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Vorfreude trotz vieler Abmeldungen

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Auch die Tennisspieler in der Region fiebern dem Start entgegen. Foto: dpa

Als erster regionaler Sportverband seit dem Lockdown in Bayern startet der Bayerische Tennis-Verband (BTV) sein Wettkampfangebot. Ab der Woche vom Montag, 15. Juni, beginnt die Übergangssaison 2020 mit rund 6800 Mannschaften.


Das ist allerdings deutlich weniger als die zunächst gemeldeten 12 410 Mannschaften. Insgesamt 45 Prozent der Teams haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich nachträglich von der Übergangssaison, in der es keine Absteiger geben wird, abzumelden.

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Dazu gehört unter anderem auch das Aushängeschild des TC Übersee, die Mannschaft der Herren 30. Diese hatte vier Aufstiege in Serie gefeiert und wäre heuer in der Bayernliga angetreten. Doch dort sind die Fahrten sehr weit, und daher nahm man nun beim TCÜ Abstand von einer Beteiligung in dieser Klasse. Im kommenden Jahr will man dann allerdings genau in dieser Bayernliga antreten. Denn nach der Übergangssaison bleibt die Ligeneinteilung – zumindest von der Höhe der Spielklasse her – gleich.

Die meisten Abmeldungen gab es in den Bezirken Niederbayern mit 60 Prozent und Schwaben mit 59 Prozent, gefolgt von der Oberpfalz (49 Prozent), Oberbayern-München und Unterfranken (je 39 Prozent) sowie Oberfranken (38 Prozent). In den BTV-Ligen (Bayern- und Landesligen) liegt die Abmeldequote bei 55 Prozent. Auf Bezirksebene kommt es nun teilweise zur Neueinteilung der Ligen, um vernünftige Gruppengrößen zu gewährleisten. Denn in Oberbayern-München wurden von den gemeldeten 3984 Mannschaften insgesamt 1573 zurückgezogen.

BTV-Präsident Helmut Schmidbauer freut sich darüber, dass es überhaupt wieder losgehen kann: »Die vergangenen Wochen waren für uns alle eine große Herausforderung, verbunden mit der ständigen Ungewissheit, wie die weitere Entwicklung sein wird. Gerade für das Ehrenamt in den Clubs war die Belastung grenzwertig. Umso mehr freut es mich, dass wir unserem satzungsgemäßen Auftrag nachkommen und einen Wettspielbetrieb auch in der Corona-Zeit anbieten können.«

Er betont zudem: »Mit der Übergangssaison haben wir alle gegensätzlichen Interessenslagen berücksichtigt und die Mitgliedsvereine in den Entscheidungsprozess eingebunden. Sie konnten einerseits den Bedenken ihrer Mitglieder Rechnung tragen und andererseits den wettkampfwilligen Athleten den geliebten Mannschaftswettspielbetrieb ermöglichen.« Dass nun knapp die Hälfte der Teams nicht an den Start geht, sei zwar bedauerlich, so Schmidbauer, aber kein Beinbruch: »Wir respektieren diese Entscheidung und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder einen Wettspielbetrieb unter normalen Bedingungen durchführen können.«

Selbstverständlich müssen in der Übergangssaison die behördlichen Auflagen und die Hygienebestimmungen eingehalten werden. Die Basis dafür ist das »Rahmenhygienekonzept Sport« des bayerischen Innenministeriums, das derzeit in Abstimmung mit dem BTV auf den Tennissport noch spezifiziert wird. fb

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