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Vorfreude auf eine »echte« Arena beim Biathlon-Weltcup

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Das war eine der großen Verbesserungen beim vergangenen Weltcup: Dank der neuen Streckenführung beim »Fischer-S« konnten die Fans die Sportler hautnah erleben. (Foto: Weitz)

Noch wird auf Skirollern auf den Strecken gelaufen, doch die Vorbereitungen in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena und im Ort selbst für den Biathlon-Weltcup 2016 (12. bis 17. Januar) gehen allmählich in die heiße Phase. Dabei ist den Organisatoren neben guten sportlichen Vorbereitungen noch eines wichtig: der gute Dialog mit den Fans.


Schließlich sorgen diese für die Stimmung auf den Rängen und tragen sowohl mit ihren Eintrittsgeldern als auch mit ihren Entgelten für Übernachtungen zum finanziellen Gelingen des Weltcups bei. Zur Vorbereitung der Veranstaltung wurde heuer unter anderem zum zweiten Male ein Fanworkshop in Ruhpolding abgehalten, an dem 15 Fanvereinigungen teilnahmen.

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Verständnis wecken und Anregungen bekommen

Dabei ging es darum, einerseits bei den Zuschauern Verständnis für gewisse Sachzwänge zu wecken, andererseits aber auch Anregungen zu bekommen. Auch mit DSV-Präsident Franz Steinle und Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler – gleichzeitig Präsident des Weltcup-Organisationskomitees – konnten die Fans sprechen. Schon in der Vergangenheit haben die »Macher« des Weltcups diese Anregungen angenommen.

Besonders gut kam bei den Biathlon-Anhängern eine Streckenveränderung aus dem Vorjahr an: Das »Fischer-S« wurde neu gestaltet – und damit »haben wir ein homogenes Gelände geschaffen, wo sich alle wohlfühlen können und die Fans viel näher an der Strecke sind«, freut sich Herbert Ringsgwandl, der Leiter der Tourist Info Ruhpolding.

Nun gebe es eine »echte« Arena, zu der neben der Tribüne jetzt auch ein Teil der Strecke gehöre, denn »die Athleten werden jetzt schon früher vor dem Ziel von den Zuschauern empfangen und nicht erst bei der Tribüne«, verspricht er für den Weltcup 2016.

Beim Workshop erläuterte auch der Kommunikationsdirektor des Biathlon-Weltverbandes IBU, Peer Lange, den Fans die Anforderungen, die die IBU an den Veranstalter stellt beziehungsweise stellen muss. Die Organisatoren übergeben im Prinzip – wie bei Großveranstaltungen in anderen Sportarten auch – dem Weltverband ein »weißes Stadion«. Die IBU hält dort dann die Werbeflächen für ihre Sponsoren bereit, deren Einnahmen ja indirekt dem ganzen Biathlonsport zugute kommen.

Sowohl die IBU als auch die Veranstalter brauchen TV-Übertragungen, weshalb die Belange des Fernsehens berücksichtigt werden müssen. Andererseits: »Nur wenn das Stadion gut gefüllt ist, ergibt das im Fernsehen schöne Bilder – daher hat auch das Fernsehen für unsere Wünsche durchaus Verständnis«, weiß Rings-gwandl.

Und die Anhänger wollen ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten, dass der Weltcup gelingt. Bei den Autogrammstunden etwa, die vor den abendlichen Siegerehrungen im Championspark stattfinden. »Da haben die Athleten nur 30 Minuten Zeit. Das können die Mitglieder der Fanclubs, die unseren Ordnungsdienst unterstützen, viel besser den anderen Fans erklären, als es irgendwelche offiziellen von unserer Seite aus könnten«, so Ringsgwandl.

Man suche immer wieder nach Details, die man noch verbessern könne. Auch das Zusammenspiel von Sicherheitsdienst (professionelle Anbieter) und Ordnungsdienst (freiwillige Helfer) solle optimiert werden. Zudem habe man mit dem Sicherheitsdienst besprochen, dass »manchmal die Ansprache der Fans nicht richtig war«. Das heißt, es solle noch mehr auf Freundlichkeit geachtet werden, »schließlich sollen sich unsere Zuschauer ja willkommen fühlen.«

Beim Weltcup 2016 werden in der Chiemgau-Arena erstmals Sitzplätze auf der Tribüne installiert, um den Fans mehr Komfort zu bieten. Und das wird gut angenommen: Die Generalkarten (Mittwoch bis Sonntag) für die Sitzplätze sind ausverkauft, Tagestickets gibt es (mit Ausnahme des 16. Januar) hingegen noch.

Froh ist man in Ruhpolding heuer über das Programm mit relativ günstigen Anfangszeiten der Rennen. Die Einzelläufe der Männer (Mittwoch, 13. Januar, 14.15 Uhr) und der Frauen (Donnerstag, 14. Januar, 14.15 Uhr) gelten zwar als nicht ganz so zuschauerträchtig, aber es folgen ja die Staffeln – am Freitag, 15. Januar (15.30 Uhr/Männer) sowie am Sonntag, 17. Januar (11 Uhr/Damen).

Zwei Massenstarts an einem Wettkampftag

Erstmals kann man Weltcup-Samstag zwei Wettkämpfe bieten: Am 16. Januar finden in der Chiemgau-Arena die attraktiven Massenstarts der Frauen (11.45 Uhr) und Männer (16.10 Uhr) statt. »Es gibt zwar im Moment noch Karten für fast alle Kategorien, aber für diesen Tag sind schon viele Tickets vergeben«, weiß Ringsgwandl. »Und das könnte ja auch für viele Leute ein passendes Weihnachtsgeschenk sein«, wirbt er.

Die Karten sind wie gewohnt im Internet (www.biathlon-ruhpolding.de) oder in der Tourist Info Ruhpolding (Hauptstraße 60, 83324 Ruhpolding, Telefon 08663/8806-0) erhältlich. Die Vorbereitungen des OK sind also auf einem guten Stand – und vielleicht kann ja der ein oder andere Fan auch seine Weihnachts-Vorbereitungen frühzeitig mit Weltcup-Tickets verbessern. who