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Vorletzter Kampftag in den bayerischen Ringerligen

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Angers Freistilspezialist Christian Pribil muss sich in der II. Bundesliga Woche für Woche mit Spitzenringern »herumschlagen«. Am Samstag will der frühere Traunsteiner seinen Hinrundensieg gegen den Westendorfer Patrick Riedler wiederholen. (Foto: Wittenzellner)

Während die Erst- und Zweitligisten in den Ringer-Bundesligen noch bis Ende bzw. Mitte Dezember auf der Matte stehen, biegen die bayerischen Ringerligen langsam in die Zielgeraden ein. Am vorletzten Kampftag gibt es eine Reihe attraktiver Duelle, wobei insbesondere der Auswärtskampf des TSV Trostberg beim niederbayerischen SV Untergriesbach reizvoll erscheint. Heimrecht genießen der TV Traunstein und der TSV Berchtesgaden.


Nach zwei Wochen Pause greift am morgigen Samstag auch der Bundesligist SV Wacker Burghausen wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Dabei müssen die Salzachstädter zum VfK Schifferstadt reisen. Die 8:25-Heimniederlage gegen den derzeitigen Tabellensechsten machte schon in der Vorrunde deutlich, wohin beim SVW die selbstgewählte Reise geht. Sieht man doch die Zukunft des Vereins eher eine Klasse tiefer, wo einige interessante Derbys zu bestreiten wären. Würde man in Schifferstadt mit der stärksten Aufstellung antreten, wäre ein Sieg aber sicherlich im Bereich des Möglichen.

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Der SC Anger bot in der Hinrunde gegen die vielleicht stärkste Mannschaft der II. Liga, den TSV Westendorf, eine sehr gute Leistung. Bei der unglücklichen 16:17-Niederlage haderte man mit einer Reihe von Kampfrichterentscheidungen. Unter anderem musste Bernhard Mayr (84 kg, Greco) eine umstrittene Punktniederlage hinnehmen. Nun steht gegen die heimstarken Allgäuer der Rückkampf an. Wie groß Ringen bei den Ostallgäuern geschrieben steht, zeigt sich alleine daran, dass man mit drei Erwachsenen- und zwei Nachwuchsmannschaften im Ligabetrieb vertreten ist – eine Breite, die bundesweit ihres gleichen sucht. Am morgigen Samstag ist Anger sicherlich Außenseiter, gleichwohl hat der Hinkampf gezeigt, dass man mit dem Ligaprimus auf Augenhöhe ringen kann.

In der Oberliga wechselten sich in der Vorrunde der SV Untergriesbach und der überraschend starke TSV Trostberg an der Tabellenspitze ab. Groß war dann die Überraschung und zum Teil auch die Verärgerung bei den rund 300 Zuschauern, als der SVU nicht mit der stärksten Truppe anrückte und von den Alzstädtern mit einer 8:29-Klatsche wieder nach Hause geschickt wurde. Daheim sind die Bayerwälder aber eine Macht, auch wenn die Kämpfe vor 1000 Zuschauern oder mehr derzeit vorbei sind. Treten die Niederbayern in Bestbesetzung an, könnte es für die Trostberger Philipp Schader-Truppe schwer werden.

In der Bayernliga ist der TV Traunstein zu Hause gegen den TSV Aichach gefordert. Der Zweitplatzierte muss sich nach einer gut verlaufenen Saison wohl damit abfinden, dass man den SV Hallbergmoos in Richtung Oberliga ziehen lassen muss – für den TVT gilt es am morgigen Samstag, sich vor eigenem Publikum noch einmal gut zu präsentieren. In der Hinrunde konnte man Aichach in Schach halten, dies sollte mit einer gut aufgestellten Mannschaft auch morgen möglich sein, obwohl die Gäste über einen umfangreichen und starken Kader verfügen.

Mit 28:9 fertigte die Reserve des SC Anger die Zweite Mannschaft des SV Wacker Burghausen in der Vorrunde ab. Vor dem Rückkampf sind die Kräfteverhältnisse ähnlich verteilt, wobei Burghausen bei Bedarf natürlich Ringer aus dem Erstliga-Kader einsetzen könnte. Allerdings war die »Zweite« in den vergangenen Kämpfen eher die abgebende Mannschaft und stellte mehrfach Landesliga-Leistungsträger für die Bundesliga-Mannschaft ab, was zu einer klaren Schwächung des Tabellenvorletzten führte.

Eine 16:21-Niederlage musste der Tabellendritte TSV Berchtesgaden in der Hinrunde gegen den TV Geiselhöring einstecken. Hier ist also noch eine Rechnung offen und die heimstarken Berchtesgadener streben vor eigenem Publikum einen Sieg an. Bereits jetzt kann man auf Berchtesgadener Seite mit dem Saisonverlauf zufrieden sein. Die »jungen Wilden« haben sich auch ohne Hilfe der erfahrenen Seniorenringer und mit einer Mannschaft aus lauter Eigengewächsen behauptet.

In der Schüler-Grenzland-Liga konkretisieren sich die Tabellenstände. Ganz oben sind Anger, Salzburg und Wals gereiht, dahinter »streiten« sich Burghausen und Traunstein noch um die Plätze. awi

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