saison en suite in Angriff nehmen wird. cs