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Vorfreude auf schnelle Fahrten im »Schlafanzug«

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Er freut sich auf die kommende Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft: Markus Reiterberger.

»Ich freu' mich schon darauf, dass es bald losgeht«: Gut gerüstet für das Abenteuer Superbike-Weltmeisterschaft fühlt sich der Obinger Motorradrennfahrer Markus Reiterberger. Mit seinem neuen Team Althea BMW Racing (Italien) war der 21-Jährige bereits für zwei Testtage in Vallelunga.


»Das waren noch private Teamtests. Am ersten Tag war es außerdem mit nur zehn Grad plus zu kalt, um viel zu probieren, da haben wir zeitweise auch etwas für eine Filmpräsentation des Teams gemacht«, berichtet Reiterberger. Doch am zweiten Tag konnten er, sein Teamkollege Jordi Torres (Spanien/im Vorjahr WM-Fünfter) und der in der Superstock-Klasse fahrende Raffaele de Rosa richtig viel Fahrpraxis sammeln. »Das war zwar noch mit der Vorjahresmaschine, aber zum Teil schon mit neuer Technik. Und die Zeiten waren richtig schnell«, zeigt sich der Obinger begeistert.

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Da die neue BMW S 1000 RR voraussichtlich »sogar noch etwas schneller« fahren werde, sei er schon zuversichtlich für die kommende Saison. Reiterberger, im Vorjahr souverän Titelgewinner der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der Superbike-Kategorie – und bei zwei Wildcard-Einsätzen in der WM sogar in den Punkterängen – weiß aber auch: »Das wird eine harte Angelegenheit. Von den 17 Fahrern, die bis jetzt feststehen, haben alle das Zeug dazu, auf einen Podestplatz zu kommen. Da werden Kleinigkeiten entscheiden.«

Präsentation des Teams in Civita Castellana

Daher versuchen das Team und er, sich so gut wie möglich vorzubereiten. Kurz vor den Fahrten in Vallelunga weilten Reitberger und seine Kollegen bei  der Teampräsentation in Civita Castellana (Italien) in einem Museum, das sich in der Nähe des Rennstalls befindet. Das Team unter der Führung von Generalmanager Genesio Bevilacqua und dem Technischen Direktor Jan Witteveen musste sich ebenfalls umstellen: Nach mehrjähriger Zusammenarbeit mit Aprilia und später mit Ducati ist man nun mit BMW am Start.

»Ich bin stolz darauf, die Marke Althea mit der von BMW Motorrad Motorsport verknüpfen zu dürfen«, freute sich Bevilacqua bei der Präsentation. Zwar werde man ein wenig Zeit brauchen, um die nötigen Änderungen vorzunehmen, aber »unsere Fahrer, Techniker und Ingenieure haben das Zeug dazu, dazu beizutragen, dass Althea wieder ein wichtiger 'Mitspieler' in der WM sein kann«, zeigte er sich zuversichtlich. Reiterberger zeigte sich angetan vom Design der Maschine in Schwarz und Weiß, das »sehr aggressiv« wirke. »Ich bin stolz darauf, diese 'Farben' tragen zu dürfen, was auch bedeutet, dass ich eine große Verantwortung habe«, so der 21-Jährige.

Er ergänzte: »Ich möchte keine Vorhersagen für diese Saison treffen, aber ich gebe zu: Ich bin hungrig auf Erfolge.« Bis zu den ersten offiziellen Tests aller Superbike-WM-Teams im Februar in Australien will sich Reiterberger daher ebenso gut vorbereiten wie für den darauf folgenden WM-Auftakt in Australien (26. bis 28. Februar).

Insgesamt 14 GP-Veranstaltungen mit je zwei Läufen pro Wochenende – darunter auch am 17./18. September am Lausitzring – stehen auf dem Programm.

Da gilt es, fit zu sein. »Derzeit trainiere ich täglich im Fitnessstudio in Obing und habe schon gute Fortschritte in der Kraft-Ausdauer gemacht«, berichtet Reiterberger. »Ich bin sogar noch zwei Kilo leichter geworden.«

Zwei Tage in Spanien zur Anpassung des Helms

Bevor es ab 17. Februar nach Australien geht, steht für den jungen Obinger neben dem Training und einigen Sponsorenterminen auch die Helm-Anpassung an. Da sich das Helmwerk von BMW in Spanien befindet, »werde ich dort zwei Tage zur Anpassung sein.«

Denn der Helm soll neben gutem Schutz und guter Sicht auch guten Tragekomfort bieten, um sich nicht im Rennen störend auf die Konzentration auszuwirken. Beim neuen Rennanzug ist der Komfort, jedenfalls laut Reiterberger, schon gegeben: »Der passt wie ein Traum und ist bequem wie ein Schlafanzug.« Nur dass der 21-Jährige im »Schlafanzug« trotzdem hellwach bleiben muss ... who