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Vorfreude trotz verspäteten Saisoneinstiegs

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Sie beobachten im Training jede Kleinigkeit genau – auch beim Skiwechsel: die Trainer am Stützpunkt, Frank Nitsch (links) und Manuel Schnurrer. (Foto: Hohler)

Der erste Formtest fand in kleinerem Rahmen statt als geplant: Für die Nachwuchsgarde des Stützpunkts Ruhpolding, die bereits internationale Einsätze im Blick hat, war ein Start beim Continentalcup in Premanon (Frankreich) geplant. Doch dieser musste aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt werden. »Deshalb waren wir in Seefeld und haben dort gut trainiert. Außerdem haben wir einen kleinen Trainingswettkampf gemacht, an dem sich auch einige Athleten aus dem Jugendteam beteiligt haben«, so Stützpunkttrainer Frank Nitsch.


Nitsch betreut das Team gemeinsam mit dem Überseer Manuel Schnurrer. Vor allem ihre routinierteren Athleten haben ein klares Saisonziel: die Junioren-WM in Lahti (Finnland) vom 21. bis 27. Januar 2019. Daher sollte eigentlich der Continentalcup in Premanon die WM-Qualifikation darstellen, nun geht es darum, am kommenden Wochenende beim Deutschlandpokal in Oberwiesenthal zu überzeugen. Als weitere Continentalcups sind Rennen in Valdidentro (Italien) vom 21. bis 23. Dezember sowie in Nove Mesto (Tschechien) vom 4. bis 6. Januar vorgesehen.

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Aus dem Jahrgang 1995 gehören Nadine Herrmann (Bockauer SV), Felian Schubert (SLV Bernau) und Josua Strübel (SC Seebach) dem Team an, zu den U-23-Kandidaten zählen auch Jakob Leismüller (SC Partenkirchen) und Albert Kuchler (SpVgg Lam). Aus der U 20 gehören Florian Knopf (SLV Bernau), Anian Sossau (SC Eisenärzt) sowie Neuzugang Alexandra Danner (SC Lenggries/Bundespolizei/seit August dabei) und Kim Hager (TV Gefrees/Landespolizei Ainring) den Schützlingen des Duos an. Auch Jonah Werner (SC Aising-Pang), Jonas Schrötter (SCMK Hirschau) und Neuzugang Moritz Bauroth (Hirschau/Skizug Berchtesgaden) sind im Stützpunkt-Aufgebot dabei.

Bei der Junioren-WM könnten die jüngeren Jahrgänge eventuell in den Staffeln auf Edelmetall hoffen, schließlich holte Alexandra Danner im Vorjahr mit den DSV-Mädchen Gold, die U-20-Junioren erreichten Rang 4. In den Einzelrennen könnten Ränge unter den ersten Acht möglich sein, bei den älteren Athleten »eventuell Top-Ten-Plätze.«

Doch Voraussetzung dafür ist es natürlich erst einmal, sich für die WM überhaupt zu qualifizieren. Zumindest verlief die Vorbereitung der Mannschaft insgesamt gut, es gab keine größeren krankheits- oder verletzungsbedingten Ausfälle, »und wir hatten sehr gute Trainingsbedingungen.«.

Der ehemalig aktive Langläufer Nitsch kam schon 1998 nach Bad Endorf und bekam 2002 die Chance, dort bei der Bundespolizei als Trainer einzusteigen. Bereits seit einigen Jahren hatte er den bisherigen Stützpunkttrainer Bernd Raupach unterstützt, dessen Amt der nunmehr 39-Jährige für die neue Saison übernahm. Raupach ist nun übergeordnet für den gesamten Nachwuchs im Deutschen Skiverband zuständig.

Nitsch ist während der Ausbildungsphase bei der Bundespolizei (März bis Juni) als Ausbilder in Bad Endorf und dort zugleich für das Langlauf-Training der Athleten vor Ort zuständig. Die Ausbildung der Athleten für den Polizeidienst bringe dadurch Abwechslung, »dass da auch der Geist gefordert ist, das schadet nicht.« Die Ausbildung dauert vier Jahre, wobei in den ersten drei Jahren je vier Monate Ausbildung, im abschließenden Jahr dann gut ein halbes Jahr Ausbildung auf dem Programm stünden. »Dann sind sie nach bestandener Prüfung Polizeimeister und können sich auf ihre Karriere als Profisportler konzentrieren. Außerdem haben sie eine berufliche Absicherung für die Zeit nach dem Sport.«

Während der Zeit, in der Nitsch in Bad Endorf gefordert ist, ist vor allem Manuel Schnurrer am Stützpunkt für das Training zuständig. Der 32-Jährige und Nitsch erhielten zudem zwischenzeitlich gut einen Monat lang Unterstützung durch Philipp Sedran: Der Bruckmühler, der in Leipzig Sportwissenschaft studiert, war als Praktikant dabei. »Das war schon eine große Hilfe, es wäre natürlich schön, wenn wir so eine zusätzliche Kraft auch länger haben könnten«, weiß Nitsch. Doch auch so fühlen sich das Trainerduo – das zudem viel Wert auf gute Technik legt – und dessen Schützlinge gut gerüstet und freuen sich daher auf den Saisonauftakt.

Beim Deutschlandpokal in Oberwiesenthal geht neben den Schützlingen von Nitsch und Schnurrer auch das Jugendteam (Nordic Skiteam XC3) um Trainer Fabian Heibler an den Start. Auch die Auswahl mit Talenten aus dem Inn- und Chiemgau will wieder überzeugende Leistungen abliefern.

In Oberwiesenthal stehen am Samstag ab 9.30 Uhr (Qualifikation) die Sprints in klassischer Technik auf dem Programm, ab 11 Uhr werden die Finalläufe ausgetragen. Am Sonntag ab 9.30 Uhr haben alle weiblichen Klassen (ab U 16) jeweils 5 km in Skating-Technik zu absolvieren, die Teilnehmer der männlichen Klassen ab U 16 je 10 km. who